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Solingen    Ittertal
Wald (Solingen)


Wald (Solingen)

Wappen Wald 1890
  • Notizen zur Geschichte von Wald
  • Das Wappen
  • Ein Walder Original: Kirchenküster Kuno Kind
  • Geschichtliche Wanderungen
  • Die Walder Honschaften
  • Alte Ortsbezeichnungen im ehemaligen Dorfe Wald

  •   Einzelne Hofschaften
      Kirchenbauten in Wald
      Alte und ehemalige Schulgebäude



    Notizen zur Geschichte von Wald

    Die Täler von Itter und Lochbach bilden nach Norden und Süden die Grenzen des Walder Höhenrückens. Wirtschaftlicher Schwerpunkt in Wald war über Jahrhunderte hinweg die Stahlwarenindustrie.

    Am 13. Oktober 1807 wurde das Dorf Wald durch das Dekret von Fontainebleau, das Joachim Murat als Großherzog von Berg erließ, zu einer Munizipalität bzw. Bürgermeisterei, d.h. zu einer Landgemeinde. Sie wurde gebildet aus den Honnschaften Itter, Scheid und Limminghofen als Kerngebiete.

    Dazu kamen Höfe aus den angrenzenden Honnschaften:

          von der Honnschaft Katternberg: Dingshaus, Mittel- und Untengönrath, In der Waard;
          von der Honnschaft Hackhausen: In der Höh, im Loch, der Lochskotten;
          von der Honnschaft Bavert; Krausen, Am Friesenhäusgen, aufm Rolsberg;
          von der Honnschaft Gräfrath: Im Vogelsang, Am Hahnenhaus;
          von der Honnschaft Ketzberg: Am Adamshäusgen, Am Schlagbaum.

    Im 19. Jh. wurden mehrfach Korrekturen vorgenommen. 1860 kam die Hofschaft Eschbach zu Gräfrath, In der Heide (an der Foche) zu Wald, und Wald erhielt noch Acker östlich der Schlagbaumer Straße etwa von der Donaustraße bis zur Ketzberger Straße. 1893 kam Tiefendieck zu Wald, dafür wurde Krausen an Merscheid abgetreten. [Rosenthal 1967 S. 50 f]

    Unter Bürgermeister Friedrich Hammesfahr erhielt Wald am 4. September 1856 gemäß der rheinischen Städteordnung die Stadtrechte. Zu dieser Zeit lebten 5 600 Einwohner in Wald. 1890 erhielt Wald ein Stadtwappen und 1891/92 das Rathaus an der heutigen Friedrich-Ebert-Straße.

    "Wald war zwar Stadt geworden, aber weder in seinen inneren Einrichtungen noch in seinem äußeren Bild trug es diesen Charakter. Daß es seinen dörflichen Charakter in den einer Kleinstadt umwandelte, war die Leistung der beiden nächsten Generationen unter der Leitung der Bürgermeister Carl Theodor Alvermann (1859-1888) und Gottlieb Heinrich (1888-1920)." [Rosenthal 3 S. 37]

    Am 1. August 1929 wurde Wald zusammen mit den Städten Gräfrath, Höhscheid und Ohligs sowie der Stadtgemeinde und dem Stadtkreis Solingen zur Großstadt Solingen vereinigt.

    Der heutige Walder Ortskern verfügt noch über einige alte Gebäude, darunter schön restaurierte - teilweise verschieferte - Fachwerkhäuser. Allerdings ist viel Altes in den letzten 50 Jahren der Verkehrsplanung zum Opfer gefallen.


    Wald, Kirchplatz
     
    Kirchplatz (um 1950?).
    Bild-Quelle: © Stadtarchiv Solingen




    Das Wappen

    Am 26. März 1890 wurde das Walder Stadtwappen von Kaiser Wilhelm II. genehmigt, "nachdem dieser eigenhändig den Entwurf korrigiert hatte, um dem Wappen eine altertümliche Gestalt zu geben. Das Wappen besteht aus einem Dreiecksschild, in dem auf silbernem Grund eine grüne, fruchttragende Eiche steht. Auch der Boden ist grün gehalten. Am Stamm der Eiche lehnt ein schräg nach links gestellter kleiner Dreiecksschild mit einem in Schwarz und Silber gestückten Bord; auf goldenem Grund wird ein silberner Merkurstab von einem schwarzen Hammer und Schlägel senkrecht überkreuzt.

    Den Helm bildet eine Mauerkrone mit geschlossenem Tor und drei Türmen über dem Zinnenkranz. Diese drei Türme wiesen Wald als Kleinstadt aus. Aus den in dem Wappen enthaltenen Farben entnahm man Grün-Gelb-Grün als Stadtfarben, die bei der Eröffnung des Ittertaler Heimatmuseums zum ersten Mal gezeigt wurden." [Rosenthal 3 S. 39 f] Der Baum soll auf den Namen der Stadt hindeuten, ein früheres Eichenwald-Gebiet. Der Merkurstab ist Sinnbild des Handels, Hammer und Schlägel sind Symbole der Industrie.

    Im August 1888 war der Wappenmaler Nahde beauftragt worden, Entwürfe anzufertigen. Über Form und Inhalt des Stadtwappens kam es zu Diskussionen zwischen dem Elberfelder Professor Wilhelm Crecelius (damals Vorsitzender des Bergischen Geschichtsvereins), dem Düsseldorfer Staatsarchivar Harleß und dem Walder Stadtverordneten Dr. Stratmann. Stratmann lieferte auch eigene Entwürfe, die von Nahde gezeichnet wurden. Zwei davon kamen in die engere Wahl, darunter die Idee zum endgültigen Wappen.

    Nach einer Vereinfachung wurde das Wappen vom Berliner Heroldsamt genehmigt. Die Stadtverordneten stimmten am 28. Juni 1889 zu. Doch Kaiser Wilhelm II. hatte etwas auszusetzen: Eigenhändig änderte er die Form des Schildes und lieferte hierzu eine Bleistiftskizze, die sich heute noch im Solinger Stadtarchiv befindet.




    Rathaus
    Das 1890 erbaute ehem. Walder Rathaus.



    Heukämpchenstraße / Ecke Wiesenstraße und ev. Kirche.
     
    Wald, Ev. Kirche
    Evangelische Kirche.

    Der aus dem 12. Jh. stammende romanische Westturm der evangelischen Kirche ist Solingens ältestes Bauwerk. Der alte, pyramidenförmige Turmhelm wurde 1712 bei einem Unwetter zerstört und erst Jahrzehnte später durch den heute vorhandenen Barock-Turmhelm ersetzt.

    An der Heukämpchenstraße stand die erste katholische Kirche von Wald. Das heute an gleicher Stelle vorhandene, nach Abbruch der ehemaligen Kirche (1908) als Möbelhaus errichtete auffällige Gebäude soll nun ebenfalls religiösen Zwecken dienen und ist ab 2009 Domizil der Ditib-Gemeinde.

       Solinger Rathäuser
       Kirchen in Solingen-Wald
      Denkmalstiftung Walder Kirche




    Ein Walder Original: Kirchenküster Kuno Kind

    Dass Herr Kind "em Wauler Dorp" ziemlich prominent war, darf vermutet werden. Dafür spricht zum einen, dass Werner Eyl ihn 1928 in seinem Aufsatz über die "geschichtlichen Stätten in Wald" namentlich erwähnt, und zum anderen, dass die Walder Kinder der 1920er/1930er Jahre ihn mit einem kleinen Spottvers bedachten:

          "Kirchenküster Kuno Kind kann keine Kirche kehren!"

    Ob dies tatsächlich zutraf, kann auch Hans Joachim Schneider nicht beantworten, der sich mit diesem Walder Original näher beschäftigt hat: Kuno Kind, * 27.02.1880, war 1911-1946 Küster der evangelischen Kirche, die er "min Schmette" nannte. Vor ihm hatte sein Schwiegervater dort als Küster gewirkt. Verheiratet war Kind "mem Rosenkaimersch Hulda", mit der er drei Kinder hatte.

    Kuno Kind war aber nicht nur Kirchendiener, sondern soll auch zur Unterhaltung von Freunden und Fremden beigetragen haben: "Mit seinem kindlichen Gesicht, den roten Backen und den lustigen blau-grauen Augen soll er für manchen Scherz gut gewesen sein. Zusammen mit den Freunden Karl Hubbert, Ernst vom Eigen und Carl Schmitz machte er auch Musik." Eine Zeitzeugin erinnert sich, dass er nach dem Krieg mit seinem Hund in der Schwanenmühle auftrat, wo (zufällig?) auch die KPD ihre Feste feierte. - In Gedichten von Karl Hubbert, verfasst in Solinger Platt, sind Anekdoten über ihn überliefert. Kuno Kind starb in hohem Alter am 26.11.1966. [Schneider]

      Der Name Kind war in Solingen im 17. Jh. schon bekannt. Damals zählte Kind zu den in der Bruderschaft der Schwertschmiede vertretenen Handwerkerfamilien.




    Schleiferdenkmal

    Nicht an die Schwertschmiede, sondern an die Walder Messermacher erinnert das Schleiferdenkmal, geschaffen von Henryk Dywan, das ganz in der Nähe der Walder Kirche steht. Es wurde 1987 eingeweiht. Ein weiteres Standbild desselben Künstlers steht in Solingen vor der Clemenskirche.



    Schleiferdenkmal, Kirchplatz.
     

    Feinarbeit.



    Geschichtliche Wanderungen

    Als 1922 der folgende Text von Max Schmidt erschien, war Wald, heute Stadtteil von Solingen, noch eine selbstständige Gemeinde. Der m.E. auch heute noch interessante Aufsatz vermittelt Einblicke in die Vergangenheit von Wald bis 1920.


    -   Wald   -
    Geschichtliche Wanderungen durch Solingen
    Stadt und Land

    von  Max Schmidt (1922)

    "Das Kirchspiel Wald, das ehemals die jetzige Bürgermeisterei Wald und die Bürgermeistereien Ohligs und Gräfrath mit Ausnahme der Freiheit Gräfrath umfaßte, wird urkundlich zuerst im Jahre 1019 erwähnt. Es bestand damals in der jetzigen Stadtgemeinde Wald schon eine Villa Walda mit Kirche, die dem hl. Sebastian geweiht und der Abtei Deutz unterstellt war. Im Jahre 1517 erhielt die Kirche durch eine Stiftung der Herren von Kaspersbroich eine Vikarie. Durch diese Stiftung erwarb der Rittersitz Kaspersbroich das Recht, bei dem Freiwerden der Stelle den neuen Vikar dem Herzog von Berg vorzuschlagen, der dann auch jeweils den Vorschlag bestätigte.

    Die zu jener Zeit nicht unbedeutenden kirchlichen Einkünfte, die sich zumeist aus den von den Höfen zu entrichtenden Zehnten zusammensetzten, flossen ausschließlich dem Kölner Erzbischof zu, der diese Einnahmen später dem Ursulastift in Köln überwies. Der sogenannte kleine Zehnte oder Sackzehnte mußte noch bis zum Jahre 1804 von den in der jetzigen Gemeinde Wald gelegenen Gütern Mangenberg und Scheid und von den jetzt zur Gemeinde Gräfrath gehörigen, größtenteils schon verschwundenen Gütern Heide, Foche und Eckstumpf an das Ursulastift entrichtet werden.

    Der große Zehnte war dem Ursulastift schon im 12. Jahrhundert entzogen und der Kölner Benediktiner-Abtei zugesprochen worden, die ihn im Jahre 1216 dem Kloster zu Gräfrath überwies, das von da ab auch den Pfarrer zu ernennen hatte.

    Der kleine Zehnte gehörte zu den Einkünften des Vikars des Ursulastifts, der ihn meistens an einen adeligen Besitzer in hiesiger Gegend vermietete, da ihm die Einziehung Schwierigkeiten machte. Im Jahre 1711 war Anton von Mumm ein solcher Pächter des kleinen Zehnten.

    Wiederholt entstanden wegen des Zehnten auch Prozesse. So schwebte im Jahre 1713 ein Prozeß, in dem der Richter Kylmann von Dahl bei Merscheid die Entscheidung fällte; die Akten dieses Prozesses liegen im Düsseldorfer Staatsarchiv.

    Aber nicht nur Streitigkeiten mit dem Zehntengeber kamen vor, sondern auch der Zehntenempfänger kam hin und wieder seinen Verpflichtungen der Kirche gegenüber nicht nach und gab zu Klagen Anlaß. Der Empfänger des kleinen Zehnten hatte die Pflicht, notwendig werdende Reparaturen im hohen Chore der Kirche ausführen zu lassen, während der Empfänger des großen Zehnten, unter dem man die Abgaben der Bewohner des Kirchspiels verstand, für den guten Zustand des Kirchendachs und des Schiffes zu sorgen hatte. Wiederholt wird gewünscht, daß der Zehntenempfänger sich dieser Verpflichtung mehr erinnern möge.

    Zu Anfang des vorigen Jahrhunderts wurden durch Napoleon die Kirchen- und Klostergüter aufgehoben und die Zehntenempfänger abgefunden. Nicht nur die oben genannten Güter, sondern auch die Gönrather Höfe, die zur heutigen Gemeinde Wald gehören und im Besitze der Abtei Altenberg waren, wurden durch diese Maßnahme ihres Abhängigkeitsverhältnisses enthoben."

      Die Säkularisierung erfolgte 1803 durch Herzog Maximilian Joseph, Herzog von Jülich-Cleve-Berg, später König von Bayern. 1809 hob Napoleon die Lehnsgüter durch Verordnung auf.

    "Die kirchliche Geschichte Walds würde nicht vollständig sein, wenn wir nicht der Reformation gedenken wollten. In Wald sowohl wie in Gräfrath hatte die Reformation eine große Zahl von Anhängern gefunden. 1590 war die gesamte Freiheit Gräfrath bereits evangelisch, mit Ausnahme der Klosterbewohner.

    Im Gegensatz zu Gräfrath stellten sich in Wald der neuen Lehre mehr Schwierigkeiten entgegen. Da aber die meisten Bewohner des Kirchspiels Wald dem Pfarrer Wolfferts beim Uebertritt zur evangelischen Lehre gefolgt waren, beanspruchten sie die Kirche als ihr Eigentum; im Religionsvergleich zu Clewe 1672 wurde die Kirche den Evangelischen zugesprochen.

    1818 bauten die Evangelischen an Stelle der alten die jetzige Kirche. Die Katholiken des Kirchspiels besuchten von da ab den Gottesdienst in den Nachbargemeinden, bis im Jahre 1780 die [...] Aebtissin von Poseck am jetzigen Heukämpchen in Wald eine Kapelle errichten und an allen Sonntagen durch einen Klostergeistlichen Gottesdienst abhalten ließ.

    1843 erhielt die katholische Gemeinde wieder ein würdiges Gotteshaus, die jetzige Kirche. Bei dem Neubau der jetzigen evangelischen Kirche, deren Grundstein im Jahre 1818 gelegt wurde, sind die gewaltigen Turmmauern der alten Kirche, die aus dem 12. Jahrhundert stammen sollen, stehen geblieben. Zu diesem Kirchenbau stiftete der damalige König Friedrich Wilhelm III. ein Kapital von 10 000 Talern und außerdem das nötige Holz. Leider - so muß man sagen - wurden die zum Sockel der Kirche nötigen Steine von dem einige Jahre vorher von einem Brande heimgesuchten bergischen Baudenkmale, dem Altenberger Dome, geholt.

    Unter dem Erzbischof Engelbert II., welcher die Verwaltung der Grafschaft Berg von 1218 bis 1225 führte, wurde das Bergische Land in Gerichtsbezirke eingeteilt. So bildete auch das Kirchspiel Wald einen Gerichtsbezirk. Es gehörten dazu die Honnschaften:

    Itter,
    Ketzberg,
    Scheid,
    Limminghofen,
    Barl,
    Bavert,
    Schnittert und
    Gräfrath.

    In noch älterer Zeit dürften in Wald die Herren von Tyvern die Gerichtsbarkeit ausgeübt haben, als deren letzter Arnold von Tyvern genannt wird. Dieser trat 1189 seine gesamten Besitzungen und Recht an den Grafen Engelbert I. von Berg ab und wurde dessen Hausgenosse auf Schloß Burg an der Wupper.

    Später wurde das Amt von einem Rechtskundigen bekleidet, und Wald wurde dem Richter des Amtes Solingen unterstellt. Da in der Zeit von etwa 1670 bis ins 18. Jahrhundert mehrere Richter des Amtes Solingen aus der Familie Kylmann in den Hofstätten 'im Dahl' und zu Gönrath wohnten, wurde dort zeitweise Gericht gehalten, wovon der Volksmund heutzutage noch erzählt. Dem Richter standen der Gerichtsschreiber und vier Scheffen zur Seite.

    Zur Bestätigung hatten die Scheffen neben das Siegel des Richters das Scheffensiegel zu setzen, das in fast allen Gerichtsbezirken den Schutzpatron der Ortskirche darstellte. Das Walder Scheffensiegel zeigte den hl. Sebastian, wie er, an einen Baum gebunden und von Pfeilen durchbohrt, den Märtyrertod erleidet.

    Die Scheffen hatten außerdem auch kleine, aber sehr hübsch ausgeführte persönliche Siegel, die bei besonderen Erklärungen benutzt wurden. So sind uns die Siegel der Scheffen Theis Wundes, Wilhelm Dinger von Gönrath und Wilhelmus Voß vom 16. Dez. 1682 auf Schriftstücken erhalten geblieben.

    In dem Siegel des Wilhelm Dinger sieht man zwischen den Buchstaben W.D. und G. die Dingersche Hausmarke: eine Hirschgeweihstange. Diese Hausmarke ist heute noch in Verbindung mit den Buchstaben W.D. und der Jahreszahl 1688 auf einem Scheunentorbalken des Dingerschen Hauses in Mittelgönrath zu sehen. An einem anderen alten Haus zu Obengönrath sieht man am Oberlicht, in Holz geschnitzt, die Buchstaben v.M. Das dürfte auf die Familie von Märcken zurückgehen, die viele Gerichtsschreiber gestellt hat und sehr angesehen war.

    In der Honschaft Ketzberg, auch wohl die Galgenhonnschaft genannt, lag das Hochgericht des Amtes Solingen. Es befand sich an der Westseite der alten Kohlenstraße, ungefähr da, wo der Weg von 'zum Busche' in diese einmündete. Die Stätte, 'auf dem Galgenbüchel' genannt, bildete eine natürliche Erhöhung auf einem niedrig bebuschten Heide- und Waldboden. So war sie gegen das Jahr 1840 beschaffen, wo auch noch Pfosten zu sehen waren. Der Wald führte den Namen ' Scheidter Irlen'.

    Durch die neuen Verwaltungseinteilungen, die Napoleon im Jahre 1808 vornahm, wurden aus dem Kirchspiel Wald die jetzigen Bürgermeistereien Wald, Gräfrath und Ohligs gebildet. Vom Jahre 1809 bis zum Oktober 1813 stand die Gemeinde unter der Verwaltung des Kaufmanns Johann Wilhelm Linder, der das Amt, ebenso wie seine beiden Nachfolger, ehrenamtlich führte. Ihm folgten Johann Philipp Schramm (bis 1814) und nach diesem der Munizipalrat Johann Peter Dinger (bis 1817). Dann kamen Wald und Ohligs unter gemeinsame Verwaltung, die dem Kaufmann Peter Daniel Köller übertragen wurde; dieser führte sie bis 1837.

    In den unruhigen Kriegszeiten des 18. und zu Anfang des 19. Jahrhunderts hatte Wald unter den Kriegslasten ungeheuer zu leiden. Es kam zu einem Aufstande, der im Jahre 1813 das ganze Bergische Land ergriff. Wer von den Aufständischen, mit einem Gewehr bewaffnet, den Franzosen in die Hände fiel, wurde vor ein Kriegsgericht gestellt und zum Tode verurteilt. Dieses Urteil traf den Wirt Devaranne von Wald und den Tagelöhner Luckenhaus von Poschheide bei Ohligs. Devaranne wurde in Düsseldorf standrechtlich erschossen. An Luckenhaus wurde das Urteil in Solingen vollstreckt; am 3. Februar 1813 wurde er an der jetzigen Alten Kirche auf dem Kirchplatz erschossen.

    In den folgenden Friedenszeiten finden wir in Wald eine ruhige und stetige Entwicklung. Dem Bürgermeister Peter Daniel Köller folgte im Amt Franz von Falderen, der es bis 1848 führte. Dann wurde die Gemeinde drei Jahre lang kommissarisch von dem Hauptmann Strauch verwaltet. Ihm folgte der erste für die Gemeinde Wald allein angestellte Bürgermeister Hammesfahr, ein geborener Walder. Von 1859 bis 1888 lagen die Verwaltungsgeschäfte in den Händen des Bürgermeisters Alvermann, von 1888 bis 1920 in den Händen des Bürgermeisters Heinrich.

    Die Stadt Wald besitzt einen Ehrenbürger, den Kommerzienrat Ruß, welcher im Neuchatel in der Schweiz wohnt; er stammt von Wald und hat seiner Vaterstadt mehrere bedeutende Stiftungen gemacht. An den Vater dieses Ehrenbürgers von Wald, den Hauptlehrer Ruß, bewahrt die Schule in der Altenhoferstraße viele Erinnerungen.

    Wald hat sich in den letzten Jahrzehnten außerordentlich entwickelt. Im Jahre 1816 fand die erste Volkszählung statt, bei der 2767 Einwohner ermittelt wurden. 1861 zählte es nur 6154 Einwohner, während es jetzt mehr als 27 000 aufweist.

    Von den älteren Bauten sind im Herzen von Wald nur noch wenige vorhanden. Die ältesten Gebäude werden sich jetzt wohl am Abhange des Merscheider Höhenzuges im Lochbachtale und im Lehnerhof befinden. Eines der eigenartigsten bergischen Gebäude, das aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts stammt, hat der Lehnerhof in der Nähe der jetzigen Lehnerstraße aufzuweisen.

    Idyllisch gelegene und eine ehrwürdige Vergangenheit aufweisende Gebäude befinden sich im gesamten Lochbachtale und besonders in den Hofstädten Kleinenberg und Büschberg. Unter sinnreichen Sprüchen, die hier an mehreren Häusern in die Querbalken des Hauseinganges eingeschnitzt sind, befinden sich die Jahreszahlen der Erbauung. Aus ihnen geht hervor, daß die Häuser meist um 1650 bis 1700 entstanden sind.

    Aber vor all diesen Zeugen längst vergangener Zeit macht die Entwicklung nicht Halt, die besonders lebhaft einsetzte, als Wald seine Eisenbahn und später auch die Kreisbahn erhielt. Die Aufteilung der alten Güter schreitet immer mehr fort. Fortwährend entstehen neue Fabriken, die von dem Gewerbefleiß der Bewohner ein beredtes Zeugnis ablegen. Keine Gemeinde im oberen Kreise Solingen hat eine derartig vielseitige Industrie wie die Gemeinde Wald. Vorherrschend ist die Solinger Stahlwarenindustrie, insbesondere die Rasiermesserindustrie.

    Wir finden aber weiter bedeutende Fabriken der Schirmbranche, Werkzeugfabriken aller Art, Fabriken für Fahrradteile, Wagenfabriken, Gießereien in Stahl, Eisen und Metall, Axt-, Beil- und Zuckerhauerfabriken. Vertreten sind weiter die Baubeschlagsbranche, die Schloß- und Schlüsselindustrie, die Drahtstift- und Schraubenfabrikation. Es würde zu weit führen, wenn wir jeden Fabrikationszweig anführen wollten; es werden ihrer wohl an die Hundert sein."



    SG-Wald
    Stresemannstraße 14: Das reichverzierte Schieferhaus war früher das Wohnhaus des Geheimen Sanitätsrats Dr. med. Ferdinand August Stratmann (* 1838 in Solingen), der sich 1866 als praktischer Arzt in Wald niederließ.
     
    SG-Wald
    Opferfeldstraße 38/40.


    Gaststätte Zur Linde, Walder Kirchplatz 3, ältestes Gasthaus in Wald, erbaut 1650 von Clemens an der Roster. Es war mehr als 325 Jahre in Familienbesitz.
     

    Portal des früheren Walder Rathauses,
    das seit Jahren zum Verkauf steht.




    Die Walder Honschaften

    Die Schleiferfamilien Mutz haben über viele Generationen in der Honschaft Itter gelebt und gearbeitet. In dem folgenden Zeitungsartikel von "Cl." [E. Clauberg] sind die einzelnen Bezirke (Sohlen) aufgeführt, die in den Jahren 1743-46 zu dieser Honschaft gehörten.

      Was sind Honschaften?


    Rheinische Landeszeitung vom 30. August 1940 (Cl.)


    Honschaft Itter und ihre "Sohlen"

    Über die Lage und den Umfang der ehemaligen Honschaft Itter herrscht noch weitgehende Unklarheit. Wem ist beispielsweise bekannt, daß das eigentliche Kernstück vom 'Wauler Dorp', der Bezirk um die ev. Kirche, zur Honschaft Itter gehört hat?

    Das 'Lagerbuch' [Anm.: entspricht etwa dem heutigen Grundbuch] der Honschaft Itter aus den Jahren 1743-46 gibt alle Ortschaften an, die vor 200 Jahren zur Honschaft Itter gehörten. Es waren folgende:

    Eipaß,
    Buxhaus,
    Fürkeltrath,
    Gütgen (damals meist Kindsgütgen genannt),
    Itter-Bruch,
    Kninsbusch,
    Kotzert,

    Stöcken,
    auf dem Holz,
    'dreug' Itter (Obenitter),
    Mittelitter (Schuhmachersitter),
    Feld,
    Wittkulle
    Deutzer Hof,

    Altenhof,
    Rosenkamp,
    Henshaus,
    Rolsberg,
    Wiedenhof,
    Sonnenschein,
    Bauskotten,

    Strauch,
    Stübben,
    Sorgenhaus,
    In der Delle,
    Adamsfeld,
    Igelsforst und
    Scheuer.

    Alle diese 28 Heimatortschaften blicken also auf ein Alter von mindestens 200 Jahren zurück. Sie wurden in folgende Bezirke (Sohlen) eingeteilt:

    Fürkeltrather-Sohl,
    Holzer-Sohl,
    Kindsgüter-Sohl,
    'droyg' (trockene?) Ittersohl,
    Mittel- oder Schuhmachersitter-Sohl,
    fette Itter-Sohl,
    Felder- und Altenhofer-Sohl.

    Sonderbarerweise gehörte der Ort Eschbach im oberen Ittertal nicht zur Honschaft Itter, sondern zur Honschaft Gräfrath, die sich das Nümmener Tälchen hinauf erstreckte. Die Honschaft Gräfrath darf übrigens nicht mit der 'Freiheit' Gräfrath verwechselt werden.

    [E. Clauberg]


      Sole = Siedlungsplatz eines zu einem Hofesverband gehörigen Hofes, an den die Verpflichtung zur Leistung der grundherrlichen Abgaben und des Vogthafers haftete [Strangmeier 1970 Bd. 2, S. 436]

      Kirchspiel = Pfarrbezirk, Pfarrsprengel [Knaur 1991], Diözese, Parochie [Beckmann]

    Ein weiterer Artikel befasst sich mit den acht Honschaften des Kirchspiels Wald um das Jahr 1689, die ebenfalls in den Kirchenbucheinträgen der Vorfahren vorkommen.


    Rheinische Landeszeitung vom 10. Januar 1939 (tz.)


    Die acht Honschaften des Kirchspiels Wald um 1689

    Das große Landeigentum der Fürsten, Herzöge usw. wurde in früheren Jahren meistens zur 'Kultur' verliehen. So auch das Kirchspiel Wald. Um 1689 mußte es an den Landesherrn dafür Steuern entrichten, die von den damals zum Kirchspiel Wald gehörenden acht Honschaften anteilgemäß nach besonderer 'Steuer Repartitions Tabelle' abzuführen waren. 'Kraft Churfürstlichen Gnädigstem Befehl' wurden diese Beträge je nach Ertrag und Größe der Ländereien der Honschaften jeweilig errechnet. Ueber jede Honschaft war eine solche Steuertabelle vorhanden, die genauen Aufschluß gab, in welcher Höhe von 10.000 Rthlr. bis zu 1 Rthlr. sie an den Abgaben beteiligt waren.

    Als der heutige Stadtbezirk noch das 'Kirspel Wald' genannt wurde, war sein Flächeninhalt und seine räumliche Ausdehnung bei weitem größer als jetzt. Im Norden reichte es bis nach dem Altenfeld, nahe der Wupper zu, im heutigen Gräfrather Bezirk, im Süden bis in die uralte Ortschaft Schnittert, dem heutigen Ohligser Gebiet, und Barl, nach Aufderhöhe zu. Insgesamt umfaßte Anno dazumal das Kirchspiel Wald die acht Honschaften

        Itter,                Limminghoven,
        Gräfrath,             Barl,
        Scheid,               Bavert und
        Ketzberg,             Schnittert.

    Geschichtliches Material über die Einwohner, deren Anzahl und Beschäftigung ist leider nur wenig vorhanden. Neben der Landwirtschaft als Hauptberuf werden sie sich jedenfalls auch schon teilweise mit der Herstellung und dem Vertrieb von Stahlwaren beschäftigt haben.

    Daß man in damaliger Zeit, vor 250 Jahren, auch schon eine sehr genaue Aufrechnung bei einem Steueraufkommen nach Bruchteilen in der Summe errechnete, zeigt sich an einem Tabellenauszug, nach dem das Kirchspiel Wald 100 Rthlr. abzuführen hatte. Davon entfielen auf die

        Honschaft Itter       13 Rthlr. 45 Albus 10 3/4 Heller,
        Honschaft Gräfrath    11 Rthlr. 29 Albus  8 1/2 Heller,
        Honschaft Scheid      10 Rthlr. 39 Albus  3 1/2 Heller,
        Honschaft [Ketzberg]   9 Rthlr. 51 Albus  2     Heller,
        Honschaft Limminghoven 4 Rthlr.  7 Albus    1/4 Heller,
        Honschaft Barl        18 Rthlr. 19 Albus  2 1/4 Heller,
        Honschaft Bavert      18 Rthlr. 44 Albus  2 3/4 Heller,
        Honschaft Schmitter   14 Rthlr.  3 Albus  6     Heller.
        Summa                100 Rthlr.

    Eine andere Aufzeichnung führt uns in das Kirchspiel Solingen, zu dem auch acht Honschaften zählten, und befaßt sich mit dem Gehalt für die Prediger. An der Summe von 119 Rthlr. waren die Honschaften zur Aufbringung wie folgt beteiligt:

        Solingen    23 Rthlr. 22 Albus
        Dorp        15 Rthlr.  8 Albus  6 Heller,
        Balkhausen  12 Rthlr. 18 Albus
        Widdert     14 Rthlr. 32 Albus
        Höhscheid   23 Rthlr.  4 Albus
        Katternberg 22 Rthlr. 54 Albus
        Hackhausen   6 Rthlr.  9 Albus
        Ruppelrath   2 Rthlr. 12 Albus  6 Heller.

    Neben diesen Abgaben waren die Einwohner noch zehntpflichtig, mußten Schatzgelder (Steuer) und Herrenfrüchte abgeben, Hönnergeld zahlen und zu Lichtmeß, zum May und zum Herbst Korn, Gerste, Hafer usw. abführen und teils noch "Herrendienste" leisten.


      Über die alten Münzeinheiten

    Honschaften Solingen und Wald
    Die Honnschaften der Kirchspiele
    Solingen und Wald.
    Karte: Rosenthal 1 S. 56





    Alte Ortsbezeichnungen im ehemaligen Dorfe Wald

    Viele alte Ortsbezeichnungen sind bereits um 1829/30 bei der ersten Katasteraufnahme verlorengegangen. Damals wurde nur ein Teil der meist nur im Volksmund bekannten und überlieferten Orts- und Flurbezeichnungen in das amtliche Kartenmaterial übernommen. Die damaligen Katasterbeamten waren nicht immer mit der Solinger Mundart vertraut, und so erschienen Ortsnamen nicht selten in etwas entstellter Form. Auch dem Topographen Ploennies, der 1715 das umfassende Kartenwerk des Bergischen Landes erstellte, unterliefen solche Ungenauigkeiten.

    Die folgenden alten Ortsbezeichnungen im ehemaligen Dorf Wald und seiner näheren Umgebung veröffentlichte Julius Günther 1937 in einem Zeitungsartikel. Sie stammen aus einem nicht näher bezeichneten Plan über die Aufteilung der Ländereien des Hofes der ehemaligen Abtei Deutz, der hier jahrhundertelang bis zur Aufhebung der Klöster im Jahr 1803 bestanden hat.


    Alter Garten:
    Rechts der Heukämpchenstraße, wo früher die katholische Kapelle stand. Gegenüber lag 1937 das Geschäft Hamacher.

    Am Graben:
    So hieß früher die Poststraße, so genannt nach einem aus dem 'Halfenweyer' kommenden Wasserlauf.

    Auf der Bleiche:
    Zwischen Poststraße und Corinthstraße (hieß 1937 Allmenröderstraße).

    An der Lochstraße:
    Die heutige Locher Straße.

    Backhaus-Platz:
    Rechts des Einganges zur Heukämpchenstraße. Hier stand das Backhaus des Deutzerhofes.

    Erlenhöh:
    Östlich der heutigen Stübbener Straße.

    Großer Hopfengarten:
    Südlich vom Halfenweyerplatz und der jetzigen Opferfelderstraße (1937 Wirtschaft Lelgemann). Der Hopfen erinnert an die Bierbrauerei, die früher auch vielfach im Kleinen betrieben wurde. Dazu wurde der selbstgezogene Hopfen verwendet. Der 'Halfmann' (Pächter) des Deutzerhofes hat vermutlich das Bier für den eigenen Bedarf hergestellt.

    Henshauserhöh:
    Lag an der Henshauser Straße, die vom Halfenweyer in gerader Linie zum Schnittpunkt der heutigen Heukämpchenstraße und Stübbener Straße führt. Letztere war damals ein einfacher Weg.

    Heudelle:
    Ein Banden nördlich davon. Diese Örtlichkeit hat möglicherweise mit der heutigen Deller Straße zu tun.

    Heukämpchen:
    Die jetzige Heukämpchenstraße.

    Hofkamp:
    Untere Hauptstraße, heute Friedrich-Ebert-Straße (1937 hieß sie Göringstraße).

    Im Hofe:
    In der Nähe des ehemaligen Deutzerhofes.

    Im trockenen Weyer:
    Zwei Parzellen neben dem ehemaligen Halfenweyer.

    In der Kaule:
    Zwischen Poststraße und Corinthstraße (1937 Allmenröderstraße).

    Kaulenkamp:
    Südlich der damaligen Solinger Straße (jetzt Dültgenstaler Straße). Großes Gelände auch südlich von Halfenweyer.

    Kreuzfeld und Am Kreuzfeld:
    Größeres Gelände rechts und links der heutigen Wiedenkamper Straße, heute teils Friedhofsgelände.

    Marktplatz:
    Beschreibung von 1937: Die Stelle gegenüber der Kirche, wo die Brunnenstraße abzweigt (das kleine Dreieck vor dem Besitztum Butzmühlen). [Welche Straße gemeint ist, weiß ich derzeit nicht. Eine Brunnenstraße befindet sich heute in Ohligs.] Hier stand auch die Marktpumpe.

    Schmale Höh:
    Parzellen in der Nähe des Walder Rathauses.

    Schweinsmarkt:
    An der Dorfstraße in der Nähe der Kirche und der Heukämpchenstraße.

    Solinger Höh:
    Mehrere Parzellen nördlich vom Halfenweyerplatz an der ehemaligen Solinger Straße, jetzt Dültgenstaler Straße. Der Verkehr nach und von Solingen verlief hauptsächlich durch das Dültgenstal.

    Straucher Erlen:
    Oberhalb des früheren Bahnhofs Wald. Die Bezeichnung 'Am Strauch' war 1937 für diese Stelle noch bekannt (Fabrik Klein.)



    Blick von der Friedrich-Ebert-Straße auf "Linde" und Kirchturm.
     



    Quellen:
  • Eyl, Werner: An geschichtlichen Stätten in Wald. Bergische Heimat 8/1928
  • Günther, Julius: Alte und vergessene Ortsbezeichnungen im ehemaligen Dorfe Wald. Solinger Tageblatt vom 19.08.1937
  • MBGV 12/1915 S. 219
  • Rheinische Landeszeitung vom 10.01.1939 (tz.)
  • Rheinische Landeszeitung vom 30.08.1940 (Cl.)
  • Rosenthal (1967)
  • Rosenthal: Solingen 1. Bd. (1973), 2. Bd. (1972), 3. Bd. (1975)
  • Schmidt, Max (1922) S. 55-58
  • Schneider, Hans Joachim (eMails 07/08/2006)
  • Solinger Tageblatt vom 22.04.2006 und vom 08.07.2008
  • StA Solingen FA1/81

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    2004, zuletzt aktualisiert 28.07.2010