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Solingen |
Solinger Hofschaften
Nacken |
![]() Nacken |
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Die frühere kleine Hofschaft Nacken liegt idyllisch im Nacker (Heidberger) Bachtal am Nacker Weg zwischen der Mangenberger Straße im Norden und der Hossenhauser Straße im Süden.
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Bei der mindestens seit dem 15. Jh. unveränderten Ortsbezeichnung "Nacken" handelt es sich lt. Dittmaier um ein "Formwort für Bodenerhebungen". Neben "Nacken bei Solingen" verweist der Autor u.a. auf Voßnacken bei Velbert-Langenberg und Scharpenacken bei Wuppertal-Ronsdorf ("scharf hier wohl in der Bed. schmal." [ZBGV 1956 S. 195] Ein trotz der Kriegszeiten friedlicher Aufsatz über diese Hofschaft und ihre Bewohner erschien im Jahr 1944, wie auch zahlreiche andere informative Artikel zur Lokalgeschichte und Genealogie - sicher nicht zufällig - aus dieser Zeit stammen. |
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Rheinische Landeszeitung vom 20. Februar 1944 Am Nacken Von Paul Herder
"Verträumt in dem stillen Tal des Heidberger Baches liegt die Hofschaft Nacken. [...] Hohe Steintreppen führen zu den Türen der Häuser am Berghang. Abgenutzte Schleifsteine leiten von den Wohnstätten zu den kleinen Kotten. Blinkende Messingpumpen glänzen im Sonnenlicht. Winzige Vorgärten mit blütenbunten Blumenbeeten erfreuen das Auge.
Die Hofschaft Nacken ist eine alte Siedlung im Solinger Bezirk. Wir finden sie zuerst genannt im 'liber decimarum', dem Zehntenverzeichnis der Abtei Altenberg aus dem Jahre 1488. Neben dem Kloster zu Altenberg erhob der Haupthof zu Gönrath ebenfalls eine Abgabe am Nacken.
Die einzige altansässige Familie am Nacken ist die Sippe Herder geblieben. Aus dem Vermerk des vorgenannten Zehntenverzeichnisses [des Heberegisters] geht hervor, daß sie bereits 1684 Besitztum am Nacken hatte. Ob jener genannte und verstorbene Arndt Herder aber am Nacken gewohnt hat, entzieht sich vorläufig noch unserer Kenntnis, ist aber anzunehmen. Vom diesem Zeitpunkt an treffen wir jedenfalls immer Angehörige der Familie Herder am Nacken wieder.
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Unter den zahlreichen Eigentümern bzw. Erben des alten Hauses Nacken 8 erscheint zwar auch der Name Mutz, aber eigentlich verbunden ist es mit der Schwertschmiedefamilie Broch, um die es in dem folgenden Artikel-Ausschnitt hauptsächlich geht.
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Die Heimat, Heft 07/1952. B. [= Brangs] Haus Nacken 8 "Unter den alten Solinger Schwertschmiedefamilien finden wir die Familie Broch (Brogh), die aber auch, wie viele andere Schwertschmiede, an kleinen Messern arbeitete und deshalb in den noch erhaltenen alten Zeichenrollen der Messermacher-Bruderschaft aus dem 17. Jahrhundert oft zu finden ist. Die Familie Broch stellte der Schwertschmiede-Bruderschaft verschiedene Vögte; bekannt sind: Jacob Broch (1665), Clemens Broch (1670), Peter Broch (1704/05), Clemens Broch (1708/09), Heinrich Broch (1723 und 1725) und Johann Wilhelm Broch zu Demmeltrath (1810). Ferner ist Peter Daniel Broch zu Pilghaus als Vogt der Bruderschaft genannt. Drieß Broch gehörte zu den Sechsmannen, die am 26. April 1570 mit Rat und Zuziehung des Solinger Amtmannes Wilhelm v. Scheid eine Ordnung für den Besuch der vier niederländischen Prinzipalmärkte beschlossen.
Wie die meisten Solinger Handwerker, wohnten auch die Angehörigen der Familie Broch mit wenigen Ausnahmen auf den Höfen um Solingen. Unser heutiges Bild zeigt das Haus eines Angehörigen der Familie, das heutige Haus Nacken Nr. 8.
Am 17.8.1857 sollten die Immobilien des verstorbenen Schwertschmiedes Carl Wilhelm Broch auf Grund eines notariellen Vereinbarungsaktes [...] verkauft werden. Als Erben sind außer der Witwe Broch aufgeführt: Amalie Broch, Ehefrau des Federmesserarbeiters Peter Daniel Maus am Engelsberg, Henriette Broch, die bereits verstorben und mit dem Lehrer Ferdinand Rubens am Hossenhaus verheiratet war, Carl Reinhard Broch, Schwertschmied zu Solingen, Bertha Broch, Ehefrau des Handlungsgehülfen Eduard Wilhelm Hüser am Grünewald, Gustav Broch, Schwertschmied an der Meisenburg, Charlotte Broch, Ehefrau des Winkelierers Carl Gustav Mutz zu Solingen [Winkelierer = Krämer, Kleinladenbesitzer] und die Eheleute Peter Daniel Müller Messerschmied, und Johanna Maria Broch, beide früher am Nacken und jetzt in Linton, Greene Counti Indiana in Nord-Amerika wohnend. Ferner noch die Kinder des Lehrers Ferdinand Rubens, Clara und Maria Rubens und Emma Rubens, Ehefrau des Conditors Julius von Thenen in Elberfeld.
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Nacken 8. Die Heimat, Heft 07/1952 |
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Das oben abgebildete Haus anno 2004. Die Hausnummer hat sich wieder verändert. |
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Genealogisches
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Quellen: |