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Haan      Alte Häuser und Höfe     Einführung / Quellen    Übersicht A-Z


Hackland

Hackland gehörte zur Untersten Honschaft von Haan. So hieß die am Anfang der Heidstraße / Ecke Bahnhofstraße gelegene Örtlichkeit (Häuser Heidstraße 1 und 3 sowie Bahnhofstraße 36). Die Ortsbezeichnung Am Hackland wurde am 11. Juli 1856 im Postvertrag mit Jakob Litsch dem Älteren erwähnt.

  Zur Bedeutung alter Orts- und Flurnamen

Das zweigeschossige Fachwerkhaus Bahnhofstraße 36 mit Laden und Backhaus ist im Haaner Denkmalverzeichnis eingetragen. Das aus Stein gemauertes Backhaus wurde vermutlich im 18. Jh. bzw. um 1800 errichtet. Mehrere Rundbogenfenster, von der Heidstraße aus sichtbar, wurden wohl in den 1970er Jahren zugemauert.

Harro Vollmar notierte 1988 zu diesem Backhaus folgende kleine Geschichte:


"1932 wurde in der Bahnhofstraße 36 in Haan ein kleines Geschäft eröffnet. Es nannte sich Lebensmittel-Feinkost Schmitt. Inhaber war Heinrich Schmitt (1904-1972). Zum Geschäft gehörte im Hinterhof des Hauses ein alter Lagerschuppen, den er für seine Vorrathaltung benutzen durfte. In Wirklichkeit war das aber ein aus festen Bruchsteinquadern in der Zeit um 1800 erbautes Brotbackhaus, welches heute am Anfang der Heidstraße liegt und unter Denkmalschutz steht.

In diesem Backhaus, wo ab 1881 schon der Bäcker Johann Peter Frings   (heute [= 1988]  Backstube an der Landstraße, Geschäfte in der Kaiser-, Bahnhof- und Friedrich-Ebert-Straße)   gebacken hatte, lag zu jener Zeit allerlei Gerümpel. Heinrich Schmitt räumte dort auf und fand dabei ein großes, altes Spekulatiusbrett aus Obstbaumholz, ein Backmodel mit elf handgearbeiteten Hohlformen wie Vögel, Hasen, Pferde, Lämmer, Löwen usw., alles kerbgeschnitzt. Leider war das Model in zwei Teile zerbrochen. Er ließ es mit einem Eisenband solide reparieren und hat dann damit vor Weihnachten wieder selbstgebackenen Spekulatius zum Verkauf in seinem Laden hergestellt." [Vollmar 1988]


  • Hier lebte bis in die 1960er Jahre Max Speich (+). Wer kann sich an ihn erinnern?

  • Haan
    2009   Hackland, Einmündung der Heidstraße in die Bahnhofstraße. Rechts das Haus Bahnhofstraße 36.
     
    Haan
    2010   Heidstraße


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    Hascheid

    Hascheid lag südlich von Hülsberg. Am 20. Mai 1466 wird die kleine Siedlung als "Haescheit" in einem Rechtsgutachten der Schöffen und Kirchspielleute von Hilden und Haan gegen die Rechte des Herzogs von Berg erwähnt.



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    Heckelg

    Der Hof "Heckelg" lag zwischen Polnischer Mütze und Holthausen.
    Am 5. November 1571 wurde der "Hof am Heggelgen" lt. Volllmar im Zusammenhang mit einem Grundstücksverkauf erwähnt.
    1715 erscheint er in der Ploennies-Topographie als "Am Heckelg".



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    Heidehöfe: Auf der Heide, Untere Heide, Gneisenheide

    Auf der Heide

    Dieser Hof lag auf der westlich Seite am Ende der Heidstraße an der Einmündung zur Kölner Straße.

    1312 wird das Gut "upper Heyden" im Wachszinsregister des Stiftes Gerresheim erwähnt.
    1427 wird in einer Urkunde "dat oeverste guyt up der Heiden" genannt.
    1715 ist ein Hof "o-heid" in der Ploennies-Karte eingezeichnet.
    1731 werden in der Huldigungsliste aufgeführt: 'Johann Scharrenberg aufer Heyden' und 'Caspar Olffs aufer Heyden'.

    Die beiden Höfe 'auf der oberen Heide', rustikale, relativ große Fachwerk-Doppelhäuser, sind noch vorhanden (2006). Zwei verschiedene Höfe oder zwei zu einem Hof gehörende Wohnhäuser?


    Kölner Straße
    2006   Blick von 'Grund' aus auf die Häuser Kölner Str. 26/26a an der Ecke Heidstraße
     
    Heidstraße
    2006   Heidstraße 14/16

    Untere Heide / Gneisenheide

    Der Hof Untere Heide lag westlich und östlich am Ende der Eisenbahnstraße / Ecke Alte Ley. Gneisenheide soll sich westlich der Kölner Straße zwischen 'Unterer Heide' und 'Auf der Heide' befunden haben. [Vollmar]

    1427 wird auch der Hof "dat nederste guyt up der Heiden" erwähnt.

    1731 erscheint in der Huldigungsliste die Hofbezeichnung "Kritzheydt", denn inzwischen wohnte ein Mitglied der Familie Kratz (Kratzheidberg) in der unteren Heide. Genannt werden 'Johann Adolf Bawmer [Bäumer?] aufer Greisenheiden, Halbman' und 'Joachim Gulberg, auffer Greisenheyde, auch Halbman'.

    1715 ist in der Ploennies-Karte "u-heid" südlich von "o-heid" eingetragen, jedoch kein Hof dazwischen.
    In der Hofacker-Karte von 1898 gibt es nur eine Eintragung "Heide".

  • In der Untersten Heide lebten für kurze Zeit VI.42 Johann Wilhelm Faßbach (Vasbach) und seine Frau VI.43 Anna Margarethe Wirths. Dort wurde 1813 ihr Sohn Gottfried Faßbach geboren, Bruder von V.21 Gertrud Faßbach.

  • Haan
     
    2006   Einmündung
    Eisenbahnstraße / Alte Ley



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    Heidfeld

    Das Heidfeld, nördlich der Flurstraße gelegen, wurde lt. Vollmar im Zusammenhang mit einem Grundstücksverkauf am 21. August 1606 genannt. In der Karte des Topographen Ploennies von 1715 (Amt Mettmann) ist der Hof Heidfeld am Hühnerbach eingezeichnet.

    In der 1886 eröffneten alten ev. Schule Heidfeld sollte 1930 das Heimatmuseum untergebracht werden, so ein Ratsbeschluss vom 19. Februar. Tatsächlich kam es in das Gebäude am Alten Kirchplatz 31.

      Über Schulen und Lehrer im alten Haan

      Im Heidfeld starb 1918 IV.10 Heinrich Winkels im Alter von 72 Jahren, wahrscheinlich damals in dritter Ehe verheiratet mit Lisette Höffgen.


    Haan
     
    2005   Flurstraße 172 / Ecke Heidfeld
    Dieses massive zweigeschossige Backsteingebäude
    wurde 1886 als Schule erbaut
    und später als Wohnhaus genutzt.
    Es steht unter Denkmalschutz.



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    Hinüm

    Der Hof mit dem seltsamen Namen Hinüm lag lt. Vollmar westlich am Anfang der Dürerstraße; das müsste die Einmündung zur Kölner Straße sein.

    1410 ist der Hof 'an Umbe' im Hühnerzinsregister für das Ritterhaus Horst in Hilden zu finden. Dass es sich hier um denselben Hof handelt - darauf muss man erst einmal kommen. So schreibt auch Vollmar: "Wie bei kaum einem anderen Hof in Haan ist anhand der Urkunden eine selten interessante Namensentwicklung bei diesem Haus festzustellen:

    - 1430 = En Umme
    - 1466 = Henumb
    - 1480 = Dat guet Hynove
    - 1530 = Num
    - 1578 = Hinumb
    - 1715 = Hinum [= Ploennies-Karte]
    - 1856 = Hinöm" [Vollmar]

    1898 ist "Henym" in der Hofacker-Karte groß und deutlich südlich von "Thinhausen" eingetragen.
    Um 1962 wurden die Gebäude des Hofes abgebrochen.



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    Höfgen 1

    Wie viele andere alte Haaner Höfe, so wird auch "Höfgen" schon 1410 im Hühnerzinsregister für das Haus Horst in Hilden urkundlich erwähnt. 1530 ist der Hof wiederum in einer Urkunde des Hauses Horst genannt. Vollmar zitiert: »Item dat Gutt zur Hoven ist ein Sole, gilt alle Jars zu Sent Andries Dach dem Lehnehern 6 Schil(ling) 6 D(enar) und ist ein churmoedig Gutt, dat anno (15)30 entf(angen) Hand hat.«

    Das heute noch vorhandene, westlich von Schallbruch gelegene zweigeschossige Wohnhaus wurde um 1800 erbaut und in den Jahren 1978-80 restauriert. [Stadt Haan S. 58] Die Umgebung wird früher einmal idyllischer gewesen sein.

      In "Höfchen" starb am 12.06.1878 der Fabrikarbeiter Johann Breidt im Alter von 69 Jahren. (Verbindung / Herkunft unklar.)


    Haan
     
    2002
    Höfgen 1




    Quellen:
  • Koll (1994)
  • Lomberg (1928)
  • Vollmar, Häuser und Höfe
  • Vollmar (1988) in: "Kreßdag" im alten Haan. Hrsg.: BGV Haan (2006)
  • Vollmar (1991) S. 23 f

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    20.06.2002, zuletzt aktualisiert 30.11.2010