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Peter Kaymer (Kaimer) muss also für seine besonderen Fachkenntnisse über die Grenzen des Solinger Industriebezirks hinaus bekannt gewesen sein. Dies lässt sich auch schließen aus seiner namentlichen Erwähnung in einer wissenschaftlichen Schrift des in Schöller geborenen Düsseldorfer Physikers, Astronoms und Geographen Johann Friedrich Benzenberg (1777-1846), auf die mich ein Leser [J.A.] aufmerksam machte:
Benzenberg, der sich mit den Gesetzen des Falls beschäftigte, führte 1804 in der Nähe von Gevelsberg Experimente zum Nachweis der Erdrotation durch (fast 50 Jahre vor Foucaults berühmtem Pendel-Versuch in Paris). Nach vorangegangenen Versuchen (1802) im Turm der Hamburger Michaelis-Kirche hat er hier in einen Kohlenschacht Metallkugeln fallen lassen und dabei eine Abweichung nach Osten demonstrieren können. "Herr Kaimer in Wald" goss und drehte die 50 Präzisionskugeln für diese Studie. [Benzenberg S. 409]
10 Jahre später verließ Peter Kaymer Solingen. Rosenthal schreibt dazu: "Der Merscheider Bürgermeister P.D. Köller versuchte, die Auswanderung des Optikers J.P. Kaymer zu Garzenhaus und des J.P. Höfer zu Schnittert zu verhindern, weil sie als Beteiligte an der Walder Gußstahlerfindungsgesellschaft das Fabrikgeheimnis der Herstellung des Tiegelgußstahls mit nach Rußland nehmen könnten. Beide gehörten der Gesellschaft an." [Rosenthal 2.Bd. S.268]
Reichsfreiherr von Stein untersagte u.a. diesen beiden Herren im Mai 1814 die Auswanderung - für Kaymer zu spät, denn er hatte Garzenhaus schon im April in Richtung Russland verlassen.
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