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Kotten und Mühlen    Solingen
Ittertal-Spaziergang  3


Itter
In der kahlen Jahreszeit ist der kaskadenartige "Wasserfall" zu sehen, wo die Itter-Fluten über vier Stufen talwärts stürzen.
 

Um den Kotten-Spaziergang nach diesem Abstecher hinter der weiß gestrichenen (leider nicht lange weiß gebliebenen) Zauberberghalle des Familienparadieses fortzusetzen, iegt man an am Gitterzaun (den pittoresken antiken Lattenzaun gibt es schon seit Jahren nicht mehr) wieder links in den leicht ansteigenden Waldweg ein. Dort sieht man Reste alter Bruchsteinmauern und einen großen Deckelstein - ein alter Brunnen? - und gleich auf der anderen Seite des Weges die nostalgischen Mini-Fachwerkhäuschen, in denen früher die Meerschweinchen des Etablissements wohnten.

Dann kann man die ganze Anlage des Freizeitparks mit Märchenwald von oben betrachten, soweit das Laub nicht die Sicht behindert. Die Itter fließt an dem großen Teich der Freizeitanlage vorbei in Richtung Strandbad.


Zaun
Blick bergabwärts auf die Stelle, an der früher der Neuenkotten stand.
 
Zaun
Diese kreative geschichtsträchtige Absperr-Vorrichtung ist Vergangenheit.



Kirschbaumskotten
Kirschbaumskotten. Bild-Quelle: Stadtarchiv Solingen (Detail)
 
(i10) Kirschbaumskotten [Nicht mehr vorhanden]

Der Kirschbaumskotten, u.a. auch Weckskotten genannt, lag an der Itter zwischen Neuenkotten und Trinnskotten, oder: hinter Weck's Vergnügungspark am nordöstlichen Ende des Strandbades. Eine Schleiferei stand hier schon 1715. Der Gondelteich des Volksgartens ist wohl aus dem Stauteich des Kirschbaumskottens entstanden. Einige Jahre nach dem Strandbadbau wurde der Kotten abgerissen.

  Mehr zum Kirschbaumskotten




Ittertal
Ein alter Ständerbau an der Ittertalstraße. 1980.

 

Ist man anstelle des Waldweges der Ittertalstraße gefolgt, so geht es rechts hinter dem alten Fachwerkhaus, dem letzten verbliebenen weit und breit, zum Sport- und Kulturzentrum Ittertal.



Ittertaler Strandbad
Strandbad Ittertal, 1918. Feldpostkarte, Sammlung M. Tettinger

 
Strandbad Ittertal

Das Strandbad, das man vom absteigenden Waldweg aus leuchtend blau durch die Bäume schimmern sieht, wurde 1913-16 von Carl Friedrich Ern errichtet, dem Begründer der gleichnamigen Walder Firma. Im Zuge des Strandbad- und Staubeckenbaus sind einige alte Kotten verschwunden. Aus dem Strandbad wurde 1987 das Sport- und Kulturzentrum Ittertal. Für 2008 ist die Schließung des Freibades zu erwarten.

  Mehr zum Ittertaler Strandbad




Trinnskotten
Ittertaler Schleifer- und Heimatmuseum.
Ansichtskarte, Sammlung M. Tettinger


 
(i11) Trinns- oder Schäferskotten (Museum)   [Nicht mehr vorhanden]

Der Trinnskotten lag nahe dem Haupteingang des Strandbades. Ein Kotten war hier schon 1683/84 vorhanden. Den Namen erhielt er später von "Lingersch Trinn", der Witwe Katharina Linder, Jahrzehnte hindurch Eigentümerin des Kottens. 1927 wurde in seinen Räumen das Ittertaler Schleifer- und Heimatmuseum eröffnet. In der Silvesternacht 1944 zerstörten Fliegerbomben es vollständig.

  Mehr zum Trinnskotten und Museum




Mittelitter, Juni 2006  
Am Waldrand,
Juni 2006




Mutzkotten
Mutzkotten, ca. 1905-1910.
Bild-Quelle: Stadtarchiv Solingen

 
(i12) Mutzkotten [Nicht mehr vorhanden]

Der Mutzkotten stand am Abhang der Ortschaft Mittelitter auf dem späteren Gelände des Ittertaler Vogelschutzparks auf der linken Seite der Itter, etwa unterhalb des früheren Restaurants "Schlossgarten" und nicht weit vom Gesundheitsbrunnen. Der Kotten soll bis 1914 mit acht bis neun Schleifern in Betrieb gewesen sein. In der Zeit 1917-1920 musste er stillgelegt werden und verfiel.

  Mehr zum Mutzkotten




Schlossgarten Gaststätte "Schlossgarten" an der Ittertalstraße.
Bild-Quelle: Stadtarchiv Solingen

 
Schlossgarten [Nicht mehr vorhanden]

Nicht nur die Kotten fielen dem Zahn der Zeit zum Opfer. Früher gab es im Ittertal auch viel mehr Ausflugslokale als heute. Eines davon war das schon 1944 geschlossene "Restaurant Schlossgarten" an der Walder Ittertalstraße. Das dekorative Gebäude stand gegenüber der Abzweigung der Straße Talblick. In den 1970er Jahren wurde es zu einem modernen Mehrfamilienhaus umgebaut.

  Mehr zum Restaurant Schlossgarten




 
Vogelschutzpark Ittertal
Ittertaler Vogelschutzpark.
Bild-Quelle: Stadtarchiv Solingen

 
Ittertaler Vogelschutzpark
[Nicht mehr vorhanden]

Wer erinnert sich noch an den Ittertaler Vogelschutzpark? Er wurde auf Initiative des Vereins für Naturschutz und Heimatpflege und mit tätiger Hilfe seiner Mitglieder eingerichtet und am 28. Mai 1932 eröffnet. Nach den begeisterten Beschreibungen der örtlichen Presse muss es ein kleines Paradies gewesen sein. Es fand ein allzu schnelles Ende mit den Fliegerbombenabwürfen der Silvesternacht 1944.

  Mehr zum Ittertaler Vogelschutzpark




Mittelitter Mittelitter 1928. Bild-Quelle: Stadtarchiv Solingen
 
Mittelitter

Im Hintergrund sind die Gebäude der Firma C. F. Ern an der Wittkulle zu erkennen, vorne halb rechts das im Krieg zerstörte Heimat-Museum, der ehemalige Trinnskotten. In der vorderen linken Bildhälfte erstreckt sich hinter den Bäumen das Strandbad.



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11.09.2002, zuletzt aktualisiert 01.10.2008