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Solingen |
Solinger Hofschaften
Monhof |
![]() Monhof. Nach einem Gemälde von Erwin Schmitz. Bild-Quelle: Stadtarchiv Solingen |
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Vom früheren Aussehen des Monhofs kann man sich heute vor Ort kein Bild mehr machen. Der Bauernhof, 1683/84 vom Solinger Steuerbeamten Wilhelm Wassmann in seinem Verzeichnis der Steuerpflichtigen erwähnt und wahrscheinlich schon viel früher vorhanden, wurde um 1961/63 abgerissen. An seiner Stelle entstand die Werkssiedlung der benachbarten Firma Kronprinz (so eine Notiz im Solinger Stadtarchiv). |
![]() Der Monhof am 2. Juli 1934, von der Bachseite aus. Bild-Quelle: Sebulon Monhof, Wuppertal |
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![]() Bild-Quelle: Stadtarchiv Solingen |
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Geschichte
Über die Geschichte des Hofes veröffentlichte Otto Bauermann in "Die Heimat" den folgenden Artikel, dessen Erscheinungsdatum mir derzeit nicht bekannt ist.
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Hof Monhof gehörte zum Kloster Gräfrath 1683 erstmalig genannt / Über die Pächter ist nichts bekannt von Otto Bauermann
"Die Abtei Gräfrath war durch reiche Schenkungen und Vermächtnisse ehedem im Besitz großer Ländereien und Güter. Sie gehörte zu den wohlhabensten im Bergischen Land. Wie viele andere Höfe, so gehörte auch der Hof Monhof früher zum Besitz des Klosters in Gräfrath. Bis zur Säkularisation (1803) blieb der Hof im Besitz des Klosters und ging dann in den Besitz des Staates über.
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»3. Der Minnhof, in der Gemeinde Meerscheid; verpachtet laut Kontrakt vom 29sten April 1816 bis 1828, mit dem 6ten Jahre aufkündbar, an Heinrich Trombach (Tonbach) [2], für 100 Franken oder 288 Thlr. 18 Ggr. preuss. Courant.
Er enthält, nebst Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, an Hofraum, Garten, Wiesen und Ackerland 83 Morgen 95 Ruthen kölnischen oder 103 Morgen 160 Ruthen preuss. Maases. Mit diesem Hofe werden folgende, früher zu demselben gehörig gewesene Büsche verkauft: a) der Busch am Schnitterfeld, angeblich von 4 Morgen 71 Ruthen kölnischen, oder 5 Morgen 100 Ruthen preuss. Maases. b) am Katzenhauserbusch, 1 Morgen 83 Ruthen kölnischen oder 1 Morgen 167 Ruthen preuss. Maases. c) an der Wiese nächst dem Hofe, 2 Morgen 143 Ruthen köln., oder 3 Morgen 120 Ruthen preuss. Maases.« |
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Über die Pächter des Klosterhofes ist uns nichts bekannt, außer daß er 1797 durch den Scheffen Christian Schmitz, verehelicht mit Catharina Gertrudis Höltgen, bewirtschaftet wurde [3]. Nach dem Pächter Tonbach finden wir um 1860 die Gebrüder Dheus als Pächter des Hofes und in den Gebäudeveranlagungs-Protokollen der Gemeinde Merscheid von 1863 die Eheleute Ökonom Ferdinand Dheus und Henriette Komberg; sie waren Eigentümer des Hofes.
[1] Bergische Heimatblätter der Bergischen Zeitung vom 16.10.1925 bis 29.1.1926, Aus dem Hebbuch des Solinger Rentmeisters Wilhelm Waßmann. [2] Adreßbuch von 1833: Tonbach, Heinr., Gemeinderat, Kaufmann, Oekonom und Gutsbesitzer, Minhof. [3] Die Heimat 1964, Nr. 10. |
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Der katholische "Landwirt Heinrich Tombach, der das ehemalige Gräfrather Klostergut Monhof bewirtschaftete, war von 1816 bis zu seinem Tode im Jahre 1837 Mitglied des Walder Kirchenvorstandes." [Festschrift S. 16]
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Rheinische Landeszeitung vom 13. Dezember 1940 (ig) Wandlungen der Ortsbezeichnung Monhof
"Ortsnamen unterliegen in ihrem jahrhundertelangen Bestehen oft manchen Wandlungen. So ist es auch bei dem im Stadtgebiet Ohligs belegenen, ehemals zum früheren Kloster Gräfrath gehörigen Gut Monhof.
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Rheinische Landeszeitung vom 17. Dezember 1940 (H.Br.) Monhof (Vergl. Rheinische Landeszeitung vom 13.12.40)
"Einen wichtigen, vielleicht entscheidenden Beitrag zur Entstehung und Erklärung des Hofschaftsnamens Monhof liefert das Archiv-Register der Katholischen Kirchengemeinde Wald vom 3.12.1668. Unter dem Buchstaben 'M' findet sich auf Seite 19 die Angabe 'Minhoff v. Nonnenhof', und unter dem Buchstaben 'N' steht der Vermerk »Nonnenhof, nach angab H. Probstes, ligendt im Kyrspel Walde, thut 13 Malder Korns, 4 Malder Haberen & wie in den pfachtbüchern erfindtlich.«
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Zeittafel
1654 Ersterwähnung (Primär-Quelle?) 1668 "Minhof v. Nonnenhof", Archiv-Register der kath. Kirchengemeinde Wald 1683/84 "Nonnenhof", Hebbuch Rentmeister Wilhelm Waßmann 1715 Nunhof [Ploennies] 1721 Monhof; Matrikul der Honschaften 23.04.1721 1797 Bewirtschafter: Schöffe Christian Schmitz 1804 nach der Säkularisierung: Erster Pächter W. Schmitz ab 13.01.1804 1816-1828 Pächter Heinrich Trombach (Tonbach), ab 29.04.1816 1818 Verkaufsangebot des Hofes durch preußische Domänenverwaltung 1833 Gutsbesitzer (Minhof) Heinrich Tonbach, Adressbuch Um 1860 Pächter Gebrüder Dheus 1863 Eigentümer Eheleute Ferdinand Dheus und Henriette Komberg anschließend: Besitzer Landwirt Friedrich vom Endt Nachfolgender Eigentümer? Bewirtschafter Friedrich Bruchhaus ca. 1912 Eigentumserwerb durch die Kronprinz AG von der Gemeinde Ohligs ca. 1912-1950 Pächter Friedrich Bruckhaus, † 18.10.1959 in Weyer, Monhof 1 Im März 1950 baute die Firma Kronprinz am Monhof eine 35 Neubauten umfassende Arbeitersiedlung. Bis 1961 Letzter Pächter: Karl Hoppe 1961 Niederlegung der Gutsgebäude |
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Genealogisches
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Im Frühjahr 1964 oder 1965, also wenige Jahre nach dem Abriss der Gutsgebäude, besuchte Herr Sebulon Monhof aus Ronsdorf das Gelände des früheren Hofes von der Baverter Seite aus über den Bachsteg - denn die Namensgleichheit dürfte kein Zufall und eine Verbindung zu diesem Hof wahrscheinlich sein: "Der erste Monhof in Ronsdorf stammte jedenfalls aus dem Kirchspiel Wald (* 1711). Die größere Nachkommenschaft Heinrich Monhofs ist auch heute noch in Ronsdorf ansässig." [Monhof]
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![]() Sanierter Gleisanschluss von Kronprinz und RWE im Monhofer Feld, April 2005 |
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Industriegebiet Monhofer Feld |
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Quellen: |