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Inhaltsübersicht |
Kotten und Mühlen
Haan
Itter |
Schaafenkotten 1 2 |
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Lage
Der Schaafenkotten steht auch heute noch zwischen Breidenmühle und Brucher Mühle. Auf der Karte des Amtes Solingen von Ploennies von 1715 ist er auf der rechten Itterseite eingezeichnet. |
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Vermutungen
Lt. Lunkenheimer wird der Schaafenkotten 1787 erstmals mit seinem Eigentümer Johan Weck genannt.
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Geschichte und Eigentümer
Sicher ist, dass im Jahr 1715 an dieser Stelle ein Kotten gestanden hat.
1748 "auf der Caspersbroicher Bach im Haan gelegen"
vor 1748 1/2 Schleifkotten
Jacob Schaaf seel. 1/4 Anteil
Abr. Neef junger
Johann Grohe
Wittib Henrich Schaf Kinder (1/4 Teil?)
Wittib Wilhelm Schaaf
(Obl., seit 1.5.1715, 1.5.1716 und 1.5.1721 350 Thlr.)
28.1748 lt. Obl. Protokoll
löst Abraham Thegarden oo Anna Christ. Schwarte
diese Obligationen ab, verpfändet Erb und Gut zu Schnittert
1793 ist der Schleifkotten auf der Karte von Wiebeking mit "Schahfen Kotten" bezeichnet. [Lunkenheimer]
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Eigentümer Grah - Schleiferei
"Wann der Kotten um die Jahrhundertwende in den Besitz der Familie Grah überging, ist nicht bekannt. Nach der Überlieferung waren damals die Schleifer Gustav und Hermann Grah Eigentümer des Kottens. Um 1905 werden die Rasiermesserschleifer Fritz Grah und sein Bruder (der Vorname ist nicht bekannt) als Besitzer genannt. Ferner waren hier die Rasiermesserschleifer Wilhelm Lüttringhaus, Frauenhof, die Brüder Großstreuer und Max Schlöhmer tätig.
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Links ist am Kottengebäude der Treppenhaus-Anbau von 1926 zu erkennen. Bild-Quelle: Stadtarchiv Solingen (Detail) |
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Eigentümer Schmidt
Bis 1949/50 war Max Schmidt Eigentümer des Kottens - und er muss es schon einige Jahrzehnte gewesen sein, denn Lunkenheimer berichtet, dass er 1926 ein neues Treppenhaus seitlich am Schleifkotten anbrachte. [S. 72]. Bis dahin gab es im Haus eine schmale Stiege, die man sich wohl ähnlich abenteuerlich wie die im |
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Eigentümer Maaßen
Nachfolger des Eigentümers Schmidt wurde die Düsseldorfer Fischhandlung Karl Maaßen.
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![]() Der Schaafenkotten vor 1945, von der Haaner Seite aus. Bild-Quelle: Stadtarchiv Solingen |
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![]() Heute zeigt die einst verschieferte Front schwarz-weißes Fachwerk. Den Treppenhaus-Anbau (rechts) gibt es nicht mehr. Bild-Quelle: Stadtarchiv Solingen |
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Eigentümer Nordmann, Eigentümer Lehmann
1970 ging der Schaafenkotten in das Eigentum von Hans Nordmann über (der wunderschöne Aquarelle bergischer Motive geschaffen hat). Er gestaltete das Gebäude in ein Wohnhaus um. [Lunkenheimer] Ab 1971/72 war das "zweigeschossige Fachwerkhaus mit Backsteinausfachung" Wohnhaus und Atelier [Stadt Haan]. Eine Turbine zur Nutzung der Wasserkraft wird schon früher eingebaut worden sein: Die Reste eines elektrischen Schaltkastens tragen die Jahreszahl 1953.
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Eigentümer Wettschereck - "Wasserkraftwerk Schaafenkotten"
1996 erwarben Alexander und Ute Wettschereck das Anwesen. Natürlich bot es sich an, die vorhandene Wasserkraft wieder zu nutzen. Die Frage war: Wie? Und so wälzte man zunächst die verfügbare Fachliteratur, bevor die ganze Familie eigenhändig mit Engagement und zunehmendem Sachverstand ans Werk ging, um nicht nur das Haus, sondern auch die Wasserkraftanlage wieder instand zu setzen. |
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Sicherung von Damm und Obergraben
Dazu zählte die aufwändige Reparatur des löchrig gewordenen Damms unter Einsatz des auf dem Grundstück vorhandenen Lehms, der mit Hilfe eines eigens angeschafften Baggers an die richtige Stelle verfrachtet wurde; und dazu zählte auch die Sicherung des Obergrabens mit Nager- und Enten-resistentem Material.
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Januar 2003 Der Beginn des Obergrabens mit geschlossenem Gewaltschütz (Schützenwehr) |
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An den Seiten des Ober- wie des Untergrabens des Schaafenkottens stehen Weiden. Sie wurden und werden an den Ufern gern gepflanzt, weil sie infolge ihrer starken Verwurzelung einen guten Uferschutz bieten. Aber: "Die für eine geordnete Wasserführung notwendigen Querschnitte [des Wasserlaufs] müssen stets erhalten bleiben. Die Weiden sind jährlich zu beschneiden und der Kanalquerschnitt von zu starken Verwucherungen zu säubern." [Rotarius S. 203] - Auch diese Aufgabe erfüllen die Eigentümer des Schaafenkottens.
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![]() Hinter dem Schaafenkotten fließt im Untergraben das Wasser ... |
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![]() ... der Abendsonne entgegen. Beide Fotos: © Wettschereck 2004 |
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Pflichten und Rechte
Damit die Anlage funktionieren kann, sind die Pflichten der heutigen Besitzer des "Wasserwerks Schaafenkotten" im Großen und Ganzen dieselben wie zu Zeiten der Schleifer: Die Stauanlage muss gepflegt werden; die Holztafeln der Schützenwehre (Gewalt, Flutschütz) in ihren Schiebern müssen intakt und beweglich, die Handräder und Kurbeln gangbar bleiben.
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![]() August 2010 Noch staut sich das Wasser am Ende des verbreiterten Obergrabens |
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![]() August 2010 Der Obergraben führt kaum noch Wasser. |
![]() Oktober 2011 Wo Jahrhunderte lang der Obergraben verlief wächst inzwischen Gras. |
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![]() Oktober 2011 Das ehemalige Sperrschütz ist nur noch ein Brett in der Landschaft. |
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Namen
1787 Johan Weck 1624 Arnt Schaff 1642 Arndt Schaaf 1653 Arnold Schaaf 1724 Peter Schaff 1905 Gustav Grah, Hermann Grah, Fritz Grah 1905 Wilhelm Lüttringhaus, Frauenhof, Großstreuer, Max Schlöhmer August und Fritz Größgen, Karl Lüttringhaus, Kohnen, Wiehl 1926, 1949/50 Max Schmidt ab 1950 Karl Maaßen 1970-1990 Hans Nordmann 1990 Lehmann 1996, 2004 Alexander und Ute Wettschereck |
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Quellen: |