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Kirchenbauten im Bergischen Land
> Solingen |
Gräfrath |
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Ev. Kirche Gräfrath * Klosterkirche / St. Mariä Himmelfahrt * Ev. Kirche Ketzberg * St. Michael * |
![]() Gräfrather Markt 1837, rechts die ev. Kirche. Gemälde von Friedrich August de Leuw. ![]() Neuromanisch umgestaltete Fassade. Bild-Quelle: © Stadtarchiv Solingen ![]() |
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Solingen-Gräfrath, Am Gräfrather Markt 11a (In der Freiheit). Erbaut nach dem großen Brand von 1686, dem das Predigthaus zum Opfer fiel, das bereits 1609 bestanden haben soll. 13.01.1688 Grundsteinlegung. (?) Ende 1688 Einweihung. Entwurf: Lehrer Caspar BÜRICH, Gräfrath. Schlichter Saalbau im Renaissancestil mit steilem Walmdach und sechseckigem Turm auf zwiebelförmigem Unterbau. Drei Fenster-Achsen. Bis in die 2. Hälfte des 19. Jh. halbkreisförmiger Scheibengiebel mit Uhr und zwei seitlichen Fenstern. Eine der wenigen reformierten Kirchen, die nach den Friedens- und Religionsverträgen von 1666 und 1672 neu errichtet wurden. 1698 Stiftung eines Kanzeldeckels von der Gräfrather Junggesellenschaft auf Anraten von Pfarrer Keusenhof. 1722-1724 Gründliche Reparatur. 1820 Reparatur wegen starker Beschädigungen in den Befreiungskriegen. Ab 1853 bis vermutlich 1861, zur Zeit des Gräfrather Augenarztes Hofrat Dr. de Leuw, wurden hier "englische Gottesdienste" für dessen Patienten abgehalten. 1887 Renovierung; Erneuerung des Dachreiters. 1896 Einbau von zwei großen bunten Glasfenstern. Das Gebäude erhielt eine neoromanische Schmuckfassade. 1922 Renovierung. 1937/1939 Grundlegende Restaurierung und Umgestaltung. Architekt: Otto SCHÖNHAGEN, Koblenz. 1952 / 1960 Restaurierung und Umbau. "Wurde von den 'Zutaten' vieler Jahrzehnte befreit." Architekt: FLABB. |
![]() Die Klosterkirche, 1715 skizziert von Ploennies. ![]() Die Pfarrkirche um 1895. Bild-Quelle: © Stadtarchiv Solingen |
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Kath. Pfarrkirche. Solingen-Gräfrath, Klosterhof 6. 27.12.1686 Zerstörung von Kloster und Kirche (romanische Pfeilerbasilika) durch Feuersbrunst. 1690 Wiedererrichtung der Kirche unter Einbeziehung erhaltener Teile. 1717 Erneut Vernichtung einschl. des alten Katharinenaltars durch Brand. Neuerrichtung als barocke Hallenkirche unter Einbeziehung des erhaltenen frühgotischen Westportals. Einschiffiger Gewölbebau, an den sich am Chor, etwas nach Süden gerückt, eine kleine Kapelle aus gotischer Zeit anschließt, die heutige Sakristei. 24.11.1728 Wiedereröffnung der Klosterkirche. 1746 Hochaltar. Barocke Innenausstattung ist erhalten. |
![]() Kirchtreppe mit Klosterkirche. Foto: © M. Tettinger |
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1949 Wiederherstellung nach Kriegsbeschädigungen.
Ca. 1954-1960 umfangreiche Restaurierung durch Restaurator Georg HAUBOLD, Bonn, und Bildhauer Gerhard REIFENSCHNEIDER, Wuppertal. 1959 Innenanstrich in Weiß, Blau und Gold. 1967 Neuer Kreuzweg, geschaffen von dem Solinger Bildhauer Henryk DYWAN. 1983 Renovierung der Außenmauern und Neuanstrich des Turms. 2009 Restaurierung des Innenraums. Architekt: Markus KENKMANN. 29.11.2009 Wiedereröffnung nach Restaurierung. ![]() Teil des frühgotischen Portals |
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Solingen-Gräfrath, Lützowstraße 99.
18.06.1871 Grundsteinlegung. 23.10.1873 Einweihung. 1877 Erste Reparatur am Dachstuhl. 1896 Bau der Friedhofskapelle. 1897 Neuer Anstrich der Pfarrkirche. 1904 Erneute Instandsetzung der Kirche. 1908 Neue Orgel. 1937 Größere Reparaturen. 1950 Neue Orgel. 1998 Inbetriebnahme der neuen Photovoltaikanlage. 2000-2001 Sanierung. |
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Kath. Pfarrkirche. Solingen-Zentral, Schlagbaumer Straße 150. 08.09.1957 Grundsteinlegung. 15.06.1958 Einweihung / erster Gottesdienst. 13.07.1958 Einsegnung. 09.10.1976 Konsekration. Architekt: Bernhard ROTTERDAM. Bauaufsicht: Hubert PATTEN, Solingen-Gräfrath. Prinzip der monumentalen Schlichtheit. Gebäudekomplex aus rot gebrannten Ziegeln gemauert. Großzügige Verwendung von Glas gemäß der damals modernen transparenten Architekturauffassung der 1950er Jahre. 1962 Fertigstellung des freistehenden, ca. 34 m hohen Glockenturms für vier Glocken. 1966 Einbau der Orgel. Buntverglastes Fenster im Chorraum von Georg MEISTERMANN. Ornamentale Buntfenster in der Beichtkapelle und Fenster über der Orgelbühne von Franz PAULY, Köln. Kreuzweg (Reliefarbeit in Bronze), Reliefbild des heiligen Michael, Altarkreuz und Tabernakel sowie das 1979 eingebaute Portal von Kirchenkünstler Egino WEINERT, Köln. Christuskorpus des Altarkreuzes von Bildhauer Wilhelm FÜSSEL, Berlin. Plastik des hl. Vinzenz Palotti in der Beichtkapelle von Prof. Karl BAUER, München. |
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Quellen und weitere Literatur: |