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Solingen
Solinger Hofschaften     Sonnenschein


Sonnenschein


Sonnenschein
Blick von Sonnenschein über das Ittertal hinweg auf Wald im Sommer 2001

Die zu Solingen-Wald gehörende Ortschaft 'Sonnenschein' liegt oberhalb von Mittelitter unmittelbar an der Stadtgrenze zu Haan in sonniger Lage - wenn sie denn scheint - mit schönem Blick auf Solinger Täler und Hügel. Die Ortschaft war auch Wohnort der Walder Messermacher, die unten an der Itter gearbeitet haben.

Im 18. Jh. gehörte Sonnenschein zur Walder Honnschaft 'Itter'.

1715 ist der Hof 'Sonnenschein' in der topographischen Karte von Ploennies eingezeichnet.
1727 ist in der Bürgerliste von Wald nur Johan Linder als Einwohner genannt.

1898 ist auf der Hofacker-Karte südlich des Hofes Kneteisen (Haan) und südwestlich von Igelsforst eine (ausgedehnte) Örtlichkeit 'Sonnenschein' vermerkt.




Genealogisches

  • 1732 wurde in Sonnenschein, Wald, Hans Peter Mutz geboren als 1. Kind der Eheleute Johann Peter Mutz und (wahrscheinlich) Catharina Vorst.

  • Zwischen 1732 und 1754 werden sieben Kinder von Hans Peter Mutz (und Catharina Vorst?) zu Sonnenschein getauft.

  • 1734 ist Peter Mutz als Schuldner in den Obligationsprotokollen "für das ganze Amt Solingen" vermerkt.

  • 1767 ist im Walder Taufbuch Wilhelm Dörner im Sonnenschein, Kirchspiel Wald, mit seinem Sohn Johann Peter Dörner genannt.

  • Zwischen 1768 und 1777 lassen Wilhelm Röltgen und Catharina Margaretha Mutz in Wald ihre fünf Kinder taufen. Bei den drei ersten Kindern ist als Wohnort 'im Sonnenschein' angegeben, später 'in der Itter'. Auch 1785 wird Wilhelm Röltgen zu Sonnenschein genannt (2. Heirat mit Maria Agnes Wüsteney).

  • 1775 Oct. 24 erscheinen die Eheleute Peter Mutz als Verkäufer eines Erbgütchens. Ankäufer ist Bürgermeister Baus. [Gefunden im HStA Düsseldorf]

  • Am 07.05.1792 wird Johann Wilhelm Mutz in Wald getauft als 5. Kind von Johann Wilhelm Mutz und Anna Christina Weck zu Sonnenschein.

  • Am 30.12.1846 wird Henriette Mutz, Tochter von Benjamin Mutz und Anna Gerdraut Lüttgens getauft. Taufzeugen war u.a. Fuhr; Ewald Weck zu Sonnenschein.



  • Sonnenschein
    Sonnenschein 60, o.J. Bild-Quelle: © Stadtarchiv Solingen
     
    Sonnenschein
    Sonnenschein, 1965. Bild-Quelle: © Christian Kohl

    Wo in der Hofschaft Sonnenschein die Familien Mutz, Dörner und Röltgen lebten, ist nicht überliefert, also auch nicht, ob evtl. ein Bezug zu dem Haus auf der oben links gezeigten undatierten Aufnahme aus dem Solinger Stadtarchiv besteht.

    Sie zeigt nach Auskunft von Christian Kohl (2010) das Haus Sonnenschein 60. Der Teil links auf dem Bild steht noch; er ist heute etwas höher und verschiefert. Auf einer Aufnahme von 1965 ist noch das Fachwerk zu sehen. Der Teil rechts wurde Ende 1944 durch Kriegseinwirkung schwer beschädigt und ist später abgerissen worden; nur die Keller blieben stehen. Rechts im Bild ist der Schatten eines Fachwerkhauses zu sehen, das 1952 - vermutlich auch aufgrund von Kriegsschäden - abgerissen wurde.

    Das Haus erscheint auch auf zwei alten Familienfotos der Familie Kohl:


    Sonnenschein
    Sonnenschein, um 1912/1914. Bild-Quelle: Christian Kohl

    Dieses sehr lebendige Bild von den Bewohnern der Hofschaft Sonnenschein wurde vermutlich um 1912/1914 an dem Teil des Hauses aufgenommen, der rechts auf dem Foto aus dem Stadtarchiv zu sehen ist. Dort führte früher ein Weg in Richtung Ittertal. Der unbekannte Herr mit Kind und Fahrrad trägt eine feldgraue Uniform; der hinter der Deichsel des Karrens sitzende Junge ist wahrscheinlich Karl Kohl (* 1906). In der Bildmitte ist das Fachwerkhaus Sonnenschein Nr. 4 zu erahnen, das 2003 abgebrochen wurde.


    Sonnenschein
    Sonnenschein, um 1906. Bild-Quelle: Christian Kohl

    Dieses Familienfoto dürfte um 1906/1907 entstanden sein. Bei der Dame im Korbstuhl - wahrscheinlich mit dem kleinen Karl Kohl auf dem Schoß - könnte es sich um Amalie Weck handeln - ein Familienname, der auch in der Genealogie der Familie Mutz "zu Sonnenschein" auftaucht.



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    05.03.2006, zuletzt aktualisiert 06.05.2010