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Neuenhauser Kotten - Wittekotten   (Pilghauser Bach)


Neuenhauser Kotten
Bild-Quelle: Stadtarchiv Solingen
 
Lage
Geschichte und Eigentümer
Das Ende
Namen
Firma Gustav Weck



Lage

Der Neuenhauser Kotten befand sich am unteren Pilghauser Bach. Nach seinem Erbauer Peter Gottlieb Witte zu Unten-Katternberg wurde er auch als Witte-Kotten bezeichnet - nicht zu verwechseln mit den Wittekotten am Weinsberger Bach und am Strohner Bach.




Geschichte und Eigentümer

Eigentümer Witte

Am 10. Dezember 1846 beantragte der Schleifer Peter Gottlieb Witte zu Unten-Katternberg beim Höhscheider Bürgermeister Höfer die Genehmigung zum Bau eines Schleifkottens auf seinem Grundstück am Katternberger Bach (Pilghauser Bach).

Am 7. Januar 1847 erhob Graf von Spee Einspruch gegen dieses Vorhaben, den er mit einem Nachteil für die Bewässerung seiner dort liegenden Wiesen begründete. (Graf von Spee war bis in die 1840er Jahre Eigentümer der am Nacker Bach gelegenen Schirpenbrucher Mühle.) Nach einer Entgegnung von Schleifer Witte vom 17. Januar 1847 auf den Einspruch des Grafen wurde die Genehmigung zum Bau des Kottens erteilt. [Stadtarchiv Solingen, Gen. Höhscheid G-1-38, Band I spec.]

20 Jahre später wollte Johann Karl Witte den Witte-Kotten mit einem Morgen, 90 Ruten Kottenplatz, Wasserteich, Garten und Wiese öffentlich versteigern lassen. Zu dieser Zeit übte er sein Gewerbe offenbar nicht mehr aus:


Solinger Kreis-Intelligenzblatt vom 4. (10.? 14.?) September 1867

Kotten-Versteigerung.

Der Herr Johann Carl Witte, ohne Geschäft, am Neuenhaus, Gemeinde Höhscheid, läßt

am Montag, den 23. September lauf. J., Nachmittags 4 Uhr,
auf der Bech, Bürgermeisterei Merscheid, beim Gastwirthen und Winkelierer Herrn August Witte,

seinen auf der Katternbergerbach, oberhalb der Evertzmühle, in der Bürgermeisterei Höhscheid gelegenen, neuerbauten Schleifkotten (der Witten-Kotten genannt) nebst circa 1 Morgen 90 Ruthen Kottenplatz, Wasserteich, Garten und Wiese öffentlich an den Meistbietenden in zwei Abtheilungen und im Ganzen unter sehr günstigen Bedingungen versteigern.

Wald, den 5. August 1867.
C.J. Blumberg, Notar.

[zitiert nach Abschriften im StA; Zeitungsband Jg. 1867 nicht eingesehen.]


Zum Verkauf des Schleifkottens kam es zu diesem Zeitpunkt aber nicht. [Lunkenheimer]

"Der Kotten hatte oben Wohnungen", schreibt Lunkenheimer. 1870 lebte in der einen Wohnung der Tagelöhner Hermann Geldermann mit seiner Frau und sechs Kindern. In den anderen Zimmern wohnte der Scherenschmied Eduard Deus (* 20.02.1842) mit seiner Ehefrau Emilie geb. Hammesfahr (* 07.09.1838). [StA Solingen, Einwohnerlisten Höhscheid von 1870]




 
Neuenhauser Kotten
Bild-Quelle: © Stephan Weck



Eigentümer Weck

Mit Kaufvertrag vom 04.12.1876 erwarben der Schleifer und Ackerer Karl Gustav Weck zu Brachen, Gemeinde Höhscheid, und seine Frau Charlotte geb. Grah den Schleifkotten sowie Grundstücke am Pilghauser Bach von den Erben Witte. [Stadtarchiv Solingen]

Im Dezember 1897 wollten die Erben der verstorbenen Eheleute Karl Gustav Weck in einer gerichtlichen Teilungssache außer einem Ackergut auch den Kotten versteigern lassen. Am 17.11.1879 hatten die Eheleute Gustav Weck ihren Söhnen Paul und Gustav Weck ein Vorkaufrecht auf den Schleifkotten und die Grundstücke am Pilghauser Bach eingeräumt. [Stadtarchiv Solingen]

Der Kotten ist damals in der Familie geblieben.




 
Um 1908
Der etwa vierjährige Franz Weck am Wehr des Neuenhauser Kotten
Bild-Quelle: © Stephan Weck



Nachdem 1903 Stromanschluss gelegt worden war, wurde unter der Firmenbezeichnung "Gustav Weck" eine kleine Fabrikation und Vernickelei eingerichtet. Karl Gustav Weck hatte sich als Gabelschleifer auf das Schleifen von chirurgischen Instrumenten spezialisiert und damit die Basis für die spätere Fabrikation gelegt.

  Die Zimmer unter dem Dach wurden später wohl doch zu eng. In einer nicht datierten Notiz, deren Hintergrund nicht ersichtlich ist (und die sich gem. Zuordnung im Stadtarchiv auf den Wittekotten am Pilghauser Bach bezieht), hält Franz Hendrichs fest:

"Ein kleiner, nicht bewohnter Kotten, bei dem das oberschlägige Wasserrad gut eingebaut ist. In dem Kotten wird heute in erster Linie auf Scheren und Nagelzangen gearbeitet, außerdem führt elektrischer Strom zum Kotten, der zum Vernickeln gebraucht wird. Der Kotten weist keine besonderen Merkmale auf, sodaß eine zeichnerische Festlegung wohl unterbleiben könnte."

Das hölzerne oberschlächtige Wasserrad des Neuenhauser Kotten war überdacht und mit 10 m Durchmesser außergewöhnlich groß. Auch das Schütt soll lt. Lunkenheimer überdacht gewesen sein.

"1924-1933 Eintragung von Wasserrechten des Pilghauser Baches am Neuenhauser Kotten." [Stadtarchiv Solingen]

Da die Räumlichkeiten im Kotten für die Fabrikation nicht ausreichten, wurde der Betrieb zur Löhdorfer Straße verlegt. Dort bestand die Firma Gustav Weck Chirurgische Instrumente bis 2007.




 
Um 1930
Im Betrieb an der Löhdorfer Straße:
Franz Weck (rechts) mit Willi Feinenburg
Bild-Quelle: © Stephan Weck



Das Ende des Kottens

Bis etwa 1930 ist der Neuenhauser Kotten auch mit Wasserkraft in Betrieb gewesen. Noch bis 1953 wurde er als Schleifkotten genutzt. Dann ging er in den Besitz von Paul Krapp über, der ihn 1955 zu Wohnzwecken umbaute. Das Gebäude sieht inzwischen (2008) anders aus, ist aber noch vorhanden.




 
Neuenhauser Kotten
Bild-Quelle: © Stephan Weck



Namen

1846-1877   Peter Gottlieb Witte
1877   Karl Gustav Weck und Ehefrau Charlotte geb. Grah
1897   Erben der Eheleute Karl Gustav Weck
1955   Paul Krapp



Firma Gustav Weck

Die beiden folgenden Texte sowie dazu gehörige Fotos hat Stephan Weck, Nachfahre des Firmengründers Gustav Weck, für diese Webseite zur Verfügung gestellt.

Zur Kottengeschichte schrieb Karl Gustav Weck anlässlich eines besonderen familiären Feiertages im Jahr 1997:


Der Neuenhauser Kotten

Karl Gustav Weck

Der Neuenhauser Kotten ist der unterste Kotten im Pilghauser Bachtal. Dieser Schleifkotten wurde um 1847 von Peter Gottlieb Witte zu Unten-Katternberg erbaut, daher auch der ältere Name "Wittekotten".

Im Jahre 1877 erwarben der auf dem Hof "Brachen", Gemeinde Höhscheid, wohnende Schleifer u. Ackerer Carl Gustav Weck und seine Ehefrau Charlotte geb. Grah für ihre beiden Söhne Gustav und Paul das Anwesen. Der ältere Sohn Gustav Weck war 16-jährig von Anfang an in dem Kotten tätig und machte sich im Jahre 1883 selbständig, indem er die Firma GUSTAV WECK gründete.

Im Obergeschoß des Kottens waren 1870 zwei kleine Wohnungen eingerichtet, wo Schleifer, ein Scherenschmied und Tagelöhner nacheinander wohnten. Als das Gebäude bereits im Jahre 1903 Elektroanschluß erhielt, richtete der Fabrikant GUSTAV WECK im Obergeschoß eine Vernickelei ein. Der Kotten wurde noch bis ungefähr 1930 auch mit Wasserkraft betrieben; als Schleifkotten wurde er bis 1953 genutzt. Für 900 DM hat die Firma GUSTAV WECK den Kotten an Paul Krapp verkauft, der ihn zum Wohnhaus umbaute. Das Gebäude steht heute noch.

Der Neuenhauser Kotten hatte ein hölzernes, oberschlächtiges Wasserrad mit etwa 9 m Durchmesser. Dies war das größte Wasserrad im Solinger Raum. Das Wasserrad und auch das Schütt waren überdacht. Die vor allem im Sommer geringe Wassermenge des Pilghauser Baches konnte durch seine große Gefällhöhe ausgeglichen werden. Das Wehr befand sich am unteren Eingang des damaligen Bleibergwerkes, unterhalb der Hofschaft Neuenhaus. Der lange Obergraben diente außerdem als Wasserspeicher; der Obergraben und der Kotten wurden von der Familie Weck auch zur Forellenzucht genutzt.

Die Trinkwasserversorgung für den Kotten und auch für die Hofschaft Nöhrenhaus erfolgte durch eine Quelle oberhalb des Obergrabens, die später versiegte. Die Nutzung dieser Quelle wurde ab etwa 1920 verboten, da das Wasser bleihaltig war.




 
2005
Ehemaliges Steigerhaus
der Zeche "Kleeblatt"
an der Neuenkamper Straße


Die Firma "Gustav Weck", Hersteller chirurgischer Instrumente, repräsentiert eines der vielen Beispiele, wie aus den Anfängen in einfachen, wassergetriebenen Bach- oder Wupperkotten bedeutende Solinger Industrieunternehmen hervorgingen. Über den Firmengründer Gustav Weck und die Entwicklung des Unternehmens berichtete Gerhard Weck anlässlich der 111-Jahr-Feier (1883-1994):


Die Firma Gustav Weck

Gerhard Weck

Der Gründer der Firma GUSTAV WECK, geboren am 25.12.1861 in der Gemeinde Höhscheid bei Solingen, erlernte in der Solinger Schneidwarenindustrie zunächst den Beruf des Gabelschleifers und trat damit in die Fußstapfen seines Vaters, des Schleifers und Ackerers Carl Gustav Weck, der im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts den Hof "Brachen" in der Gemeinde Höhscheid erwarb.

Gustav Weck war der älteste von zwei Söhnen und zehn Schwestern; er war schon von früher Jugend an der mitverantwortliche Ernährer der großen Familie. Durch überaus großen Fleiß und strenge Selbstzucht erreichte die Familie Weck einen für die damalige Zeit erwähnenswert hohen bürgerlichen Stand und Reichtum. So wurde Ende der siebziger Jahre in der Hofschaft Nöhrenhaus ein großes Areal mit drei aufstehenden Wohnhäusern und den dazu gehörigen Nebengebäuden erworben.

Außerdem kaufte Carl Gustav Weck im Jahre 1877 - ausschließlich für seine beiden Söhne Gustav und den zehn Jahre jüngeren Paul - den "Neuenhauser Kotten", der nach seinem Vorbesitzer auch "Wittekotten" genannt wurde. Dieser Kotten - ein mit Wasserkraft betriebener Schleifkotten - lag, nur wenige Minuten von der Hofschaft Nöhrenhaus entfernt, etwas oberhalb im Pilghauser Bachtal.

Der 13. August 1883 war für die Familie Weck ein entscheidender Wendepunkt. An diesem Tag starb Carl Gustav Weck. Der erst 22-jährige Gustav Weck rückte zum hauptverantwortlichen Ernährer der Familie auf. Er entschloß sich, sofort auch den Schritt in die wirtschaftliche Selbständigkeit zu machen; er begann in den vorhandenen Räumen des Neuenhauser Kottens mit der Produktion von "Feinen Solinger Stahlwaren". Zuerst alleine, ab 1884 mit dem ersten Mitarbeiter, dem bis zum Ende des 19. Jahrhunderts weitere folgten, schliff und fertigte er für damals sehr bekannte und große Solinger Stahlwarenfirmen Zangen, Pinzetten und ähnliche Teile. Es konnte auch schon bald in den oberen Räumen des Kottens die erste Galvanik, eine Vernickelungsanlage, eingerichtet werden.

Zur Jahrhundertwende erwarb Gustav Weck einige Ländereien oberhalb seines Wohnsitzes Nöhrenhaus an der Löhdorfer Straße, ungefähr zwischen den Hofschaften Steinendorf und Jammertal. Die Ausweitung des Fabrikationsprogrammes auf weitere Stahlwaren und besonders auf chirurgische Instrumente machte den Neubau einer weiteren Fabrikationsstätte notwendig, die dann in 1904 in Betrieb genommen wurde. Hier wurden jetzt viele Maschinen, Warmbehandlungs- und Montagevorrichtungen eingerichtet, dadurch wurden nun Arbeitsgänge möglich, die bis dahin außerhalb der eigenen Betriebsstätte durchgeführt wurden. Die Zahl der Mitarbeiter stieg, und schon im Jahre 1908 mußte man die Betriebsfläche auf das Doppelte erweitern.

Der älteste Sohn Karl Weck trat in den Betrieb ein und entwickelte - zusammen mit seinem Vater - viele bahnbrechende Fertigungsmethoden. So wurde schon nachweislich ab 1908 der erste Durchsteckschluß an chirurgischen Klemmen serienmäßig hergestellt. Hautzangen (heute Hautzupfzangen genannt) mit Scherenringen und - in der Poliertechnik - Pliestscheiben mit hochkant aufgesetztem Leder sind Entwicklungen aus dem Hause Gustav Weck.

Diese ganze Entwicklung wäre sicher nicht möglich gewesen ohne die schon damals von Gustav Weck und seinen Mitarbeitern konsequent verfolgte Linie der ungedingten Spitzenqualität aller erzeugten Produkte und damit auch der dazu notwendigen Produktionsmethoden.

Der Sohn des Firmengründers Gustav Weck - Karl Weck - war 1915 im ersten Weltkrieg an der Somme in Frankreich gefallen. Nachdem schon zu Beginn der 90er Jahre Paul Weck, der jüngere Bruder von Gustav Weck, in die Firma eingetreten war, beteiligten sich nach dem ersten Weltkrieg weitere Familienmitglieder als Mitarbeiter: Ab 1919 Paul Weck jun., Sohn von Gustav Weck, ab 1922 Walter Weck, Sohn von Paul Weck sen., und ab 1925 Franz Weck, der jüngste Sohn von Gustav Weck.

Bis zum ersten Weltkrieg wurden fast alle gefertigten Produkte - wie schon erwähnt - über bekannte Solinger Hersteller und Handelshäuser vertrieben. Einer der Hauptmärkte für die damals schon rasante Entwicklung der chirurgischen Instrumente waren die Vereinigten Staaten von Amerika. So wurden viele Instrumente schon damals mit den Namen der endgültigen Abnehmer und Vertreiber in die USA gestempelt.

In den 20er Jahren kamen nun erstmals Vertreter dieser amerikanischen Händler nach Deutschland und suchten den direkten Kontakt mit den wirklichen Herstellern der von ihnen vertriebenen Produkte. Basierend auf der gerade von US-Chirurgen hoch geschätzten gleichbleibenden Qualität der benötigten Instrumente - zusammen mit der Möglichkeit der Verwirklichung von Modifikationswünschen - brachte eine sehr enge und für alle Seiten erfreuliche Zusammenarbeit.

Die zwanziger und dreißiger Jahre brachten also - trotz und auch neben allen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen - eine ständig fortschreitende Konsolidierung der Produktion und des damit verbundenen guten Verhältnisses zwischen der Firma GUSTAV WECK und ihren Kunden.. Erst der Eintritt der USA in den zweiten Weltkrieg unterbrach diese Zusammenarbeit für einige Jahre.

Paul Weck schied im Jahre 1934 durch Tod aus der Firma aus und der Gründer Gustav Weck verstarb in 1946. Nach dem zweiten Weltkrieg begann der Wiederaufbau mit etwa einem halben Dutzend noch übriggebliebenen Mitarbeitern unter den drei Teilhabern Paul Weck jun., der die kaufmännische Arbeit und einen Teil der Produktion verantwortete, Walter Weck, der für die Endfertigung und Galvanik zuständig war, und Franz Weck, dessen Hauptaufgabe die Auftragsabwicklung und die Endkontrolle bis zum Versand war.

Schon kurz nach dem zweiten Weltkrieg erinnerten sich einige US-Kunden wieder an die Firma GUSTAV WECK, und bald wurden neue Kontakte geknüpft, auf der altbewährten Basis: Beste Qualität zu vernünftigen Preisen! Es wurden neue Mitarbeiter ausgebildet und eingestellt und im Jahre 1953 war es notwendig, die bisher auf zwei Stellen untergebrachte Produktion an einem Ort zusammenzufassen. Die Urzelle, der "Neuenhauser Kotten", wurde verkauft; Schleiferei und Galvanik wurden mit der Mechanik und Montage an der Löhdorfer Straße zusammengefaßt. Die Betriebsfläche wurde nochmals verdoppelt.

In 1951 trat Gerhard Weck, Sohn von Paul Weck jun., als Mitarbeiter in die Firma ein. Er beendete seine Ausbildung als Industrie-Kaufmann und Chirurgie-Mechaniker und nahm ab 1958 nach seines Vaters Tod dessen Anteil und Aufgaben wahr. Er sorgte auch durch Besuche bei den Kunden in den USA für eine Vertiefung der Zusammenarbeit. 1966 verstarb der Teilhaber Franz Weck und im darauf folgenden Jahr der dritte Teilhaber Walter Weck. Seitdem leitet Gerhard Weck in der dritten Generation die Firma.

Hier noch eine Übersicht über die Anzahl der Mitarbeiter während der langen Zeit des Bestehens:

Von 1883 bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wuchs die Zahl der Leute auf etwa 5. Mit der Produktionsausweitung in den neuen Betriebsräumen erweiterte sich die Zahl auf 10. Ab 1920 wuchs die Zahl der Belegschaftsmitglieder - besonders auch durch die einsetzende planmäßige Ausbildung, immer unter Einschluß der mitarbeitenden Familienangehörigen - bis auf etwa 20 an.

Während des zweiten Weltkrieges ging die Anzahl wieder auf 10 zurück und erhöhte sich zunächst nur langsam. Dann setzte ab 1953 wieder die Ausbildung ein, und zwar zum CHIRURGIE-MECHANIKER und zum CHIRURGIE-INSTRUMENTE-SCHLEIFER. Ein Großteil der Ausgebildeten blieb dem Betrieb als Mitarbeiter erhalten. So konnte und kann man immer auf eine Anzahl langjährig erfahrener Fachleute vertrauen. Dies ist insofern besonders bedeutend, da diese Beschäftigungsphilosophie ein entscheidender Grundstein für das von Anbeginn bestehende Qualitätsverständnis darstellt.

Im Jahr 1994 waren für die Firma noch 11 Beschäftigte und zusätzlich 5 Heimarbeiter tätig.


Der Betrieb wurde im Jahr 2007 eingestellt.

  Gustav Weck - Fabrik für Chirurgie-Instrumente



Quellen:
  • Lunkenheimer (1990) S. 151 f
  • Stadtarchiv Solingen, Schriftgut Firma Gustav Weck
  • Weck, Gerhard (1994)
  • Weck, Karl Gustav (1997)
  • Weck, Stephan (E-Mail 2009)

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