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Inhaltsübersicht
Solingen
Stadtwappen, Rathäuser


Siegel,  Stadtwappen  und die alten Rathäuser von Solingen

  • Anker und Schwert. Die Symbole von Siegel und Wappen
  • Das neue Stadtwappen der Stadt Solingen von 1935
  • Die Mauerkrone auf dem Solinger Stadtwappen
  • Der heilige Klemens
  • Das Stadtprivileg
  • Die alten Stadtwappen und Rathäuser
  • Straßen- und Ortsbezeichnungen der Gemeinde Dorp im Jahr 1884



  • Das Wappen der Stadt Solingen zeigt in Blau zwei silberne, schräg gekreuzte, gestürzte Schwerter mit goldenen Griffen, mit denen ein goldener Anker verschränkt ist. Über dem Schild eine goldene Mauerkrone mit fünf Zinnentürmen, je mit Durchlass und zwei Zinnen. Das Wappen wurde am 17. Juli 1935 verliehen.


    Stadtsiegel Solingen 1468
    Ältestes Stadtsiegel Solingen 1468.
    Tafel 7 bei Rosenthal 1. Bd.

    Stadtsiegel Solingen 1795
    Wappen Solingen 1630.
    Abb. bei Rosenthal

    Stadtsiegel Solingen 1795
    Stadtsiegel Solingen 1795.
    Abb. 28 bei Rosenthal 2. Bd.



    Anker und Schwert. Die Symbole von Siegel und Wappen

    Das alte, wohl aus dem 14. Jh. stammende Schöffensiegel zeigt den auf einem Postament stehenden heiligen Klemens im Mönchshabit, die Hände segnend erhoben, mit Tiara [= dreifache Krone des Papstes]. (Der Märtyrer St. Klemens ist der Schutzpatron der Solinger Kirche.) Rechts neben ihm das Wappen der Herzöge von Jülich und Berg, in der Mitte des viergeteilten Schildes ein kleiner Schild mit dem Ravensberger Sparren. Links ein mit dem Schaft abwärts gekehrter Anker. Die Umschrift lautet: + s + scabim + in + solingen. Das Siegel ist noch bis um 1800 in Gebrauch gewesen.

    Das älteste bekannte Stadtsiegel [Abb.] hängt einer Altenberger Urkunde vom 10. Januar 1468 an. Das Siegelbild soll ebenfalls den hl. Klemens Romanus darstellen, jedoch nicht mit seinem Ankersymbol, sondern mit einem Werkzeug: dem Stab, mit dem der Heilige Quellwasser geschlagen hat, bzw. dem Meißel als Werkzeug der Steinbrucharbeiter. Die Umschrift lautet: SIGILLUM. OPPIDI. IN. SOLINGIN.

    Im 16. Jh. erscheint ein neues Stadtsiegel mit dem hl. Klemens im päpstlichen Ornat mit dem Patriarchenkreuz auf dem Hirtenstab in der rechten Hand. Die Linke hält einen Stab nach schräg unten. Die Umschrift lautet: SIGILLUM.OPPIDI.IN.SALINGEN. [Rosenthal 1. Bd. S. 124]

    Solingen war inzwischen durch seine hervorragenden Klingen berühmt geworden, und es mag dem Rat der Stadt geboten und dienlich erschienen sein, in Siegel und Stadtwappen auf die Bedeutung der Klingenerzeugung durch die Abbildung zweier Schwerter hinzuweisen. Zugleich verschwand das Bildnis des Kirchenpatrons, erhalten blieb jedoch sein Anker-Symbol. So ist 1630 auf dem Wappen und 1795 auf dem Stadtsiegel der Anker mit den gestürzten Schwertern zu sehen [Abb.].


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    Das neue Stadtwappen der Stadt Solingen von 1935

    Nach dem Städtezusammenschluss von 1929 (auf der Grundlage des Gesetzes über die kommunale Neugliederung des Rheinisch-Westfälischen Industrie-Gebietes) sollte Solingen ein neues Stadtwappen erhalten. Es wurde am 17. Juli 1935 verliehen.

    Die charakteristische Form des Wappens der "alten" Stadt Solingen mit den schräggekreuzten Schwertern, verschränkt mit dem Anker, wurde beibehalten. Mit einer "bereinigenden Überarbeitung" erhielt es gleichzeitig eine fünftürmige Mauerkrone. Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein großes Stadtwappen zur Verwendung "in besonderen Fällen" geschaffen: Seine Bestandteile sind das allgemein gebräuchliche Wappen, zwei Wölfe als Wappentiere und Schildhalter und der Wappenspruch: SOLI DEO GLORIA (Gott allein die Ehre), der oft auf Solinger Klingen angebracht wurde.

    Der Text der Genehmigung:

    "Ich verleihe hiermit auf Grund §§ 11, 117 Abs. 3 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 der Stadt Solingen das Recht zur Führung eines Wappens nach dem dieser Genehmigung beigegebenen Entwurf (großer und kleiner Ausführung).

    Koblenz, den 17. Juli 1935
    (Siegel des Oberpräsidenten der Rheinprovinz)
    Der k.Oberpräsident der Rheinprovinz
    gez. Terhoven.

    Großes Solinger Stadtwappen
    Großes Solinger Stadtwappen seit 1935. Abb. bei Rosenthal 3. Bd. S. 393.
    Die Jahreszahl 1374 bezieht sich auf das Datum des Solinger Freiheitsbriefs vom 23. Februar 1374.




    Die Mauerkrone auf dem Solinger Stadtwappen

    Viele Solinger, die sich bislang nicht mit Heraldik beschäftigt haben, sind der festen und auch naheliegenden Überzeugung, die fünf Türmchen auf dem Solinger Stadtwappen sollten die fünf Städte repräsentieren, aus denen die Großstadt Solingen am 1. August 1929 gebildet wurde. Dies waren Solingen, Gräfrath, Wald, Höhscheid und Ohligs.

    Diese (auch in der lokalen Literatur vertretene) herrschende Überzeugung schlug sich auch in einem Ansinnen der Burger Bürger nieder, die das Wappen gern mit einem weiteren Türmchen für ihren 1975 hinzugekommenen Ortsteil Burg versehen haben wollten. Darüber berichtete das Solinger Tageblatt am 7. Dezember 1978:


    Solinger Tageblatt vom 7. Dezember 1978


    Noch einen Zacken in die Krone?
    Bürger wünschen sechstes Türmchen auf Stadtwappen

    Von Wolfgang Koch

    Unterricht in Geschichte und Wappenkunde wird heute dem Haupt- und Finanzausschuß zuteil. Es soll darüber beraten werden, ob dem Anliegen Burger Bürger nachgekommen werden kann, das Solinger Stadtwappen mit einem sechsten Mauerkrönchen zu verzieren. Die Burger Bezirksvertretung, die schon in der letzten Ratssitzung durch ihren Vorsteher Gerd Schumacher die Benachteiligung des neuen Solinger Stadtteils beklagte, wird sich wohl schon heute mit einer Abstimmungsniederlage abfinden müssen.

    Das Solinger Wappen, 1929 nach dem Städtezusammenschluß kreiert, zeigt fünf Krönchen, von denen man gemeinhin annahm, daß sie Symbol für die fünf Gemeinden seien. Diese Version, so eruierte das Hauptamt in einer Fleißarbeit, stimmt mitnichten. Eine sorgfältige Prüfung der Entstehungsgeschichte des Wappens hat ergeben, daß "unter der römischen Stilisierung im Ersten Französischen Kaiserreich die Mauerkronen Teile des Wappens waren."

    Das preußische Heroldsamt hatte um 1880 die Mauerkronen als einen unerläßlichen Bestandteil von Stadtwappen angesehen, wobei den Kommunen mit mehr als 10 000 Einwohnern fünf Zacken und den kleinen Gemeinden nur drei Krönchen zugebilligt wurden.

    Schon 1935 wurde der damalige Solinger Oberbürgermeister Dr. Dr. Otto beim Hauptstaatsarchiv vorstellig, um die Symbolhaftigkeit der fünf Städte (= fünf Kronen) in die Verleihungsurkunde festschreiben zu lassen. Diesem Begehren wurde nicht stattgegeben, hatte doch der bedeutendste zeitgenössische Heraldiker - ein gewisser Professor Hupp - Schleißheim - auf die gute alte heraldische Tradition hingewiesen.

    In jüngster Zeit hat sich auch der Kultusminister von Nordrhein-Westfalen mit heraldischen Problemen beschäftigt und festgestellt, daß Schilderbekrönungen und Helmzieren nur schmückendes Beiwerk sein können.

    Das Hauptstaatsarchiv, um Rat angegangen, meinte jetzt, wenn schon sechs Türmchen gewünscht würden, dann könnten diese nur "direkt in das Wappen ohne Mauerkrone" aufgenommen werden. Eine gerade Zahl von Türmen widerspreche aber den Hauptregeln der Heraldik.

    Die Verwaltung, die es beim alten Wappen belassen möchte, in grenzenlosem Optimismus: "Es würde ein Präzedenzfall geschaffen, der bei zukünftigen Gebietsreformen der zu erwartenden Turmreihe einen Zahnradcharakter geben würde."


    Wappen Solingen

    Welche Entscheidung 1978 gefallen ist, zeigt das heutige Stadtwappen mit seinen nach wie vor fünf Türmchen, die nichts weiter bedeuten sollen, als dass Solingen eine Großstadt ist. (Übrigens: Die Kleinstädte Gräfrath, Wald, Ohligs und Burg hatten jeweils nur drei "Zacken" in der Krone.)

    Und hier ist die Stellungnahme von offizieller Seite vom Nachrichtendienst des Deutschen Gemeindetages aus dem Jahr 1940, die sich u. a. auf die Einschätzung des renommierten Heraldikers Prof. Otto Hupp (1859-1949) aus Schleißheim bei München beruft:


    Nachrichtendienst DGT, 21. April 1940


    369. Mauerkronen auf Städtewappen.

    Die Mauerkrone (corona muralis) ist kein Bestandteil alter Städtewappen. Sie verdankt erst den klassizistischen Neigungen der neueren Zeit ihre heraldische Verwendung, als Begriffe des Klassischen Altertums wieder in den Mittelpunkt des geistesgeschichtlichen Interesses traten. Ursprünglich war sie ein kriegerisches Ehrenzeichen, das demjenigen aus Goldblech auf das Haupt gesetzt wurde, der bei Eroberung einer Stadt als erster deren Mauern bestiegen hatte.

    Unter dem bewußt römisch stilisierten Ersten Französischen Kaiserreich kamen Mauerkronen bei Städtewappen in Mode und wurden geradezu in ein festes System gebracht, das Größe und Bedeutung einer Stadt für die jeweilige Ausführung der Mauerkrone rangmäßig berücksichtigt.

    Auch das damalige Preußische Heroldsamt hat während der Zeit seines Bestehens die Mauerkrone als unerläßlichen Bestandteil von Städtewappen angesehen. Städte mit mehr als 10 000 Einwohnern erhielten fünftürmige, kleinere Städte dreitürmige Mauerkronen, so 1888. Schließlich hat der letzte Kaiser bei der Ausgestaltung der Mauerkrone mehrmals persönlich eingegriffen (1893 und 1914).

    Von Seiten der Fachheraldiker (u. a. Prof. Hupp - Schleißheim, dem bedeutendsten zeitgenössischen Heraldiker) ist die Mauerkrone indessen schon in den Jahrzehnten vor dem Weltkrieg abgelehnt worden, da sie mit guter alter heraldischer Tradition nichts zu tun hat, sondern lediglich modernes schmückendes Beiwerk ist.

    Unter Berücksichtigung dieses Sachverhalts und in dem Bestreben, in stärkerem Maße als bisher die strengen Regeln aus der Blütezeit der Heraldik für die Beurteilung von neuen Gemeindewappen zu beachten, hat der Generaldirektor der Staatsarchive bereits 1932 in einer allgemeinen Verfügung an die Preußischen Staatsarchive (A. V. 357) bestimmt, daß von der Verwendung von Mauerkronen, Helmzieren, Schildhaltern usw. in neuen Gemeindewappen in Zukunft abzusehen sei. (Nach einer Mitteilung des Preußischen Geheimen Staatsarchivs.)


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    Der heilige Klemens

    Der hl. Klemens Romanus (Clemens I.) soll der dritte Nachfolger des Apostels Petrus bzw. der vierte Papst der katholischen Kirche in Rom in der Zeit um 88-97 oder 92-101 n. Chr. gewesen sein. Die Quellen sind sich hier nicht ganz einig. Seit dem 1. Jh. war St. Clemens Patron der Solinger Kirchen und seit dem 10. Jh. zugleich Patron der Stadt Solingen. So steht es in Stein gemeißelt.

    Kaiser Trajan, dem Klemens' Wundertätigkeit und zunehmende Popularität missfielen, ließ ihn auf die Halbinsel Chersones (heute Sewastopol auf der Krim) verbannen, wo bereits zahlreiche Christen in den Steinbrüchen Zwangsarbeit verrichten mussten.

    Der Legende zufolge hat Klemens - da den Gefangenen Trinkwasser verweigert wurde - mit Hilfe eines inbrünstigen Gebets und eines klugen Lamms eine Wasserquelle entdeckt, die den quälenden Durst der Gefangenen stillen konnte. Dieses Wunder vermehrte seine Anhängerschaft und die Zahl der Christen auf der Insel. Dies wollte der Kaiser nicht hinnehmen und ließ Klemens mit einem am Hals befestigten Anker ins Meer werfen. Klemens ertrank und wurde fortan als Märtyrer verehrt.


    Martyrium Clemens I   Martyrium Clemens' I,
    Brevier des Martin von Aragon aus dem 15. Jh.
    (Biblothèque Nationale de France)


    Täusche ich mich, oder hat der "Anker",
    von dem Clemens hier ins Wasser gezogen wird,
    die Form eines Schleifsteins?

    Wie dem auch sei - auf Darstellungen erscheint der heilige Klemens mit den Symbolen des Papstes (also Tiara und Stab) bzw. des Märtyrers (Anker). So zeigt es auch das von Henryk Dywan geschaffene St. Clemens-Denkmal, das 1974 anlässlich der 600-Jahrfeier der Stadt Solingen vor der St. Clemens-Kirche an der Goerdelerstraße aufgestellt wurde.

      Über die Clemenskirche in Solingen


    Denkmal   Denkmal


    St. Clemens-Denkmal, Solingen.
    Alle 5 Fotos © 2004 Michael Tettinger

     

    Denkmal   Denkmal   Denkmal  

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    Das Stadtprivileg

    Das Dorf Solingen wurde durch den Freiheitsbrief vom 23.2.1374 zur "Freiheit" erhoben. Dadurch erhielt es Sonderrechte gegenüber den Landgemeinden. Zu verdanken hatte Solingen die neuen Privilegien dem Landesherrn Graf Wilhelm von Jülich-Berg und seiner Gemahlin Anna von Bayern.

    Das Original des Freiheitsbriefes, auch Stadtprivileg genannt, fiel 1535 dem Stadtbrand zum Opfer. "Bruchstücke und Kopien haben dem am 17.4.1560 erneuerten Stadtprivileg zugrundegelegen. Das Stadtprivileg von 1560 ist bekannt, weil der Text in das am 5.7.1596 erneuerte Stadtprivileg aufgenommen wurde." [Rosenthal 1. Bd. S. 117]

    Die erste bekannte Urkunde, die Solingen zweifelsfrei als Stadt bezeichnet, stammt vom 14. April 1420. [Rosenthal 1. Bd. S. 123]

    Das Stadtprivileg von 1596 galt bis 1807, als im Bergischen Land unter napoleonischer Herrschaft per Dekret Bürgermeistereien ("Munizipalitäten") eingerichtet wurden.

    Der Freiheitsbrief wird im Solinger Stadtarchiv aufbewahrt und dem interessierten Publikum manchmal bei Archivführungen gezeigt.


    Solinger Urkunde 1596
      Urkunde vom 5. Juli 1596.
    Mit ihr wurden die Freiheitsprivilegien
    von 1374 erneuert.
    Foto: Stadtarchiv Solingen


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    Die alten Stadtwappen und Rathäuser

    Wappen Dorp 1880

    Wappen Dorp
    1880

    Wappen Wald 1890

    Wappen Wald
    1890

    Wappen Ohligs 1896
    Wappen Ohligs
    1896

    Wappen Gräfrath 1907

    Wappen Gräfrath
    1907

    Siegel Höhscheid

    Siegel Höhscheid
    1923

    Wappen Burg

    Wappen Burg
    a.d.Wupper


    Höhscheid führte kein Wappen, sondern begnügte sich mit einem Amtssiegel.



    Jede der Städte bzw. Stadtteile, die nach Zusammenschluss und Eingemeindung die heutige Großstadt Solingen bilden, besaß vor der Städtevereinigung ein eigenes Rathaus. Bis auf das alte Solinger Rathaus sind die Verwaltungsgebäude noch vorhanden und stehen unter Denkmalschutz. Sie werden teilweise schon seit Jahren anderweitig (privat) genutzt.





    Bild-Quelle: © Stadtarchiv Solingen
      Altes Rathaus Solingen,
    Kölner Straße.

    1939/1840 erbaut im schlichten klassizistischen Stil, im Zweiten Weltkrieg zerstört.
    1916 erfolgte der Umzug in das 1863 als städtisches Krankenhaus (heute Potsdamer Straße) erbaute Stadthaus. Nach 1935 wurde zusätzlich ein Teil der erworbenen Firmengebäude von Weyersberg, Kirschbaum & Co. an der Cronenbergerstraße genutzt.




      Rathaus Dorp,
    Rathausstraße.

    1884/1885 erbaut im neoklassizistischen Stil.
    Nachdem Dorp schon 1889 nach Solingen eingemeindet worden war, nutzte ab 1893 das Königliche Bezirkskommando das Rathausgebäude. 1922 verkaufte die Stadt es an die Firma R.A. Herder zur Nutzung als Büro- bzw. Verwaltungsgebäude.

    Verschwunden sind der einstige Aufbau auf dem heute etwas nackt aussehenden "Turm" und das Portal in der Mitte der Gebäudefront.





      Rathaus Wald,
    Friedrich-Ebert-Straße 75/77.

    1891/1892 errichtet als Backsteinbau im Stil der sog. Nordischen Renaissance.
    Nach einem geplatzten Veräußerungsversuch sucht die Stadt Solingen nach einem neuen Käufer (Stand 01/2008).





      Rathaus Gräfrath,
    Wuppertaler Straße 160.

    1907/1908 erbaut nach Entwürfen des Architekten Arno Eugen Fritsche im Stil des Historismus mit Jugendstilelementen.
    Bis zur Städtevereinigung 1929 als Rathaus und dann als Zweigstelle der Stadtverwaltung genutzt, 1954-1989 Klingenmuseum, seit 1996 Museum Baden (Kunstmuseum Solingen).




      Rathaus Ohligs,
    Merscheider Straße 3.

    1890/1891 erbaut im Stil des Neo-Klassizismus mit Neo-Renaissance-Schmuckelementen. Der "Turm" in der Mitte trug früher noch ein Uhrtürmchen.

    Ende 2006 verkaufte die Stadt Solingen das Anwesen mitsamt Amtsgerichtsgebäude und Bürgerhaus an einen privaten Investor, der es - wie schon das ehemalige Höhscheider Rathaus - sanieren und "in denkmalgeschütztem Ambiente" Büroräume entstehen ließ.

      Ehemaliges Ohligser Rathaus im neuen Glanz - Artikel ST 26.06.2009




      Rathaus Höhscheid,
    Neuenhofer Straße 11.

    1892/1893 erbaut in Anlehnung an den neo-klassizistischen Stil.

    2005 wurde es renoviert und mit dem Denkmalschutzpreis gekrönt und dient seither der Werbeagentur des Sanierers als attraktives Domizil.




      Rathaus Burg,
    Solinger Str. 5.

    Erbaut 1889.

    Seit der Eingemeindung von Burg nach Solingen im Jahr 1975 Nebenstelle der Solinger Stadtverwaltung.


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    Straßen- und Ortsbezeichnungen der Gemeinde Dorp im Jahr 1884

    Im Solinger Adressbuch von 1884 sind die Straßen- und Ortsbezeichnungen der einzelnen zum Solinger Bezirk gehörenden Gemeinden aufgeführt. Dorp, damals noch selbstständig, wurde 1889 nach Solingen eingemeindet und ist heute nicht einmal mehr als Stadtteil präsent, wenn man einmal von einzelnen Straßenbezeichnungen und von Dorps ehemaligem Rathaus absieht, das noch immer an der Solinger Rathausstraße steht. Die Straßen und Örtlichkeiten der Gemeinde Dorp sind den Stadtteilen Mitte oder Höhscheid zugeordnet. Nicht alle Ortsbezeichnungen sind heute noch geläufig.

    1884 betrug die Gesamtfläche von Dorp 1.929 Hektar 27 Ar.
    Nach der Volkszählung vom 1. Dezember 1880 lag die Einwohnerzahl bei 11.999 Personen,
    darunter 9.965 Evangelische, 1.838 Katholiken und 196 Dissidenten (Konfessionslose).


    Altenhaus
    I. Balkhausen
    II. Balkhausen
    III. Balkhausen
    Bechershäuschen
    Bertramsmühle
    Birken
    Bismarckstraße
    Bökerhof
    Breitbach
    Brühlerstraße (Brühl)
    Brühlerstraße (Untenweeg)
    Bünkenberg
    Busch
    Clauberg
    Dornsiepen
    Dorperhof
    Eichholz
    Eick
    Erbenhäuschen
    Eulswaag
    I. Feld
    II. Feld
    III. Feld
    IV. Feld
    I. Felderstraße
    II. Felderstraße
    Felsenkeller
    Fleußmühle
    Gasstraße
    Glüder
    Grünenthal
    Grünewalderstraße
    Grunenburg
    I. Hästen
    II. Hästen
    III. Hästen
    Henckelstr.
    Hohnscheid
    Jagenberg
    Im Clauberg
    Irlerstraße (Irlen)
    Kannenbrühl
    Kannenhof
    Kempen
    Kirberg
    Kirschbaumshöhe
      (jetzt Schützenstraße)
    Kirschbaumskotten
    Klingenstr.
      (Hippe I. Feld)
    Königsmühle
    Kohlfurth
    Krahenhöhe
    Lindenbaum
    Maushöhe
    Meigen
    Meigenerbrühl
    Meisenburg
    Neu-Grünewalderstraße
    Obenweeg
    Odenthal
    Papiermühle
    Papiermühlerbach
    Pereskotten
    Petersmühle
    Pfaffenberg
    Potshaus
    Rathausstraße
    Schaberg
    Scharfhausen
    Schlicken
    Schellberg
    Schrodtberg
    Schützenstr.
    Spielbruch
    Städtgesmühle
    Steinsiepen
    Steinstraße (Bock)
    Stöcken
    Stöckerberg
    Sturmsloch
    Theegarten
    Unnersbergerstr.
      (Unnersberg)
    Vockert
    Vockerterbusch
    Wieden
    Wiedenhof
    Wiesenkotten
    Windfeln
    Wüstenhof

    Quellen:
  • Adressbuch Solingen 1884
  • Nachrichtendienst DGT, 21.4.1940
  • Rosenthal: Solingen 1. Bd. (1973), 2. Bd. (1972)
  • Solinger Tageblatt vom 07.12.1978, vom 23.07.2005 und vom 03.11.2007
  • Stadtarchiv Solingen, div.

  • Literaturhinweis:
    Battenfeld, Beate: Rathäuser in Solingen. Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft. Verlag des Bergischen Geschichtsvereins, Solingen 2008.

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    16.01.2003, zuletzt aktualisiert 23.07.2010