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Inhaltsübersicht |
Haan
Alte Häuser und Höfe Einführung / Quellen
Übersicht A-Z |
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Kaiserstraße: Südliche Seite |
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Das Peekshüsken erwähnt Harro Vollmar nur kurz in seiner Sammlung alter Haaner Häuser und Höfe: Nach Angabe des Haaner Heimatforschers Jakob Litsch hat es im heutigen Park Ville d'Eu unter der großen Eiche gestanden, etwa gegenüber den Häusern Kaiserstraße Nr. 5 und 7. Das Häuslein soll Anfang des 20. Jh. abgebrochen worden sein.
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![]() Freistandseiche Kaiserstraße / Ecke Königstraße. Abb. bei Lomberg (1928) |
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![]() Skulptur aus dem Holz der Freistandseiche im Park Ville d'Eu. |
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1430 ist dieser alte Hof im Register zur Abgabe des Vogthafers an das Hildener Ritterhaus Horst erwähnt: "Item de Hege 1 sumberen". |
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Das evangelische Pfarrhaus "An der Hege". |
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Wirklich alt ist das Gebäude nicht, aber dennoch erwähnenswert: Hinter der südlichen Kaiserstraße zwischen Martin-Luther-Straße, Bismarckstraße und Königstraße wurde Haans erstes Krankenhaus errichtet und mehrfach erweitert. August Lomberg berichtet 1928 ausführlich über die Geschichte des damals noch neuen, "aus einem kleineren älteren Teile und einem das Ganze überragenden Erweiterungsbau" bestehenden Krankenhauses: |
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"Nun befand sich in den älteren Räumen ursprünglich eine Entbindungsanstalt für uneheliche Mütter, gegründet im Jahre 1899, die jedoch später von der Behörde geschlossen wurde. Das Grundstück kam dann in den Besitz der Landesbank zu Düsseldorf, blieb aber zwei Jahre lang unbenutzt. Da gelang es den unausgesetzten Bemühungen des Pfarrers Friedrichs, die Steyler Missionsschwestern zu bewegen, das Besitztum zum Zwecke einer Schwestern-Niederlassung anzukaufen. Der Kaufvertrag, auf 65 000 M lautend, wurde am 12. März 1912 vollzogen.
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Dann brach der Erste Weltkrieg aus, und auf Wunsch der Schwestern wurde das Kloster 1914 in ein Kriegslazarett umgewandelt. Es war zeitweise mit 100 Mann belegt. In der späteren Kriegszeit unterhielten die Schwestern hier auch einen Kindergarten insbesondere für Kinder, deren Mütter tagsüber in den Munitionsfabriken arbeiten mussten.
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![]() Das alte Haaner Krankenhaus mit Kapelle. Abb. bei Lomberg 1928 |
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![]() Landesfinanzschule |
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Im Zusammenhang mit dem längst verschwundenen Hof Burbachsberg, der in der Nähe der "Hege" gelegen haben soll, erwähnt Vollmar das bereits 1410 genannte Burbach'sche Haus Kaiserstraße 12, das im 19. Jh. als zweite Haaner Poststation benutzt wurde. Es muss demnach auf dem Gelände der Landesfinanzschule gestanden haben. |
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1851 erhielt Haan die erste eigene Postanstalt, zunächst an der Kaiserstraße 49, dann an der Kaiserstraße 12. Zuvor waren die Postsendungen von Wald (Solingen) aus zugestellt worden. 1879 kam der telegraphische Verkehr hinzu.
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![]() Kaiserstraße mit Kaiserlichem Postamt 1900 (ganz rechts). Bild-Quelle: Stadtarchiv Haan |
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![]() Kaiserstraße mit Postamt nach 1940 (ganz rechts). Bild-Quelle: Stadtarchiv Haan |
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Das Fachwerkhaus "in der Sonne" hat links neben der Post gestanden. Es beherbergte in der ersten Hälfte des 19. Jh. die erste Apotheke von Haan. Heute (2005) hat an dieser Stelle (Kaiserstraße 32) die Commerzbank ihre Geschäftsräume. Ca. 1967 wurde das Haus 'in der Sonne' abgebrochen. |
![]() Das Haus "In der Sonne", rechts daneben das alte Postgebäude. Bild-Quelle: Stadtarchiv Haan |
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![]() Die Post an der Kaiserstraße; links davon - unsichtbar - die Commerzbank. |
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Das schlichte zweigeschossige Schieferhaus wurde 1878 als zweites Haaner Pfarrhaus erbaut. Es wird von der evangelischen Kirchengemeinde genutzt, die darin einen "Eine Welt Laden" sowie eine Suchtberatungsstelle unterhält (Stand 03/2007). |
![]() Evangelische Kirche, Kaiserstraße 38 |
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![]() Haus an der Kirche, Kaiserstraße 40 |
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Links neben der evangelischen Kirche steht das repräsentative Haus Kaiserstraße 46. Das 1900 erbaute zweigeschossige Villengebäude mit markantem Türmchen gehört zum Komplex der einstigen Firma Friedrich Hammerstein. Einer Werbeschrift über die "Gartenstadt Haan (Rhld.)" aus den 1980er Jahren ist die folgende Passage zur Firmengeschichte entnommen: |
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"Die Firmengeschichte der Bettfedernfabrik Friedr. Hammerstein beginnt Ende des 18. Jahrhunderts, als der Seidenweber Daniel Hammerstein eine kleine Weberei in Lohnarbeit und auf eigene Rechnung betrieb. Mitte des 19. Jahrhunderts kam ein Textilwaren-Kleinhandel hinzu.
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Die Generatoranlage der Firma Hammerstein war so leistungsfähig, dass 1895-1906 zusätzlich viele Haaner Handwerksbetriebe mit elektrischem Strom versorgt werden konnten. Außerdem lieferte Hammerstein den Strom für die 1895 eingeführte, damals fortschrittliche elektrische Straßenbeleuchtung.
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Kaiserstraße 46, erbaut 1900. |
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Es gab viele Gaststätten in Haan, insbesondere an der Kaiserstraße. Auch die wohl gegen Ende des 19. Jh. erbauten Steinhäuser an der Kaiserstraße 50 / 52, die im Lauf der Zeit immer wieder gastronomisch genutzt wurden und werden, haben wahrscheinlich von Anfang an diesem Zweck gedient.
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Links die "Restauration zur Krone", Kaiserstraße 52, ca. 1912-1914. Bild-Quelle: Bernd Langensiepen |
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Nach 100 Jahren hat sich die Fassade verändert: Kaiserstraße 52/50, 2004. Links mündet die Turnstraße ein; an der Ecke steht das Haus "An der Eick". |
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Vollmar vermutet das Haus "An der Eick" (Eiche) in der Kaiserstraße 54 und 56.
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![]() Haus "An der Eick" 1979. Foto: Harro Vollmar |
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![]() Das Haus im Jahr 2003 |
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Quellen: |