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Eschbach im Ittertal

Der hier wiedergegebene Auszug aus einer Zeitungsnotiz von 1940 bezieht sich auf eine Zeichnung des Geometers Johann Peter Stamm vom 27. September 1775 von der Oben-Ittertaler Ortschaft Eschbach. Leider ist die Zeichnung nicht abgebildet.


Solinger Tageblatt vom 27. Dezember 1940

Eschbach im Ittertal um 1775

"[...] Wie aus ihr hervorgeht, hieß damals die jetzige Eschbachstraße von Buckert bis Eschbach Nachbarenstraße. Von dieser zweigten in Eschbach der Eschbacher Gartenweg, der über den Nümmener Bach und den Bauskotter Teich führte, und der Mühlenweg auf die Bausmühle zu ab. Der Ort Eschbach, dessen Häuser auf der Zeichnung plastisch erscheinen, zählte 1775 vier Häuser, die sich nach und nach zu der heutigen Zahl von 14 Häusern vermehrt haben.

Im größten Eschbacher Hause wohnten damals die Messermacher Gebr. Johann Abr. Bick und Christian Bick. Joh. Abr. Bick erschien am 13.3.1779 vor dem Messermachervogt in Solingen und zeigte einen Kaufbrief von Clemens Motters Erben, aus dem hervorging, daß er deren Erbzeichen SE und SC (ineinander verschlungen) käuflich erworben hatte. Am 16.9.1779 ließen die Brüder gemeinsam mit ihrem Vetter Joh. Peter Bick zu Buxhaus ihr Messerzeichen 'Kanzel mit daraufstehendem Pastor' aus der alten in die neue Zeichenrolle übertragen."


Der Ort Eschbach im oberen Ittertal gehörte nicht zur Honschaft Itter, sondern zur Honschaft Gräfrath, die sich das "Nümmener Tälchen" hinauf erstreckte. [RLZ 30.08.1940]

Nach einem Artikel im SKIB vom 11.05.1901 war das Bauerngut Eschbacherhof, wie die meisten Güter in dieser Gegend, ein Zehntgut des Klosters zu Gräfrath. "Die Großeltern des jetzigen Eigenthümers August Müller lösten im Jahre 1809 die Gerechtsame des Klosters ab."

1860 kam die Hofschaft Eschbach im Rahmen von Grenzkorrekturen von Wald nach Gräfrath. [Rosenthal 2. Bd. S. 254]

Heute befindet sich die Solinger Eschbachstraße im später hinzugekommenen Stadtteil Burg; die hier gemeinte frühere Eschbachstraße ist die Bausmühlenstraße. Geblieben ist der Hofschaftsname Eschbach - in Wald.



 
2004
Blick von der Bausmühlenstraße
in Richtung der Hofschaft Eschbach.
Links der ehemalige Bauskotten



Genealogisches

  In Eschbach lebten Johannes, Peter und Wilhelm Mutz (getauft 1674, 1677 und 1679), Söhne von Wilhelm Mutz zu Kotzert, sowie spätere Generationen.


Quellen:
  • Rheinische Landeszeitung vom 30.08.1940 (Cl.)
  • Rosenthal: Solingen Bd. 2 (1972)
  • Solinger Kreis-Intelligenzblatt vom 11.05.1901 (SKIB)
  • Solinger Tageblatt vom 27.12.1940

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