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Inhaltsübersicht |
Haan
Alte Häuser und Höfe Einführung / Quellen
Übersicht A-Z |
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Die ehemalige Hofschaft Nachbarsberg (Nabersberg) liegt östlich des Haaner Zentrums, etwa einen halben Kilometer Luftlinie vom Rathaus entfernt. Noch heute stehen dort am Berg zehn alte Häuser fast wie anno dazumal, wenn auch in unterschiedlichem Erhaltungszustand. Zum alten Gebäudebestand zählen die Häuser Nachbarsberg Nr. 18, 24, 28, 30, 33, 35, 38, 39, 41 und 43.
Früher wurde die Hofschaft teilweise mit "Berg", "Am Berg" oder "Aufm Berg" bezeichnet, was die Identifizierung in mittelalterlichen Urkunden nicht gerade erleichtert. Nicht allein wegen der Häufigkeit dieser Ortsbezeichnung, sondern "auch deshalb, weil vielfach zahlreiche Höfe in Sammellisten aufgeführt wurden, ohne den Hauptort zu erwähnen". [Vollmar]
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"In einer lateinischen Urkunde aus dem Jahre 1312, ein sogenanntes Wachszinsigenregister des Stiftes Gerresheim [...] wird unter der Bezeichnung »in parrochia Hagen« (= in der Pfarrei Haan) neben mehreren anderen Haaner Höfen auch »Margareta de Dorsul« aufgeführt. Da auch andere aus der Umgangssprache klar übersetzbare Eigennamen hier nachweisbar ... [lateinisiert] wurden, könnte 'Dorsul' übersetzt werden mit 'Hügel' oder 'Berg' (= dorsum / dorsus im Gegensatz zu etwa mons / montis = hoher Berg oder Gebirge).
Erst in der Hühnerzinsliste des Ritterhauses Horst in Hilden aus den Jahren um 1410 ergibt sich ganz klar die Haaner Lage, denn dort heißt es in der Überschrift wieder »Ymme kirspel van Hayne« (= im Kirchspiel von Haan). Erwähnt werden dann neben vielen anderen Haaner Höfen folgende: »Christiayn upme Berghe« und »Theile Naber« (= Nachbarsberg).
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![]() Nachbarsberg 33. |
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![]() Dahinter: Nachbarsberg 35, früher einmal das Haus der Weberfamilien Ludwig Mutz / Gottlieb Mutz. Nicht alle Häuser wurden "artgerecht" restauriert bzw. modernisiert. |
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Am 15. April 1580 ist die zum Nachbarsberg führende Bergstraße erwähnt. [Vollmar] [Wo?] Diese Straße, die dem westlichen "Anfang" der Kampstraße entspricht, wurde 1975 infolge des kommunalen Zusammenschlusses von Haan und Gruiten umbenannt, und Gruiten durfte seine Bergstraße behalten. |
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"1599 tauchen wieder neue Namen auf mit »Drießberg« und »Vogtsberg«, |
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Nachbarsberg 18, "zweigeschossiges Fachwerkhaus in eigenwilliger Fachwerkonstruktion. Giebel teilweise verbrettert..." [Denkmalverzeichnis] |
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1715 ist in der Ploennies-Karte ein gemeiner Hof "a. Berg" eingetragen. In der Wiebeking-Karte von 1789 steht "Nabersb.".
Mehrere der alten Weberhäuser am Nachbarsberg stehen unter Denkmalschutz, aber auch die Hofschaft in ihrer Gesamtheit. Sie ist im "Arbeitsheft der rheinischen Denkmalpflege 49" des Landschaftsverbandes Rheinland von 1996 als "Denkmalbereich Nachbarsberg" erwähnt: "In der ehemaligen Hofschaft sind im Laufe der Zeit zwangsläufig Veränderungen vorgekommen, so daß heute hauptsächlich Wohnbauten den Charakter der Hofschaft bestimmten. Ställe, Scheunen, Brunnen, Gärten und Wege sind verschwunden oder verändert." |
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Nachbarsberg 30, "zweigeschossiges verschiefertes Fachwerkhaus..." |
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![]() Nordstraße 34, 1956 |
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![]() Gegenüber: ländliche Nordstraße, 1957 |
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Quellen: |