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Inhaltsübersicht |
Kotten und Mühlen
Solingen
Haan |
Ittertal-Spaziergang 4 Mittel- / Unten-Itter |
![]() Solingen-Wald: Mittelitter, Gesundheitsbrunnen. |
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Gesundheitsbrunnen
Der Waldweg führt bachabwärts am Gesundheitsbrunnen vorbei zum Bastianskotten; auf dem Wanderweg (A1) im Bild geht's dagegen in Richtung Naturfreundeheim. Die Aufschrift auf dem aus zwei Schleifsteinen gestalteten Brunnen verrät, wem die Spaziergänger seit 1931 das neue Ambiente bei ihrer kleinen Erfrischung aus dem Rohr verdanken: Auch hier war der "Verein f. Natursch. u. Heimatpflege" aktiv. - Trinken sollte man das Quellwasser heute aber nicht mehr. |
![]() Am Gesundheitsbrunnen. |
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![]() Bastianskotten. |
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(i13) Bastianskotten
Vom früheren Bastianskotten ist noch das Wohnhaus vorhanden. Eine Schleiferei gab es an dieser Stelle schon 1715. Der Bastianskotten soll bis etwa 1935/36 in Betrieb gewesen sein. An 15 bis 20 Schleifstellen wurden Rasiermesser, Taschenmesser und Gabeln geschliffen.
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![]() Ernenkotten. |
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(i14) Ernenkotten
Auch den Ernenkotten gab es schon 1715. Das jetzt vorhandene Wohngebäude ist allerdings nicht so alt. Hier wurden 1848 zum ersten Mal Rasiermesser geschliffen, und hier wurde 1850 Carl Friedrich Ern geboren, der 1873 in Wald seine Rasiermesserproduktion aufnahm.
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![]() Ausflugslokal Heidberger Mühle 2002. |
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(i15) Heidberger Mühle
[Nicht mehr vorhanden]
Die Heidberger Mühle wird 1574 als "Kotten am Heidberg" urkundlich erwähnt, 1715 erscheint eine "mühl" in Ploennies' Karte. Das Mühlengebäude wurde schon vor 1900 abgebrochen. Das heute vorhandene Barockhaus an der Walder Straße stammt aus dem Jahr 1784. Seit über 100 Jahren ist die Heidberger Mühle ein beliebtes Ausflugslokal, das einzige, das an der Itter übrig blieb. Das Wahrzeichen, die 2006 durch Feuer zerstörte und bald wieder aufgebaute "Windmühle", war früher Teil des Restaurants.
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![]() Köllerskotten 1928. Abb. bei Lomberg. |
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Köllerskotten (Haaner Kotten)
Nicht unmittelbar im Ittertal, aber ganz in der Nähe war am Haaner Bach (Becher Beek) noch 1928 der Köllerskotten in Betrieb. Der Haaner Bach mündet bei der Heidberger Mühle in die Itter. Der Kotten - bzw. das dazu gehörige Wohnhaus - lag an der Walder Straße 27 in Haan, nicht weit vom ehemaligen Wiedenhof. Die Gebäude stehen noch; das Wohnhaus ist teilweise verschiefert. Der Haaner Kotten ist in der Wiebeking-Topographie von 1789/90 verzeichnet. |
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Die Schleifer hatten es wirklich nicht leicht: Nicht nur, dass sie im Winter oftmals wegen Vereisung wochenlang nicht arbeiten konnten, - es soll auch vorgekommen sein, dass ihnen durch einen Bubenstreich der Bach abgesperrt wurde. Dann "... gerieten sie vollends aus der Fassung. Noch heute erinnert sich der 89-jährige August Küpper daran, wie er und sein Zwillingsbruder nach solch einem Streich von den aufgebrachten Leuten mit 'Blotschen' (Holzschuhen) heftige Prügel bezogen hatten." [Kohl S. 118] |
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Nach dem eventuellen Abstecher rechts in die Walder Straße (oder den dort rechts abbiegenden Waldweg hinauf) kann man auf der anderen Straßenseite weiter dem Weg folgen und kurz darauf die Ittertalstraße überqueren. Die Itter fließt unter ihr hindurch. |
![]() Unten-Itter im Frühling 1896. Nach einer photograph. Aufnahme von Arthur Knecht, Wald; Lichtdruck von W. Biede, Nürnberg. Abb. in MBGV 6/1900. |
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Unten-Itter Auf der Walder Itterseite liegt westlich der Ittertalstraße die Ortschaft Unten-Itter. Auf dem Foto links ist im Hintergrund die Haaner Kirche zu sehen, links der Schornstein des Pumpwerks. |
![]() Unten-Itter, Pumpwerk. Bild-Quelle: Stadtarchiv Solingen |
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Pumpstation
[Nicht mehr vorhanden]
1890/91 wurde während der Amtszeit des Bürgermeisters Heinrich das Wasserwerk in Unten-Itter in Wald gebaut. Die Verschmutzung der Itter und die wachsende Bevölkerung führten aber dazu, dass schon 1899 das Wasserwerk Elb in Hilden seine Aufgabe übernahm.
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![]() Die Schank- und Gastwirtschaft "Ittertaler Tannenpark" um 1928. Bild-Quelle: Stadtarchiv Solingen |
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Ittertaler Tannenpark
Die Wasserverschmutzung blieb durch Einleitung von Industrieabwässern auch weiterhin besonders in Unten-Itter ein Problem. Dennoch wurde der dortige "Ittertaler Tannenpark" in Werbeschriften als Ausflugsort vorgestellt. Die gleichnamige Gaststätte, 1928 geführt von Heinrich van Holt, gibt es nicht mehr. Das Haus steht noch. |
![]() Das Gebäude im Jahr 2006. |
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Der Itter-Spaziergang kann entweder hier fortgesetzt werden oder - z.B. ausgehend vom Parkplatz an der Ittertalstraße - auf der Haaner Bachseite. |