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Kirchenbauten im Bergischen Land > Kreis Mettmann
Erkrath  Ratingen  Wülfrath  Mettmann

Erkrath: St. Johannes der Täufer *
Erkrath: Ev. Kirche *
Erkrath-Hochdahl: Neanderkirche *
Mettmann: St. Lambertus *
Mettmann: Ev. Kirche
Ratingen: St. Peter und Paul *
Ratingen-Homberg: Christuskirche
Wülfrath: Ev. Kirche
Wülfrath-Düssel: St. Maximin *
Wülfrath-Düssel: Ev. Kirche


Erkrath:   St. Johannes der Täufer


Erkrath




Erkrath

Der Taufbrunnen aus Namurer Blaustein (12. Jh.) gehört zur ursprünglichen Ausstattung der Kirche. Er stammt aus einer Werkstatt des Rhein-Maas-Gebietes. Ein ähnlicher Taufstein befand sich z.B. in der alten Haaner Kirche.
 
Kath. Pfarrkirche.
Erkrath, Kirchstraße.

Gegen Ende 12. Jh. erbaut als als dreischiffige romanische Pfeiler-Basilika aus Bruch- und Tuffsteinen.
Vorhanden ist noch der Taufbrunnen aus Namurer Blaustein, Werkstatt des Rhein-Maas-Gebietes.

  Vgl. alte Kirche Haan.

Im 14. Jh. erhielt das Mittelschiff ein gotisches Kreuzrippengewölbe.

Nachträglicher Anbau des wuchtigen Westturms.

1785 Errichtung der heute vorhandenen barocken Schweifhaube nach dem Vorbild des Kirchturms in Ratingen, Gesamthöhe 49 m.

  • Vgl. Ratingen.


  • 1901/1902 Renovierung; Erweiterung um Querschiff, Chorraum und zwei flankierende Osttürme sowie Sakristei

    Architekt: Heinrich RENARD, Kölner Diözesebaumeister.

    27.07.1902 Einweihung.

    1954 Umfangreiche Erneuerungsarbeiten aufgrund erheblicher Schäden an Gewölbe und Mauerwerk. Völlige Neugestaltung des Innenraums. Neue Fenster nach Entwürfen von Leonhard NIENARTIWICZ, Hilden.

    1970 Ambo (Lesepult) und Altarleuchter von Egino WEINERT.
    1974 Gestaltung und Ausmalung wie heute vorhanden.
    2005 Renovierung unter Beibehaltung der letzten Raumgestaltung.





    Erkrath:   Ev. Kirche


    Erkrath
     
    Ev. Kirche.
    Erkrath, Bahnstraße.

    "1683 schenkte die Witwe des Sigismund von Bavir, Freifrau Anna von Bodelschwingh, einen Bauplatz für ein reformiertes Kirchlein, das im Pfarrgarten errichtet, dann zwischen 1828 und 1831 durch die heute noch vorhandene schlichte evangelische Kirche ersetzt wurde."

    1684 Bau der ev. Kirche.
    01.11.1685 Erste Predigt von Johann Heinrich Bongart.



    1821 oder 1828 Bau der heute vorhandenen Kirche.





    Erkrath-Hochdahl:   Neanderkirche


    Erkrath
     
    Ev. Kirche.
    Erkrath-Hochdahl.

    26.07.1903 Grundsteinlegung.
    23.07.1905 Einweihung.

    Architekt: Heinrich PLANGE, Elberfeld.

    Erbaut im Stil von Historismus und Jugendstil, Steine aus dem Neandertal.
    Benannt nach dem Theologen und Kirchenliederdichter Joachim Neander (1650-1680).

    1954 Umbau und Umgestaltung im Inneren.





    Erkrath-Hochdahl:   Antoniuskapelle


    Erkrath
     
    Antoniuskapelle - Schlickumer Kapelle.
    Erkrath-Hochdahl, Schlickumer Weg.

    1506 erbaut als 2. Kapelle für das Gut Schlickum.
    Ziegelbau auf künstlichem Hügel.

    1735 Neubau oder Renovierung der alten Kapelle,
    dabei vermutlich bauliche Veränderungen.

    1963 schenkte der Besitzer des Gutes Schlickum die Kapelle der katholischen Kirchengemeinde Hochdahl.

    1965 gründliche Renovierung.





    Mettmann:   St. Lambertus


    Mettmann
    St. Lambertus um 1900. Bild-Quelle: Stadtarchiv Mettmann

    Mettmann

     
    Kath. Pfarrkirche.

    Im Ursprung eine fränkische Kapelle, die zum Stift Kaiserswerth gehörte.

    12. Jh. Bau einer großen romanischen dreischiffigen Kirche aus Bruchsteinen mit Tuffverblendung.

    Turm und Taufbecken aus dem 12. Jh. erhalten.

    1484 Ersetzung des romanischen Chors durch ein gotisches.

    1703 Einsturz eines Seitenschiffes.
    1705 Einsturz des Hauptschiffes.

    Zwischen verbliebenem Turm und gotischem Chor Bau einer "styllosen" Kirche mit einer auf zwei Säulen ruhenden flachen Eichenholzdecke.

    21.05.1881 Abriss des alten Kirchengebäudes.



    20.06.1881 Grundsteinlegung für den Kircheneubau.
    28.01.1883 Erster Gottesdienst.
    04.07.1894 Konsekration.

    Architekt: Gerhard August FISCHER.

    Neugotischer Stil.

    1950/1960er Jahre Entfernung der neugotischen Innenausstattung.

    1976-1978 Umfassende Renovierungen.




    Mettmann:   Evangelische Kirche


    Mettmann

     
    Ev. Kirche.
    Mettmann, Freiheitstraße.

    21.04.1774 Grundsteinlegung.
    14.12.1780 Einweihung.

    Erbaut als erste reformierte Kirche Mettmanns.

    Steine der verfallenen, von den Mettmannern als Steinbruch genutzten Stadtmauer wurden mit verbaut.

    Barockkirche mit schiefergedecktem Mansardendach und birnenförmiger Turmhaube.

    Schlichte Innenausstattung in gediegenem Eichenholz für Bänke, Täfelung und Galerie.

    Erhalten ist von der ursprünglichen Ausstattung die Kanzel.

    1965 Renovierung. Erneuerung des Gestühls und sonstigen Holzwerks sowie des Fußbodens.




    Ratingen:   St. Peter und Paul


    Ratingen
    St. Peter und Paul mit gotischer Turmhaube, 1715.
    Detail des Stadtpanoramas von Erich Philipp Ploennies.


    Ratingen
     
    Kath. Pfarrkirche.
    Ratingen, Grütstraße 2.

    9. Jh. Vorgängerbau, einschiffige Saalkirche.
    Davor vermutlich an gleicher Stelle ein hölzerner Kirchenbau.

    Um 1150 Steinkirche mit drei Türmen.
    Erhalten sind die beiden Osttürme, vom dritten Turm die unter dem heutigen Westturm liegenden Fundamente.

    Um 1220 Baubeginn des spätromanischen Westturms.

    Um 1276 vermutlich Erweiterung nach Osten, anschließend Abbruch des alten romanischen Teils.



    Ca. 1280-1300 Bau der Hallenkirche in heutiger Gestalt.

    Frühgotischer Bau mit dem verbliebenen romanischen östlichen Turmpaar.

    18. Jh. Zerstörung der gotischen Turmhaube durch Sturm und Blitzschlag; ersetzt durch barocke Schweifhaube.

  • Vgl. Erkrath.


  • 1892-1895 Erweiterung des Langhauses nach Osten.

    1945 Schwere Beschädigungen / Zerstörungen durch Artilleriebeschuss und Luftmine.

    1948 Wiedereröffnung nach Wiederaufbau.





    Ratingen-Homberg:   Christuskirche


    Homberg
     
    Ev. Kirche.
    Ratingen-Homberg, Dorfstr. 6.

    Architekt: Moritz (?) KORN, Düsseldorf
    (der auch als Bauführer für den Archtekten Johannes OTZEN tätig gewesen ist).

    Auftrag: Kopie der im Jugendstil erbauten Velberter Christuskirche.





    Wülfrath:   Evangelische Kirche


    Wülfrath
     
    Evangelische Kirche.
    Wülfrath.

    12. Jh. Vorgängerbau war eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika, Saalkirche mit Rechteckchor.

    Vorhanden sind noch der Turm und das Nordseitenschiff einschl. Scheidemauer zum Mittelschiff.

    Die Kirche war im Mittelalter Zufluchtsstätte für die Wülfrather Bevölkerung.

    Um 1400 Abbruch des romanischen Mittelschiffs, Ersetzung durch einen gotischen Neubau. Die beiden romanischen Seitenschiffe blieben stehen.

    Nach 1500 Abbruch des Südschiffs.
    1524 Spätgotischer Neubau.






    Wülfrath-Düssel:   St. Maximin


    Wülfrath
     
    Kath. Pfarrkirche.
    Wülfrath-Düssel.

    1256 erwähnt;
    Einordnung der ältesten Bauteile ins frühe 12. Jh.

    Romanische Pfeilerbasilika.

    Eine der ältesten kirchlichen Niederlassungen im ehemaligen Amt Solingen. Sie bildete mit den Kirchen von Gruiten, Schöller und Sonnborn die sog. "vier Kapellen".

    1859 Umfangreiche Umbauten und Erweiterung zur dreischiffigen Basilika.

    1863 Abtragung des baufällig gewordenen romanischen Kirchturms; Neubau.

    1888-1889 Umbauten; Neuerrichtung von Querschiff nebst Chorquadrat und Apsis. Erhaltung des romanischen Teils aus Werksandstein.

    Architekt: Gerhard August FISCHER.

    Die Kirche im Dorf Düssel war befestigt, wie es auch in anderen niederbergischen Ortschaften der Fall war, so z.B. in Wülfrath, Gruiten, Schöller oder Langenberg. "Kirche und Kirchhof liegen auf einem Hügel, der ursprünglich wahrscheinlich ganz von einer wehrhaften Mauer umgeben war. Ein Teil dieser Mauer ist an der Nordseite noch vorhanden. [...] Otto Schell weist darauf hin, daß der Meistersinger und Dichter Hans Sachs (1494-1576) von befestigten Friedhöfen als etwas Selbstverständlichem spricht. Man habe vereinzelt sogar auf ihnen Scheunen, Hütten und Stallungen zur Bergung des Viehs in Zeiten der Not angelegt". [Münch, Neuigkeiten, S. 52]





    Wülfrath-Düssel:   Ev. Kirche


    Düssel
    Alte reformierte Kirche in Düssel.
    Nach einer Zeichnung von Willibald Hüdig.

     
    Altes reformiertes Kirchhaus.
    Wülfrath-Düssel, Dorfstraße.

    1781 Bau des ev. Pfarr- und Schulhauses.



     
    Ev. Kirche.
    Wülfrath-Düssel, Dorfstraße.

    1874-1876 erbaut.
    28.07.1876 Einweihung.

    Saalbau mit romanisierenden Schmuckformen.

    März 1945 Brand des Kirchturms infolge Fliegerangriffs.




      Notizen aus der Geschichte von   Erkrath   I  Ratingen   I  Mettmann   I  Wülfrath


    Quellen:
  • Kreis Mettmann (Hrsg.): Neuigkeiten aus alter Zeit. Der Kreis Mettmann und die Geschichte seiner 10 Städte (1991)
  • Klein, Hans: Die Geschichte Hochdahls
  • Festschrift: 100 Jahre Neanderkirche
  • Broschüre: St. Lambertus Mettmann (2000)


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    30.11.2007, zuletzt aktualisiert 01.10.2008