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Inhaltsübersicht |
Haan
Alte Häuser und Höfe |
Alte Haaner Kirche 1
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Der Taufstein und der sogenannte Dariakopf
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![]() Rekonstruktionsversuch (Vollmar): der Haaner Taufstein |
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![]() Der sog. Dariakopf, früher Teil des Taufsteins |
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Steinköpfe in Wittlaer, Erkrath, Mettmann, Köln...
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Wittlaer - St. Remigius
Das Taufbecken in der St. Remigius-Kirche in Düsseldorf-Wittlaer ähnelt der Rekonstruktions-Zeichnung von Harro Vollmar; auch die Köpfe weisen Ähnlichkeiten mit dem Haaner Steinkopf auf, sind allerdings kleiner.
Der Taufstein wird auf das 13. Jh. datiert, der Bildhauer ist unbekannt. Die Maße: max. Höhe ca. 1,05 m, max. Breite 1,20 m, max. Tiefe 1,20 m.
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![]() 2006 Taufstein in der St. Remigius-Kirche in Düsseldorf-Wittlaer. |
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Erkrath - St. Johannes der Täufer
In der kath. Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Erkrath steht ein vergleichbares Taufbecken aus dem 12. Jh., gefertigt aus Namurer Blaustein in einer Werkstatt des Rhein-Maas-Gebietes. Hier blicken die Köpfe etwas freundlicher, sind aber viel einfacher, weniger plastisch und detailreich gearbeitet. |
![]() 2008 Taufbecken aus Namurer Blaustein (12. Jh.) in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Erkrath. |
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![]() 2008 Einer der vier Köpfe am Taufstein in der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Erkrath. |
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Mettmann - St. Lambertus
Am Taufstein in der Lambertuskirche in Mettmann, ebenfalls aus dem 12. Jh., sind die Köpfe vergleichsweise winzig. "Säule und Becken zeigen das Achteck im Grundriß, wie auch der Helm des Kirchturms. Die Achtzahl ist das Symbol der Ewigkeit oder Vollkommenheit. Am oberen Rand des Taufbeckens sind vier Eckköpfe mit einem stilisierten Gesichtsausdruck angebracht. Der Kunsthistoriker Wille aus Wuppertal deutet diese Eckköpfe als ein Symbol der vier paradiesischen Ströme [...] Pison, Gihon, Tigris, und Euphrat: Das aus göttlicher Schöpferkraft quellende Wasser zum Segen aller Geschöpfe."
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Eines der vier schwarzen Köpfchen am Taufstein der Lambertuskirche in Mettmann. |
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| Köln - Antoniterkirche, St. Maria in Lyskirchen, Groß St. Martin |
![]() 2011 Romanischer Taufstein (12. Jh.) in der gotischen Antoniterkirche, Schildergasse |
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![]() 2011 Einer von vier Köpfen am Taufstein in der Antoniterkirche |
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"Bei dem heute im südlichen Seitenschiff [der Antoniterkirche] aufgestellten romanischen Taufstein handelt es sich um eine niederrheinisch-maasländische Arbeit aus Naumurer Blaustein aus dem 12. Jh. An den Seiten befinden sich vier Eckköpfe, die Fabelwesen darstellen. Der Taufstein wurde der evangelischen Gemeinde vom Schnütgen-Museum aus dessen Beständen zur Verfügung gestellt. Seine ursprüngliche Herkunft ist nicht genau geklärt." [Wikipedia] |
![]() 2011 Taufstein in der romanischen Kirche St. Maria in Lyskirchen (teilweise Ende 13. Jh.) |
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![]() 2011 Zwei von acht Köpfen am Taufstein in der Kirche St. Maria in Lyskirchen |
![]() 2011 Taufstein in der romanischen Kirche Groß St. Martin |
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![]() 2011 Einer von vier Köpfen am Taufstein in Groß St. Martin |
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Von ganz anderer Art ist hingegen das reich verzierte achteckige Taufbecken aus hellem Kalkstein in Groß St. Martin (erste Hälfte 13. Jh.). Auch hier sind an vier Ecken stilisierte Köpfe (Löwenköpfe?) angebracht, die anscheinend nur dekorativen Charakter haben. Vermutlich wurde der Taufstein aus der älteren Brigidenkirche übernommen. |
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Zülpich - St. Peter
Über ein weiteres mit dem Haaner Exemplar vergleichbares Taufbecken in der Kirche St. Peter in Zülpich lese ich: "Am oberen Rand des Beckens befinden sich so genannte Neidköpfe, die als Abwehr gegen das Böse dienen sollten." [Webseite 3]
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Die seltsamen Abenteuer des Haaner Steinkopfes
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Schutzpatron Kilian
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"Das Bestehen eines Kilianspatroziniums in Haan wird durch zwei voneinander unabhängige glaubwürdige Quellen nachgewiesen: das 1695 abgeschlossene, nach amtlichen Unterlagen zusammengestellte kirchliche Pfründenregister des J.P. Holthausen und die von J.A. v. Recklinghausen 1818 fixierte örtliche Überlieferung Haans.
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"Kilian ist hier ebenso wenig bekannt wie das römische Märtyrerehepaar. Er kam aus Schottland und hat in der Würzburger Gegend im frühen Mittelalter missioniert. So gilt er gemeinhin als Apostel der Franken. Eine Holzbüste von Tilman Riemenschneider zeigt ihn mit der Bischofsmütze und Krummstab. [...] Es erhebt sich auch hier wieder die Frage, wie Kilian nach Haan gekommen sein mag. Es läßt sich nur vermuten, daß ein in Haan amtierender Pfarrer, der aus dem fränkischen Gebiet stammte, den Anstoß dazu gegeben hat. [...] Kilian ist der Schutzherr der Winzer, wo sie auch wohnen mögen." [Heinson S. 99 f] |
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Die Glocken
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"Sie besteht in der Tat aus arabischen Zahlen, aber diese bedeuten, wie von Archivrat Dr. Günter v. Roden an Ort und Stelle festgestellt werden konnte, nicht 1182, sondern einwandfrei 1542. Die Ausführung der 5 und der 4 entsprechen zwar nicht unserer heutigen Schreibweise, aber dafür umso mehr dem Gebrauch der damaligen Zeit. Eine andere Lesart kommt auch nach dem, was bereits oben über das Aufkommen der arabischen Zahlen gesagt wurde, nicht in Betracht." |
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Arabische Ziffern waren lt. Strangmeier im 12. Jh. bei uns noch nicht in Gebrauch, sondern "diese haben erst um das Jahr 1400 bei uns Eingang gefunden" [S. 32]
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Jahreszahl an der ältesten Haaner Kirchenglocke. Abzeichnung von Dr. Günter v. Roden, Düsseldorf |
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"Die große Glocke (881 kg) [...] trug die Inschrift:
P.I. Momm, P.I. Holthausen, Schullehrer, A. Lüttgen, F. Schmachtenberg, P. Steinberg; J. Büscher; P. Schulten; H. Hecker. Gegossen von Wilhelm Rinker & Söhne von Leun 1824 Rechts [neue Kirche] hing die Mittagsglocke (420 kg) mit der Inschrift:
Neinhaus, Pastor; Mohr; P. Dörner; F.W. Kriekhaus; F.W. Kölker; A. Huhn; P. Gröner; J. König; P. Volkmann; D. Hammerstein; F. Stöcker; K. Lüttgens; W. Benninghoven. Gegossen von W. Rinker aus Elberfeld 1842
Gegossen von W. Rinker von Leun 1824 |
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In den Kirchenneubau wurde 1864 das komplette Geläute mit Glockenstuhl übernommen, zusätzlich die Salvatorglocke, die wie in der alten Kirche außen am Turm als Uhrglocke diente.
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Abtransport der beiden großen Kirchenglocken 1942. Aufschrift: "Evgl. Kirchengemeinde Haan". Bild-Quelle: Ev. Kirchengemeinde Haan |
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Die Gerresheimer Stiftsdamen
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Schädel mit Bronzeband, aufbewahrt in Haus Stöcken. |
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"Langwierige Untersuchungen [...] ergaben die Hypothese, daß es sich bei den Frauen um Angehörige des Gerresheimer Kanonissenstiftes, eines Hochadelsklosters, gehandelt hat. In ein solches Stift gingen seinerzeit die unverheirateten Töchter oder die Witwen des Adels, wobei man keineswegs einer strengen Klosterregel unterlag, sondern sogar relativ frei war und Eigentum halten konnte.
[...] Möglicherweise aber war die Haaner Kirche bereits ... (in der Zeit nach der Gründung des Gerresheimer Stiftes durch den begüterten Adeligen Gerrich in den Jahren um 870) als Eigenkirche in den Besitz des Stiftes gelangt. [...] Es gibt dazu jedoch keinen urkundlichen Nachweis und kann nur vermutet werden. Noch in einer Urkunde aus der Zeit etwa 1218 bis 1231 ist umfangreicher Grundbesitz in Haan und Gruiten für das Stift Gerresheim erfaßt".
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Ein Kopfnischengrab unter der Kirche
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Denkmal
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AN DIESEM PLATZ WURDE DIE ERSTE HAANER KIRCHE ERBAUT UND 935 DURCH ERZBISCHOF WICHFRIED VON KÖLN GEWEIHT. SIE WAR 1589 EINE DER GRÜNDUNGSKIRCHEN DER REFORMIERTEN BERGISCHEN SYNODE. DAS BAUWERK WURDE IM JAHRE 1863 ABGEBROCHEN. Fundamentdenkmal auf dem Alten Kirchplatz: Die Grundmauern der alten Haaner Kirche wurde mit der Pflasterung nachempfunden. Foto: Vollmar |
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Ein Modell der alten Haaner Kirche, das mit den verschiedenen Anbauten den Bauzustand um 1500 wiedergibt, kann im |
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Weiter: Bemerkungen zur mittelalterlichen Geschichte der Siedlung Haan (Harro Vollmar) |
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Quellen: Webseiten: |