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Kirchenbauten im Bergischen Land > Solingen
Höhscheid, Burg

Martin-Luther-Kirche *
Friedhofskapelle
Dorper Kirche *
St. Josef, Krahenhöhe *
Heimkirche Halfeshof
St. Suitbertus Weeg *
Ev. Kirche Widdert *
St. Mariä Empfängnis *
St. Maria Königin
St. Martinus, Burg
Ev. Kirche Burg *


Martin-Luther-Kirche



Die neue Lutherkirche, um 1901.
Bild-Quelle: © Stadtarchiv Solingen.




 
Ev. Kirche.
Solingen, Kölner Straße.

14.07.1898 Grundsteinlegung für die "Neue Kirche".
31.10.1901 Einweihung.

Architekten: Friedrich Adolf CORNEHLS
und Arno Eugen FRITSCHE.

Neuromanischer Zentralbau. Grundrissform eines lateinischen Kreuzes, Hauptbau umrahmt von Eck-und Vierungstürmen. Rundapsis hinter Altar, großes Stufenportal mit reichem skulpturellen Schmuck. Turmhöhe 85 m.

1914 Umbenennung in "Lutherkirche".

10.12.1939 Wiedereröffnung nach umfangr. Restaurierung.

04./05.11.1944 Schwere Beschädigung durch Sprengung eines Blindgängers.
1949 Beginn grundlegener Reparaturen.
1957/1958 Umfangreiche Innensanierung.

1985 Beginn umfangreicher Außenrenovierungen.
1991 Beginn der Generalsanierung.
1994 Gründung Lutherkirchen-Bauverein e.V.

1998 Beginn weiterer umfangr. Außenrenovierungen.
2003 Gründung der Lutherkirchen-Denkmalstiftung.





 
Friedhofskapelle.
Solingen-Höhscheid, ev. Friedhof.

Entwurf: Arno Eugen FRITSCHE





 
Friedhofskapelle.
Solingen-Dorp, ev. Friedhof.




Dorper Kirche



Dorper Kirche, 1914.   Bild-Quelle: © Stadtarchiv Solingen

 
Ev. Kirche.
Solingen-Dorp, Schützenstraße 161 / Ecke Ritterstraße.

10.03.1913 Grundsteinlegung.
19.05.1914 Einweihung.

Architekt: Arno Eugen FRITSCHE, Elberfeld.

Erbaut in Formen des ausklingenden Jugendstils. Rechteckiger Grundriss mit anliegendem Eckturm für Uhr und drei Glocken. Dreijochige Langhausanlage. An Ost- und Westseite je ein Saal, dazwischen der Kirchenraum. Holzvertäfeltes Tonnengewölbe.





 
04.11.1944 beim Bombenangriff teilweise und anschließend durch Witterungseinflüsse völlige Zerstörung.

1948 Notdürftige Reparatur von Dachstuhl und Dach.

Ab 1949 schlichte Neugestaltung des Innenraums; völlig neu gestalteter Chorraum.

Architekt: Wilhelm SCHRADER.

15.03.1953 Einweihung der wiederhergestellten Kirche.

2004 Wegen Baufälligkeit Gründung des Fördervereins "Initiative Rettung Dorper Kirche e.V."

2005-2008 Umfangreiche Restaurierungen, Veränderungen und Erneuerungen. Ab 2009 soll die Turmsanierung folgen.

2007 Wiedereröffnung.





St. Josef, Krahenhöhe



Krahenhöhe, kath. Kirche mit Schule, vor 1900.
Abb. bei Rosenthal (Detail).

 
Kath. Pfarrkirche.
Solingen-Krahenhöhe, Schützenstraße 109.

19.03.1872 Grundsteinlegung.
30.03.1873 Einweihung.
02.10.1881 Konsekration.

Architekt: August LANGE, Köln.

Neugotischer Stil.

Keine nennenswerten Kriegszerstörungen.




 
02.09.1962 Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau.
28.02.1971 Weihe.

Neubau mit Schieferverkleidung.

Architekt: Kurt FABER.

1975 Renovierung.

Das Portrait im alten Teil der Kirche zeigt Jean-Marie Vianney (1786-1859), Pfarrer von Ars und Schutzpatron aller Priester.

1980 bis 1999 Restaurierungen und Umgestaltung.

1990er Jahre: "Josefsportal",
1998 hölzernes Kruzifix über dem Altar,
beides von dem Solinger Künstler Henryk DYWAN.




Heimkirche Halfeshof



 
Heimkirche des Rhein. Landejugendheims Halfeshof.
Solingen, Meigener Straße.

1910 erbaut.
04./05.11.1944 Zerstörung bei Bombenangriff.
1950 Wiederaufbau.
30.06.1950 Einweihung.

Leitung Wiederaufbau: Oberbaudirektor Dr. Petermeise.





St. Suitbertus Weeg



1949.   Bild-Quelle: © Stadtarchiv Solingen
 
Kath. Pfarrkirche.
Solingen-Weeg, Glockenstraße.

1899 Grundsteinlegung.
21.02.1901 oder 28.10.1901 Einweihung.

Architekt: Heinrich KRINGS, Köln.

Neuromanischer Stil.

Dreischiffige Basilika ohne Querschiff, ohne Apsis und ohne Turm. Dachreiter über dem Eingang.
Altar an der Westseite.
Glocken, geschnitzter Hochaltar, Kanzel mit gewundenen Ecksäulen, Taufbecken, Herz-Jesu-Statue u.a. geschenkt aus der klassizistischen Clemenskirche.

1909 Anschaffung einer Orgel.



 
ZWEITER BAUABSCHNITT:

1929 Erweiterung an der Ostseite um die Breite der Marienkapelle.

1930 Bau des Turms mit Glockenstuhl mit Krone aus Rotkupfer. Neues Portal.

05.10.1930 Einweihung des neuen Glockenturms.

1935 Abnahme der Rotkupfer-Krone des Turms aus baupolizeilichen Gründen und Ersatz durch ein Schieferdach.

1939 Ersatz des geschnitzten Altars durch einen hellen Marmoraltar.

Relativ geringe Kriegsschäden.

1950 Neue Orgel.

1951 Neues Fenster von Glasmaler Heinrich RÖMER.




 
DRITTER BAUABSCHNITT:

Ab 1960 Im Westen wurde der Kirche ein breites Querschiff vorgelagert.
An der Nordwand (Hangseite) umfangreiche Sicherungsarbeiten wegen Verschiebung der Wand um eine Handbreit durch Bombeneinwirkung.

Architekt: Josef LEHMBROCK, Düsseldorf (Neubauteil).

Gestaltung von Altarwand und Beton-Glasfenster: Regierungsbaumeister a.D. Prof. GROOTE, Düsseldorf.

Tabernakel von Hanns RHEINDORF. (?)
Tabernakel (?), Ambo, Priestersitz und neuer Altar von Henryk DYWAN.





Ev. Kirche Widdert



1901.  Bild-Quelle: © Stadtarchiv Solingen
 
Solingen-Widdert, Lacher Straße.

31.08.1866 Grundsteinlegung.
17.02.1869 Einweihung.

Architekt: WECK, Remscheid.

Erbaut nach dem Plan der ev. Kirche in Haan. Ziegelbau.

1877 Fertigstellung des Turms.

1936 Einziehung einer Zwischendecke und Verlegung des Kirchenraums in das Obergeschoss; im Erdgeschoss Gemeindesaal.



 
1959 Umfassende Renovierung und Umgestaltung.

22.02.1959 Einweihung der erneuerten Kirche.

Architekten: SCHIERENBERG und KIND.

  • Vgl. ev. Kirche in Haan von 1864.




  • St. Mariä Empfängnis






     
    Kath. Pfarrkirche.
    Solingen-Kohlsberg, Kohlsberger Str. 4.

    15.10.1865 Benedizierung.

    Neugotischer Hallenstil.

    Architekt: Vinzenz STATZ, Kölner Dombaumeister.

    1872-1784 "Außerordentliche Reparaturen" wegen mangelhafter Bauausführung.
    Verlegung des Dachreiters von seiner alten Stelle (am Übergang des Daches des Schiffes in das des Chores) auf das Portal der Kirche.

    Architekt: August LANGE, Köln.

    1888 Neuer Hochaltar aus der Werkstatt des Bildhauers Johann OFFERMANN, Herzogenrath.
    1890 Einbau der drei farbigen Chorfenster.
    1894 Neue Kanzel aus Eichenholz.

    1899-1901 Umfassende Reparaturen aufgrund der schlechten Bauausführung.

    1904 Vollendung des gotischen Aufbaus des Marienaltars.

    Weitere umfangreiche Reparaturen wegen Feuchtigkeitsschäden im Innern.

    1911 Neue Orgel.

    1912-1915 Erste elektrische Beleuchtung, Neudeckung des Dachs, Gaszentralheizung.

    1935 Maßnahmen zur Isolierung gegen Feuchtigkeit.

    1959-1960 Gründliche Renovierung innen und außen, Neuverputz, Anstrich.





    St. Maria Königin, Widdert



     
    Kath., Filialkirche zu St. Mariä Empfängnis.
    Solingen-Widdert, Börsenstraße / Ecke Weckshof.

    30.09.1956 Grundsteinlegung.
    29.09.1957 Benedizierung.

    Architekt: STÄNDER, Wuppertal.

    1964 Chorfenster von Willy SCHÜRMANN, Solingen-Ohligs.

    1989/1990 Gesamtrenovierung.





    St. Martinus  (ehem. St. Johann),  Burg



    Schloss Burg, davor die Kirche
    mit nach Norden dreiseitig geschlossenem Anbau.
    Zeichnung von Erich Philipp Ploennies, 1715 (Ausschnitt)

     
    Kath. Pfarrkirche, ehem. St. Johann.
    Solingen-Burg, Oberburg.

    Die Kirche soll zurückgehen auf die in der Regierungszeit von Engelbert I (1160-1189) vom Ritterorden der Johanniter errichtete Schlosskapelle.

    Erbaut außerhalb der Festungsmauern,
    dem hl. Johannes geweiht.

    Um 1228 erstmals genannt.

    Im Dreißigjährigen Krieg Zerstörung.

    1648 Erneuerung unter Verwendung des alten Materials.

    Flachgedeckter Saalbau mit dreiseitigem Chorschluss.



     
    1750 Übergang des Patroziniums von den Johannitern auf "Weltpriester".

    1771 Apsis erhält kleinen vierseitigen Turmaufbau.

    1952 Innenrenovierung.
    1960 Abbruch der Sakristei. Instandsetzung.

    1969 neues Chorfenster von Peter HECKER: Anbetung der Dreifaltigkeit. Kurios: Im Mittelfenster hat der Künstler im Halbmond unten rechts die Mondfahrer von 1969 in stilisierter Form dezent eingearbeitet und damit das damalige Zeitgeschehen in die Darstellung mit einbezogen.

    Neue Außentür, Eichenholz, aus der Werkstatt des Bildhauers SAUL. Darstellung der "Werke der Barmherzigkeit" der wohltätigen Johanniter.



     

    Die drei Chorfenster (Collage).


    Man muss schon ganz genau hinschauen.
     

    Detail des Mittelfensters mit Mondsichel.
    Wo sind die stilisierten Astronauten?




    Ev. Kirche Burg



     
    Solingen-Burg, Unterburg, Müngstener Straße 25.

    08.05.1732 Grundsteinlegung.

    1732-1735 erbaut als schmuckloser Saalbau im schlichten bergischen Barockstil.
    Innenausstattung als ev. Predigtkirche.

    1753 Erhöhung des Turms um einige Fuß.
    1786/1787 Erwerb von drei Glocken.
    1787 Vollendung des Turms, gedeckt mit flachem Zeltdach.

    1945 Beträchtliche Schäden infolge Sprengung der nahen Wupperbrücke.

    Ersatz der einstigen farbigen Glasmalerei-Fenster durch einfache Rohglasscheiben.

    1951-1953 Vollständige Restaurierung.

    1952 Freilegung ornamentaler Malerei ("Volkskunst") an Altar und Kanzel, vermutlich aus der Entstehungszeit der Kirche. Renovierung des Orgel-Kanzel-Prospekts; Wiederherstellung im alten Stil.



       Notizen aus der Geschichte von Höhscheid


    Quellen und weitere Literatur:
  • Bauermann (1953)
  • Stadtarchiv Solingen
  • Battenfeld, Beate: 100 Jahre Lutherkirche Solingen (2001)
  • Faltblatt: St. Josef, Krahenhöhe
  • Faltblatt: St. Mariä Empfängnis Solingen-Höhscheid (2002)
  • Festschrift: Einweihung der Dorper Kirche (1914)
  • Festschrift: Hundert Jahre Evangelische Kirchengemeinde Widdert (1965)
  • Festschrift zum 125jährigen Bestehen der kath. Kirchengemeinde und des Kirchenchores 'Cäcilia' Solingen-Höhscheid, Kohlsberg (1990)
  • Webseite: "http://www.evangelisch-dorp.de/Zentren/GeschichteDorperKirche.htm"
  • Zeitungsartikel


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    03.11.2007, zuletzt aktualisiert 20.07.2009