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Inhaltsübersicht |
Solingen |
Stadtwappen, Rathäuser |
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Das Wappen der Stadt Solingen zeigt in Blau zwei silberne, schräg gekreuzte, gestürzte Schwerter mit goldenen Griffen, mit denen ein goldener Anker verschränkt ist. Über dem Schild eine goldene Mauerkrone mit fünf Zinnentürmen, je mit Durchlass und zwei Zinnen. Das Wappen wurde am 17. Juli 1935 verliehen. |
![]() Ältestes Stadtsiegel Solingen 1468. Tafel 7 bei Rosenthal 1. Bd. |
![]() Wappen Solingen 1630. Abb. bei Rosenthal |
![]() Stadtsiegel Solingen 1795. Abb. 28 bei Rosenthal 2. Bd. |
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Anker und Schwert. Die Symbole von Siegel und Wappen
Das alte, wohl aus dem 14. Jh. stammende Schöffensiegel zeigt den auf einem Postament stehenden heiligen Klemens im Mönchshabit, die Hände segnend erhoben, mit Tiara [= dreifache Krone des Papstes]. (Der Märtyrer St. Klemens ist der Schutzpatron der Solinger Kirche.) Rechts neben ihm das Wappen der Herzöge von Jülich und Berg, in der Mitte des viergeteilten Schildes ein kleiner Schild mit dem Ravensberger Sparren. Links ein mit dem Schaft abwärts gekehrter Anker. Die Umschrift lautet: + s + scabim + in + solingen. Das Siegel ist noch bis um 1800 in Gebrauch gewesen.
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Das neue Stadtwappen der Stadt Solingen von 1935
Nach dem Städtezusammenschluss von 1929 (auf der Grundlage des Gesetzes über die kommunale Neugliederung des Rheinisch-Westfälischen Industrie-Gebietes) sollte Solingen ein neues Stadtwappen erhalten. Es wurde am 17. Juli 1935 verliehen.
(Siegel des Oberpräsidenten der Rheinprovinz) Der k.Oberpräsident der Rheinprovinz gez. Terhoven. |
Großes Solinger Stadtwappen seit 1935. Abb. bei Rosenthal 3. Bd. S. 393. Die Jahreszahl 1374 bezieht sich auf das Datum des Solinger Freiheitsbriefs vom 23. Februar 1374. |
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Die Mauerkrone auf dem Solinger Stadtwappen
Viele Solinger, die sich bislang nicht mit Heraldik beschäftigt haben, sind der festen und auch naheliegenden Überzeugung, die fünf Türmchen auf dem Solinger Stadtwappen sollten die fünf Städte repräsentieren, aus denen die Großstadt Solingen am 1. August 1929 gebildet wurde. Dies waren Solingen, Gräfrath, Wald, Höhscheid und Ohligs.
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Solinger Tageblatt vom 7. Dezember 1978 Noch einen Zacken in die Krone? Bürger wünschen sechstes Türmchen auf Stadtwappen Von Wolfgang Koch
Unterricht in Geschichte und Wappenkunde wird heute dem Haupt- und Finanzausschuß zuteil. Es soll darüber beraten werden, ob dem Anliegen Burger Bürger nachgekommen werden kann, das Solinger Stadtwappen mit einem sechsten Mauerkrönchen zu verzieren. Die Burger Bezirksvertretung, die schon in der letzten Ratssitzung durch ihren Vorsteher Gerd Schumacher die Benachteiligung des neuen Solinger Stadtteils beklagte, wird sich wohl schon heute mit einer Abstimmungsniederlage abfinden müssen.
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Welche Entscheidung 1978 gefallen ist, zeigt das heutige Stadtwappen mit seinen nach wie vor fünf Türmchen, die nichts weiter bedeuten sollen, als dass Solingen eine Großstadt ist. (Übrigens: Die Kleinstädte Gräfrath, Wald, Ohligs und Burg hatten jeweils nur drei "Zacken" in der Krone.)
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Nachrichtendienst DGT, 21. April 1940 369. Mauerkronen auf Städtewappen.
Die Mauerkrone (corona muralis) ist kein Bestandteil alter Städtewappen. Sie verdankt erst den klassizistischen Neigungen der neueren Zeit ihre heraldische Verwendung, als Begriffe des Klassischen Altertums wieder in den Mittelpunkt des geistesgeschichtlichen Interesses traten. Ursprünglich war sie ein kriegerisches Ehrenzeichen, das demjenigen aus Goldblech auf das Haupt gesetzt wurde, der bei Eroberung einer Stadt als erster deren Mauern bestiegen hatte.
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Der heilige Klemens
Der hl. Klemens Romanus (Clemens I.) soll der dritte Nachfolger des Apostels Petrus bzw. der vierte Papst der katholischen Kirche in Rom in der Zeit um 88-97 oder 92-101 n. Chr. gewesen sein. Die Quellen sind sich hier nicht ganz einig. Seit dem 1. Jh. war St. Clemens Patron der Solinger Kirchen und seit dem 10. Jh. zugleich Patron der Stadt Solingen. So steht es in Stein gemeißelt.
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Martyrium Clemens' I, Brevier des Martin von Aragon aus dem 15. Jh. (Biblothèque Nationale de France) Täusche ich mich, oder hat der "Anker", von dem Clemens hier ins Wasser gezogen wird, die Form eines Schleifsteins? |
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Wie dem auch sei - auf Darstellungen erscheint der heilige Klemens mit den Symbolen des Papstes (also Tiara und Stab) bzw. des Märtyrers (Anker). So zeigt es auch das von Henryk Dywan geschaffene St. Clemens-Denkmal, das 1974 anlässlich der 600-Jahrfeier der Stadt Solingen vor der St. Clemens-Kirche an der Goerdelerstraße aufgestellt wurde.
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![]() St. Clemens-Denkmal, Solingen. Alle 5 Fotos © 2004 Michael Tettinger |
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Das Dorf Solingen wurde durch den Freiheitsbrief vom 23.2.1374 zur "Freiheit" erhoben. Dadurch erhielt es Sonderrechte gegenüber den Landgemeinden. Zu verdanken hatte Solingen die neuen Privilegien dem Landesherrn Graf Wilhelm von Jülich-Berg und seiner Gemahlin Anna von Bayern.
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Urkunde vom 5. Juli 1596. Mit ihr wurden die Freiheitsprivilegien von 1374 erneuert. Foto: Stadtarchiv Solingen |
![]() Wappen Dorp 1880 |
![]() Wappen Wald 1890 |
![]() Wappen Ohligs 1896 |
![]() Wappen Gräfrath 1907 |
![]() Siegel Höhscheid 1923 |
![]() Wappen Burg a.d.Wupper |
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Höhscheid führte kein Wappen, sondern begnügte sich mit einem Amtssiegel. |
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Jede der Städte bzw. Stadtteile, die nach Zusammenschluss und Eingemeindung die heutige Großstadt Solingen bilden, besaß vor der Städtevereinigung ein eigenes Rathaus. Bis auf das alte Solinger Rathaus sind die Verwaltungsgebäude noch vorhanden und stehen unter Denkmalschutz. Sie werden teilweise schon seit Jahren anderweitig (privat) genutzt. |
![]() Bild-Quelle: © Stadtarchiv Solingen |
Altes Rathaus Solingen, Kölner Straße. 1939/1840 erbaut im schlichten klassizistischen Stil, im Zweiten Weltkrieg zerstört. 1916 erfolgte der Umzug in das 1863 als städtisches Krankenhaus (heute Potsdamer Straße) erbaute Stadthaus. Nach 1935 wurde zusätzlich ein Teil der erworbenen Firmengebäude von Weyersberg, Kirschbaum & Co. an der Cronenbergerstraße genutzt. |
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Rathaus Dorp, Rathausstraße. 1884/1885 erbaut im neoklassizistischen Stil. Nachdem Dorp schon 1889 nach Solingen eingemeindet worden war, nutzte ab 1893 das Königliche Bezirkskommando das Rathausgebäude. 1922 verkaufte die Stadt es an die Firma R.A. Herder zur Nutzung als Büro- bzw. Verwaltungsgebäude. Verschwunden sind der einstige Aufbau auf dem heute etwas nackt aussehenden "Turm" und das Portal in der Mitte der Gebäudefront. |
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Rathaus Wald, Friedrich-Ebert-Straße 75/77. 1891/1892 errichtet als Backsteinbau im Stil der sog. Nordischen Renaissance. Nach einem geplatzten Veräußerungsversuch sucht die Stadt Solingen nach einem neuen Käufer (Stand 01/2008). |
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Rathaus Gräfrath, Wuppertaler Straße 160. 1907/1908 erbaut nach Entwürfen des Architekten Arno Eugen Fritsche im Stil des Historismus mit Jugendstilelementen. Bis zur Städtevereinigung 1929 als Rathaus und dann als Zweigstelle der Stadtverwaltung genutzt, 1954-1989 Klingenmuseum, seit 1996 Museum Baden (Kunstmuseum Solingen). |
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Rathaus Ohligs, Merscheider Straße 3. 1890/1891 erbaut im Stil des Neo-Klassizismus mit Neo-Renaissance-Schmuckelementen. Der "Turm" in der Mitte trug früher noch ein Uhrtürmchen. Ende 2006 verkaufte die Stadt Solingen das Anwesen mitsamt Amtsgerichtsgebäude und Bürgerhaus an einen privaten Investor, der es - wie schon das ehemalige Höhscheider Rathaus - sanieren und "in denkmalgeschütztem Ambiente" Büroräume entstehen ließ. |
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Rathaus Höhscheid, Neuenhofer Straße 11. 1892/1893 erbaut in Anlehnung an den neo-klassizistischen Stil. 2005 wurde es renoviert und mit dem Denkmalschutzpreis gekrönt und dient seither der Werbeagentur des Sanierers als attraktives Domizil. |
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Rathaus Burg, Solinger Str. 5. Erbaut 1889. Seit der Eingemeindung von Burg nach Solingen im Jahr 1975 Nebenstelle der Solinger Stadtverwaltung. |
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Straßen- und Ortsbezeichnungen der Gemeinde Dorp im Jahr 1884
Im Solinger Adressbuch von 1884 sind die Straßen- und Ortsbezeichnungen der einzelnen zum Solinger Bezirk gehörenden Gemeinden aufgeführt. Dorp, damals noch selbstständig, wurde 1889 nach Solingen eingemeindet und ist heute nicht einmal mehr als Stadtteil präsent, wenn man einmal von einzelnen Straßenbezeichnungen und von Dorps ehemaligem Rathaus absieht, das noch immer an der Solinger Rathausstraße steht. Die Straßen und Örtlichkeiten der Gemeinde Dorp sind den Stadtteilen Mitte oder Höhscheid zugeordnet. Nicht alle Ortsbezeichnungen sind heute noch geläufig.
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Altenhaus I. Balkhausen II. Balkhausen III. Balkhausen Bechershäuschen Bertramsmühle Birken Bismarckstraße Bökerhof Breitbach Brühlerstraße (Brühl) Brühlerstraße (Untenweeg) Bünkenberg Busch Clauberg Dornsiepen Dorperhof Eichholz Eick Erbenhäuschen Eulswaag I. Feld II. Feld III. Feld IV. Feld I. Felderstraße II. Felderstraße Felsenkeller Fleußmühle Gasstraße Glüder |
Grünenthal Grünewalderstraße Grunenburg I. Hästen II. Hästen III. Hästen Henckelstr. Hohnscheid Jagenberg Im Clauberg Irlerstraße (Irlen) Kannenbrühl Kannenhof Kempen Kirberg Kirschbaumshöhe (jetzt Schützenstraße) Kirschbaumskotten Klingenstr. (Hippe I. Feld) Königsmühle Kohlfurth Krahenhöhe Lindenbaum Maushöhe Meigen Meigenerbrühl Meisenburg Neu-Grünewalderstraße Obenweeg Odenthal Papiermühle |
Papiermühlerbach Pereskotten Petersmühle Pfaffenberg Potshaus Rathausstraße Schaberg Scharfhausen Schlicken Schellberg Schrodtberg Schützenstr. Spielbruch Städtgesmühle Steinsiepen Steinstraße (Bock) Stöcken Stöckerberg Sturmsloch Theegarten Unnersbergerstr. (Unnersberg) Vockert Vockerterbusch Wieden Wiedenhof Wiesenkotten Windfeln Wüstenhof |
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Quellen: Literaturhinweis: Battenfeld, Beate: Rathäuser in Solingen. Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft. Verlag des Bergischen Geschichtsvereins, Solingen 2008. |