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Über das Bergische Land, seine Geschichte und Gegenwart kann man an vielen Stellen (inzwischen auch im WWW) viel Fundiertes und viel Unterhaltsames nachlesen. Trotzdem sollen auch hier einige Bemerkungen nicht fehlen. Schließlich ist das Bergische Land Schauplatz der meisten Themen, um die es in dieser Webseite geht.



Der "bergische Mensch"

"Wie veranlasst man einen Bergischen dazu, etwas zu tun, das abseits des Erwarteten liegt? Ganz einfach: Indem man sagt: »Es wird wohl nicht zu machen sein.« Dann erwidert der andere: »Warum denn nicht?« und macht es." - Dieser gern zitierte Spruch wäre eine wunderbare Gebrauchsanweisung für "den Bergischen", wäre er nicht zu schön, um wahr zu sein.

Der frühere Bundespräsident und Solinger Walter Scheel soll einmal die typischen Eigenschaften der Bergischen - wenn es sie denn wirklich geben sollte - folgendermaßen beschrieben haben: "Querköpfigkeit. Widerspruchsgeist. Unausrottbarer Hang zum Individualismus. Neigung, den Dingen auf den Grund zu gehen. Bereitschaft, die persönliche Freiheit und die eigene Meinung in jedem Moment und notfalls verbissen zu verteidigen. Eine gewisse Neigung zum Mystizismus." [Merian S. 32] Inwieweit dies zutreffend ist, mag jeder Bergische und jeder, der einen solchen kennt, selbst beurteilen. Ganz von der Hand zu weisen ist diese Charakterisierung wohl nicht.




Geographisches

"Bergisches Land" ist mehr ein historischer als ein geographischer Begriff. Orientierungspunkte für seine geographische Lage sind drei natürliche Grenzen: im Norden die Ruhr, im Westen im Wesentlichen der Rhein und im Süden die Sieg bzw. teilweise darüber hinaus. Im Osten ist die Grenze zugleich diejenige zwischen dem Rheinland und Westfalen. Diese historischen territorialen Grenzen des Bergischen Landes bzw. des einstigen Herzogtums Berg haben sich über Jahrhunderte bis in die Herrschaftszeit Napoleons und die nachfolgende Eingliederung nach Preußen nahezu unverändert erhalten.

Nach 1945 wurde das Bergische Land Bestandteil des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Bergische Stadtkreise sind Düsseldorf, Wuppertal, Solingen und Remscheid. Der Kreis Mettmann zählt zum Niederbergischen. Der Oberbergische Kreis umfasst das Gebiet zwischen Agger und Sieg und den Ostteil des Regierungsbezirks Köln.

Ganz klar sind die Grenzen im allgemeinen Verständnis und im Sprachgebrauch aber keineswegs. Bis 1815 war Düsseldorf die Hauptstadt des Bergischen Landes. Noch heute ist aber sein Zentrum "das industriereiche Wupperviereck, insbesondere die in ihrem Kern aus den beiden Wupperorten Elberfeld und Barmen hervorgegangene Großstadt Wuppertal.

Was im heutigen Sprachgebrauch allgemein als 'Bergisches' und 'Oberbergisches' verstanden wird, deckt sich in keiner Weise mehr mit den geschichtlich gegebenen Grenzen. Ersteres meint nur noch das höher gelegene Kerngebiet, läßt also das gesamte Niederbergische, das westliche Flachgebiet bis zum Rhein und den ganzen südlichen Teil des Bergischen aus. Das sogenannte Oberbergische umfaßt nach heutigem Verständnis nur einen Ausschnitt des höher gelegenen südöstlichen Raumes mit der Stadt Gummersbach als Zentrum. Landschaftlich zwar in das Gebiet des Herzogtums Berg einschneidend, war es politisch ihm nie zugehörend. Es gliederte sich auf in die Grafschaft Homberg und die Herrschaft Gimborn-Neustadt, die zeitweilig den Grafen von Schwarzenberg übertragen war." [Schmidt-de-Bruyn S. 7]




Namensherkunft und Geschichtliches

Damit wäre der letzte Teil der Geschichte schon vorweg genommen. Aber beginnen wir lieber am Anfang.

Das Bergische Land, ursprünglich ein von nur einzelnen Siedlungen unterbrochenes Waldgebiet, gehörte zum Besitz der fränkischen Könige und Kaiser, bis es um 923 an den deutschen Kaiser Heinrich I. abgetreten wurde. Unter seiner Oberhoheit regierten hier im 12. Jh. die Erzbischöfe von Köln und die Grafen von Berg. Ihre Herrschaft dauerte unter wechselnder Erbfolge bis in die napoleonische Zeit.

Die Region soll ihren Namen erhalten haben, als Kaiser Heinrich IV. im Jahr 1101 den einheimischen Grafen Adolf I. mit dem Titel eines Gaugrafen belehnte. Dessen Stammschloss "Burg Berg" stand auf einem kleinen Felsvorsprung am Hang des Bülsberges, der steil in das Flüsschen Dhünn abfällt, etwa 500 Meter flussabwärts vom heutigen Altenberg - heute Gemeinde Odenthal und bekannt durch den Altenberger Dom.

"Den Namen "vom Berge" führten diese Grafen von ihrem Stammschlosse, dem Schlosse Berg, später Altenberg genannt, das auf einer steilen Felshöhe des Dhüntales gelegen war; der Name ist dann auch auf das von ihnen beherrschte Land übergegangen." [Lomberg (1922) S. 42]



 
2012
Altenberg
Standort der mittelalterlichen Burg Berge
auf dem Bülsberg;
Bodendenkmal

Aber warum einfach, wenn's auch komplizierter geht, mag sich der Autor einer heimatkundlichen Zeitungsnotiz gedacht haben, als er über die Ursprünge der Bezeichnung "Bergisches Land" spekulierte. Inwieweit diese komplizierten Ableitungen zutreffen, vermag ich nicht zu beurteilen. Die am Schluss erwähnte Bedeutungserklärung als "Land der Berge" ist natürlich historisch abwegig, obwohl das Land stellenweise durchaus auch ein "bergiges" oder hügeliges ist.


Bergische Wochenpost vom 24. August 1957

Wie entstand der Name Bergisches Land?

Ursprünglich Land der Berchter - Alte Bedeutung ging verloren

Im Bergischen Land. Die ältesten Bewohner unserer Heimat waren Kelten. Die Germanen vertrieben sie westwärts nach dem heutigen Frankreich und England. Der Name der Kelten blieb im Bergischen in dem Wort "Keldagau" erhalten, durch das ganze Mittelalter hindurch, hieß so das Düsseltal. Der von Werden bis zum Düsselbach sich hinziehende Wald hieß "Keltilwald". Kelt = cot = Wald, il = al = groß. Die Kelten waren also die Leute des großen Waldes.

Nach der Vertreibung der Kelten nahmen zunächst die germanischen Tenchterer, dann die Brukterer von unserer Gegend Besitz. Der Name Brukterer lautete ursprünglich "bruktheri"; daraus machten die Römer "Bructeri" oder auch "Bructnarii". Der Wortstamm ist "bruk", althochdeutsch "bruch" = das Bruch, Moorsumpfboden; "bruken" = Ackerbau treiben.

  Alte Flurbezeichnungen

Das Wort kennzeichnet die Bewohner, die sich unter den germanischen Stämmen durch Ackerbau auszeichneten; "Bruktheri" heißt Ackerbauvolk, "Bruktwairos" Ackerer. Dr. Kessel erklärt in seiner Schrift "Der Keldagau" den Namen des Bergischen Landes daraus, daß aus "Borukt" oder "Borakt" der Volksname "Borchtergo", "Bioctsrer", "Bercterer" Berchter entstanden ist, also das Land der Berchter.

Für diese Erklärung spricht, daß im 9. Jahrhundert der Ausdruck "Bructerergau", "pagus botergo" und "pagus borctra" gebraucht wurde und im 10. Jahrhundert "Borchtergot-Land". Allerdings mag diese ursprüngliche Bedeutung vergessen worden sein, als man sich daran gewöhnte, nach dem Grafen von der Berg an der Dhünn das Land das "Bergische Land" zu nennen. Gewöhnlich wird ja der Name als "Land der Berge" erklärt. Doch scheint diese topographische Erklärung nicht ursprünglich zu sein.


Diesem Irrtum erlag auch der Topograph Erich Philipp Ploennies in den Erläuterungen zu seiner "Topographia Ducatus Montani" von 1715, der ersten Landaufnahme des Herzogtums Berg, die er in der Regierungszeit des Kurfürsten Johann Wilhelm II. anfertigte:

"Woher dieses herzogthumb Berg seinen nahmen bekomen habe, ist leicht zu erachten, sintemahl dasselbe bey nah aus lauter Bergen bestehet, obgleich einige flächen nechst dem Rhein auch darin anzutreffen sindt, so ist doch der gröste theil des landes, wie gemeldet, mehrentheils berge, und zwar solche, die in wahrheit nicht klein zu nennen sindt; [...]"  [Ploennies S. 36]


1133 verlegte Adolf I. seinen Stammsitz zur neuen Burg an - oder besser: über - der Wupper gelegen, oberhalb des gleichnamigen Örtchens, das seit 1975 ein Stadtteil von Solingen ist. Er nannte seinen neuen Sitz "Neuenberg", während die alte Burg Berg nun "Altenberg" hieß.

Bedeutender Gebietszuwachs kam unter Graf Engelbert I hinzu: Elberfeld, Hilden und das Freigut Düsseldorf. Zeitweise übten die Kölner Erzbischöfe Einfluss auf die Grafschaft aus.

Nach 1288   änderten sich die Machtverhältnisse im Anschluss an die Schlacht von Worringen, in der die Truppen des Herzogs von Brabant, der Grafen von Berg, Mark und Jülich sowie Kölner Bürger die Soldaten der Grafen von Geldern, Luxemburg und Nassau sowie des Kölner Erzbischofs schlugen.

Unter Graf Adolf V. wurde Düsseldorf Hauptstadt des Bergischen Landes.

1348   starb mit Adolf VI. der letzte Graf Berg, und das Haus Jülich trat das Erbe an.
1380   wurde die Grafschaft Herzogtum.
1511   erbte das Haus Kleve Jülich und Berg.

1609   erlosch auch diese Linie mit dem Tod des letzten Herzogs von Berg, Johann Wilhelms I, und zwar auf sehr unrühmliche Art und Weise. Johann Wilhelm I. war in erster Ehe mit der Markgräfin Jacobe von Baden verheiratet gewesen, deren Geist der Sage nach heute noch - aus durchaus gegebenem Anlass - im Düsseldorfer Schlossturm spuken soll.

  Mehr über Jacobe von Baden und Johann Wilhelm I.

Daraufhin kam es zum Erbfolgestreit zwischen Johann Sigismund von Brandenburg und Pfalzgraf Philipp Ludwig von Neuburg, Jacobes Bruder. Spanier auf Neuburgischer und Holländer auf Brandenburgischer Seite verwüsteten das Land.

1614   kamen die Grafschaften Jülich und Berg durch den Vergleich von Xanten zum Haus Pfalz-Neuburg.

1777   wurden die beiden Grafschaften mit Bayern vereinigt.



 
2011
Anders als alle seine Nachfolger wählte Johann Wilhelm II von Pfalz-Neuburg Düsseldorf zu seinem Regierungssitz. Sein 1711 noch zu seinen Lebzeiten von Gabriel de Grupello geschaffenes Reiterstandbild steht auf dem Düsseldorfer Marktplatz - mit kurzer Unterbrechung: Während des Zweiten Weltkrieges war es in einem Gerresheimer Stollen eingelagert.

Am 25.02.1803   wurde durch den Reichsdeputationshauptschluss der geistliche Besitz aufgehoben. Im Bergischen Land geschah dies unter Maximilian Joseph, Herzog von Jülich-Cleve-Berg

  Reichsdeputation, Ausschuß aus Mitgliedern d. Reichsstände des Röm.-Deutschen Reiches. Der letzte u. bedeutendste Beschluß d. R. ist der Reichsdeputationshauptschluß von 1803. Durch ihn wurde ein großer Teil der geistlichen Güter und anderer reichsunmittelbarer Gebiete (Reichsstädte, Reichsritter) aufgehoben und mit ihnen die Fürsten entschädigt, deren Gebiete mit dem linken Rheinufer an Frankreich gefallen waren. [Beckmann]

  Säkularisation, Verweltlichung, bes. die Umwandlung von Bistümern, Stiften usw. in weltl. Besitztümer, z.B. im Dtsch. Reich im Gefolge der Reformation u. durch den Reichsdeputationshauptschluß 1803. [Beckmann]


1806   trat nach 700jähriger Herrschaft der Grafen und Herzöge von Berg der letzte Herrscher, der eben genannte Kurfürst und Pfalzgraf Maximilian IV., das Herzogtum Berg an Frankreich ab. Er erhielt dafür von Napoleon I den Titel eines Königs von Bayern.

1808 ernannte Napoleon das Bergische Land zum Großherzogtum Berg, dessen Gebiet zeitweise bis Münster reichte.

Die folgende Gebietseinteilung ist in der Sammlung der Gesetze und Verordnungen von J.J. Scotti (1822) abgedruckt. Die genannten Städte waren als "Arrondissements-Hauptorte" festgelegt.


Im kaiserlichen Lager zu Burgos den 14. Novemb. 1808.
Territorial-Eintheilung des Großherzogthums Berg

in vier Departemente: des Rheins,  der Sieg,    der Ruhr    u.d. Ems

in 12 Bezirke oder    Düsseldorf   Dillenburg   Dortmund    Münster
Arrondissements:      Elberfeld    Siegen       Hagen       Coesfeld
                      Mülheim                   Hamm        Lingen
                      Essen

in 78 Kantone         26           13           20          19

mit einer Gesammt-
   Bevölkerung von
   878,157 Seelen.    322,284 S.   133,070 S.   212,602 S.  210,201 S.

[Scotti Nr. 3030 3. Teil, S. 1151]

Eine weitere verwaltungsmäßige Einteilung betraf die Renteibezirke.

Zum Renteibezirk Mettmann gehörten 1809 die folgenden Munizipalitäten:

a)   Mettmann, gebildet aus der Freiheit Mettmann und den Honschaften Nieder- und Ober-Schwarzbach, Ober-Mettmann, Diepensiepen und Laubach, Einwohnerzahl insgesamt 3602;

b)   Hubbelrath, bestehend aus den Honschaften Metzkausen, Meyersberg, Schwarzbach, Krumbach, Hubbelrath und Hasselbeck, E. 2059;

c)   Gerresheim, gebildet aus der Freiheit Gerresheim und den Honschaften Ludenberg, Vennhausen (159 E.), Morp, Erkrath (511 E.), Dorp, Unterbach (615 E.) und Broichhausen (232 E.), zus. 3070 E.;

d)   Haan, bestehend aus den Honschaften Millrath (454 E.), Ellscheid, Oberste Honschaft, Mittel-Honschaft, Unterste Honschaft, Grütten (528 E.), Schoeller (241 E.) und Obgrüten (149 E.), zus. 3482 E.

[Strangmeier Sp. 94]

1815   ging das gesamte Gebiet als Teil der Rheinprovinz an Preußen über. Mit der Abtretung an Preußen wurde das Herzogtum Berg in zwei fast gleich große Hälften geteilt. Die südliche Hälfte gehört heute zum Regierungsbezirk Köln, die nördliche zum Regierungsbezirk Düsseldorf. Seit dieser Zeit wird unter dem "Bergischen Land" landläufig diese nördliche "Hälfte" verstanden.

  Die bergischen Landesfürsten




Vier "Wahrzeichen" des Bergischen Landes

Der ursprüngliche Sitz des Stammschlosses derer von Berg ist zugleich Standort eines der bekanntesten Wahrzeichen des Bergischen Landes: Altenberg, wie der Ort seit dem Umzug der Grafen an die Wupper im Jahr 1133 treffend heißt, mit seinem Kloster und dem gotischen Altenberger Dom oder "Bergischen Dom" (Gemeinde Odenthal).

Adolf I hatte seine alte Burg an den Zisterzienserorden aus Morimont verschenkt, in den sein Bruder Eberhard 1121 als Mönch eingetreten war. 1145 wurde das Kloster ins Tal an die Dhünn verlegt, wo auch der heutige "Dom" steht.

Wahrscheinlich noch bekannter und schon vor seiner Wiederherstellung (1890-1914) ein touristisches Ziel und bewährter Veranstaltungsort ist die "neue Burg", Schloss Burg an der Wupper. Es liegt oberhalb des gleichnamigen Städtchens, das vor seiner Vereinigung mit Solingen zu den kleinsten Städten Deutschlands zählte und heute eigentlich mehr Aufmerksamkeit verdienen würde, als es derzeit der Fall ist.

  Über Schloss Burg an der Wupper

   Bilder aus Altenberg und vom Bergischen Dom
   Bilder aus Solingen-Burg an der Wupper


Altenberger Dom
2012   Altenberger Dom, Odenthal
 
Schloss Burg
2012   Schloss Burg, Solingen

Auch die Müngstener Brücke, die Solingen und Remscheid seit 1897 über die Wupper hinweg verbindet, gehört in die Reihe der bekanntesten Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler des Bergischen Landes. 2010 geriet sie wegen unübersehbarer Alterserscheinungen nachhaltig in die örtlichen Schlagzeilen. Die Umgebung der Brücke wurde als Projekt der "Regionale 2006" zum "Brückenpark" umgestaltet. Die Natur ringsum konnte vor der Umgestaltung als "wild-romantisch" beschrieben werden. Heute sind die Wege übersichtlich und auch für weniger geübte Spaziergänger bequem.

Landschaftlich reizvoll liegt auch die 1903 fertiggestellte Sengbachtalsperre in Solingen, die von Anfang an ein beliebtes Ausflugsziel gewesen ist.


Müngstener Brücke
2009   Müngstener Brücke zwischen Solingen und Remscheid
 
Sengbachtalsperre
2002   Sengbachtalsperre, Solingen

  Die Müngstener Brücke
  Die Sengbach-Talsperre



Zum Wappen von Nordrhein-Westfalen

Weißes Pferd auf rotem Grund - das Westfalenross

Mittelalterlichen Sagen zufolge soll Karl der Große dem Sachsenherzog Widukind das weiße Pferd im Wappen verliehen haben, nachdem dieser den christlichen Glauben angenommen hatte: "Widukind führte allzeit ein schwarzes Pferd im Schilde. Kaiser Karl gab ihm danach ein weißes Pferd als Zeichen, dass er sich erleuchtet hatte im Glauben."

1481 nahmen die Erzbischöfe von Köln als Herzöge von Westfalen das weiße Pferd als Wappentier an. Als Nachfolger Widukinds betrachteten sie sich als dazu berechtigt und dokumentierten damit ihren Herrschaftsanspruch über Westfalen. Dort blieb das Sachsenross bis 1803 ein Teil des kurkölnischen Wappens, bis es 1817 in das preußische Wappen für das ehemalige Herzogtum Westfalen kam und 1881 zum offiziellen Wappen der Provinz Westfalen wurde.

Nach der Vereinigung des nördlichen Teils der Rheinprovinz mit Westfalen zum Land NRW wurde das westfälische Wappenbild auch in das neue Landeswappen aufgenommen.





Quellen:
  • Bergische Wochenpost vom 24. August 1957
  • Heinen, Eugen: Der Altenberger Dom. Dortmund (o.J.)
  • Lomberg (1922)
  • Merian: Bergisches Land. Heft 8/ 28. Jg., Hamburg, S. 32 und 92
  • Ploennies Teil 1 (1715)
  • Schmidt-de-Bruyn, Ruth (1983)
  • Scotti 3. Teil (1822)
  • Strangmeier (1950)
  • Veddeler, Peter: Das Westfalenross. Geschichte des Westfälischen Wappens. Münster 1987. Zit. bei: Die NRW-Stiftung 3/2002 S. 10

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