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Kirchenbauten im Bergischen Land > Wuppertal
Barmen  1   2

Unterbarmen: Pauluskirche *
Unterbarmen: Herz-Jesu
Unterbarmen: Hauptkirche

Barmen: St. Antonius *
Barmen: Gemarker Kirche *

Heckinghausen: Lutherkirche
Heckinghausen: Friedhofskapelle Norrenberg
Wichlinghausen: Wichlinghauser Kirche
Wichlinghausen: Erlöserkirche
Wichlinghausen: St. Marien *

Oberbarmen: Immanuelskirche *
Oberbarmen: Alte Wupperfelder Kirche
Oberbarmen: St. Johann Baptist *

Nächstebreck: Hottensteiner Kirche


Pauluskirche


Pauluskirche
Nach 1882. Bild-Quelle: Wikipedia

Pauluskirche
 
Ev. Kirche.
Wuppertal-Unterbarmen, Pauluskirchstraße 8.

Gottesdienststätte der Vereinigt-evangelischen Gemeinde Unterbarmen West.

02.08.1881 Grundsteinlegung.
24.10.1882 Einweihung.

Backsteinsaalkirche mit vorwiegend neoromanischen Stilelementen. Quadratischer Kirchturm mit aufgesetztem achteckigem Helm.

Entwürfe: Stadtbaumeister WINCHENBACH.
Bauausführung nach erweiterten Plänen:
Architekt Gerhard August FISCHER.

1936-1945 Inanspruchnahme durch die "Deutschen Christen" gegen den Widerstand des Bekenntnispresbyteriums "Kampf um die Pauluskirche".

1966 Grundlegende Umgestaltung innen. Neue Walcker-Orgel.

1991-2002 Zusätzliche Nutzung als Vorlesungsstätte durch die Bergische Universität Wuppertal.






Herz-Jesu



 
Kath. Kirche.
Wuppertal-Unterbarmen, Hünefeldstraße 52-54.

26.06.1902 Grundsteinlegung.
1902-1903 erbaut in neugotischen Stilformen.

Dreischiffige Hallenkirche mit Turmfront und polygonalem Chor.
Verkleidung der Wandflächen des Ziegelbaues bis auf Höhe der Nebeneingänge mit Tuffstein. Eckquaderungen, Fenstergewände und Türmchen aus Kyllburger und Cordeler Sandstein. Die übrigen Wandflächen des Langhauses und die des Chores sind verputzt.

Architekt: Gerhard August FISCHER.
Bauleitung: Jacob Richard FISCHER, Barmen.
Bauunternehmer: Franz Hüttermann, Unterbarmen.

1909 Erweiterung.
Architekt: Wilhelm UHDE.

2007 anscheinend umfangreiche Restaurierungen.





Unterbarmer Hauptkirche



Ev. Kirche um 1836.


 
Ev. Kirche.
Wuppertal-Unterbarmen, Martin-Luther-Straße 16.

1828-1832 errichtet anstelle eines provisorischen Vorgängerbaus.

Rundbogenstil nach Renaissance-Vorbildern. Rechteckbau aus behauenen Sandsteinquadern mit doppelten Reihen von Rundbogenfenstern, zweigeschossig gegliederter Fassade im Osten und Doppelturmfassade im Westen.

Architekt: Heinrich HÜBSCH, Baden.

1943 Zerstörung beim Bombenangriff bis auf die Außenmauern.

1952 Wiederaufbau.

1983 Symbolische Erklärung der Kirche zur "waffenfreien Zone" durch das Presbyterium.

2007 Neuanlage des Kirchenvorplatzes.





St. Antonius


St. Antonius
Erster Bau von 1721. Bild-Quelle: St. Antonius
 
Kath. Pfarrkirche.
Wuppertal-Barmen, Steinweg / Unterdörnen.

1708-1710, 1721 Bau der ersten Kirche.
24.05.1721 Einweihung.
1826 Verkauf und Umwandlung in ein Wohnhaus,
da zu klein geworden.


St. Antonius
Zweiter Bau, von VAGEDES, 1826.
Bild-Quelle: Wikipedia

 
1825-1826 (1829) Bau der zweiten Kirche
im Stil des Klassizismus.
16.05.1826 Einweihung.

Architekt: Adolph VON VAGEDES.

1867-1869 Umbau in neugotischen Stil; neuer Querbau.


St. Antonius
Dritter Bau, STATZ, 1883.
Bild-Quelle: Wikipedia

 
1869-1883 Bau der dritten Kirche.
Verklinkerter neogotischer Bau.

Architekt: Vincenz STATZ, Köln.

1943 und 1945 Zerstörungen bei Bombenangriffen.
1955/1956 Abtragung des Turms bis auf die beiden Untergeschosse und Wiederaufbau mit 56 Schallöffnungen.
1968 Abriss der Kirche bis auf den Turm.


St. Antonius
Erhaltener Turm, vierter Bau.
 
1969-1973 Bau der vierten, heute vorhandenen Kirche.

Architekten: STEINBACH und KOHL.






Gemarker Kirche



1710-1887.   Das Gemälde ist im Historischen Zentrum Wuppertal-Barmen ausgestellt.
 
Ev. Kirche.
Wuppertal-Barmen, Zwinglistaße 5.



1710 Grundsteinlegung für die erste Kirche.
17.06.1714 Einweihung.

Saalkirche mit vorgesetztem Südostturm.

1732 Anfügung des Turms.

1887 Schließung und Abriss, da zu klein geworden.


Um 1890
 
1888-1890 an gleicher Stelle Bau einer zweiten, größeren und prächtigen Kirche.

Architekten: BUMMERSTEDT, Bremen und BERGER, Wiesbaden.

29.-31.05.1934 Verabschiedung der Barmer Theologischen Erklärung durch die Bekenntnissynode der Deutschen Evangelischen Kirche.

30.05.1943 Zerstörung bei britischem Luftangriff.



2007
 
1954/1955 Wiederaufbau.

Architekten: ERDLE und SCHRÖDER.

19.05.1955 erster Gottesdienst in der aus altem Steinmaterial wiedererrichteten, deutlich kleineren Kirche.
Ersatz der früheren prächtigen welschen Turmhaube durch einfaches Pyramidendach.

2002 Restaurierung und Umbau.
Architektenbüro TRAPP, Wuppertal.

Oktober 2005 Neueröffnung als City-Kirche
(offenes Gotteshaus, Konzertstätte und Friedenszentrum).





Lutherkirche




Luther-Mosaik über dem Turmeingang
mit Spruch "Ein feste Burg ist unser Gott".

 
Ev.-luth. Kirche.
Wuppertal-Heckinghausen, Obere Sehlhofstraße.

24.05.1909 Grundsteinlegung.
07.03.1911 Einweihung.

Architekt: Wilhelm WERDELMANN

Erbaut im neuromanischen Stil.

30.05.1943 Schwere Zerstörungen in der Bombennacht, jedoch blieben die gewaltigen Rosetten in den Hauptgiebeln erhalten. Eine der wenigen Kirchen, die den Bombenkrieg überstanden haben.

1949 Reparatur des Daches.
1955 Neugestaltung der Lutherkirche.
1981-1985 Komplette Sanierung.

1974 wurde sie wichtigste Veranstaltungsstätte der Wuppertaler Orgeltage, ins Leben gerufen von Kirchenmusikdirektor Prof. Dr. Joachim Dorfmüller.

  Mehr über die Lutherkirche und die Gemeinde Heidt





Friedhofskapelle Norrenberg



 
Wuppertal-Heckinghausen, Friedhof Norrenberg.

1930 erbaut.

Nach der Zerstörung der Johanneskirche an der Heckinghauser Straße im Kriegsjahr 1943 war die "Auferstehungskirche" genannte Kapelle bis in die Nachkriegszeit der gottesdienstliche Mittelpunkt der evangelisch-lutherischen Gemeinde.





Wichlinghauser Kirche



Erste Kirche. Bild-Quelle: Wikipedia.
 
Ev.-luth. Kirche.
Wuppertal-Wichlinghausen, Westkotter Straße 104.



1743-1753 Bau der ersten Pfarrkirche durch die lutherische Gemeinde in Wichlinghausen am Markt.

1869 Umbau zum Gemeindehaus.
1927 Zerstörung durch Brand.



Zweite Kirche.
 
1864–1867 Bau der zweiten, einschiffigen Kirche.

Hallenkirche in neugotischem Stil aus Sandstein-Werksteinmauerwerk.

Außen vollständig mit hellen Ruhrsandstein-Quadern vermauert.

Architekt: Christian HEYDEN, Barmen.
Bauleitung: Gerhard August FISCHER.





Erlöserkirche




 
Evangelische Kirche.
Wuppertal-Wichlinghausen, Stahlstraße 9.

1913–1914 errichtet.

Architekt: Wilhelm WERDELMANN, Barmen.

Wuchtiger, schlichter, mehrgeschossiger, nach Westen ausgerichteter verputzter Bau im sog. "Heimatstil" (Späthistorismus). Schiefergedeckte, hohe Mansarddächer auf dem Grundriss eines lateinischen Kreuzes mit Vierungsturm, der mit dem Wetterhahn der Alten Wichlinghauser Kirche von 1744 geschmückt wurde.

Gedacht als Verbindung von Kirche und Gemeindehaus. Im Erdgeschoss der Kirchraum, verschiedene Gemeinderäume und Küsterwohnung, darüber der Gottesdienstraum mit Tonnengewölbe. Turm und Seitenflügel sind zu verschiedenen Zwecken nutzbare separate Anbauten.

Geringe Kriegsschäden.

1954 Einschränkung des variablen Nutzungskonzeptes durch den Einbau von Kirchenbänken.

1988 Renovierung, dabei Rücknahme dieser Änderung.






St. Marien




 
Katholische Kirche.
Wuppertal-Wichlinghausen, St.-Martins-Weg 1-3.

1930-1931 erbaut.

1943 durch Bomben zerstört.
Nach dem Krieg im alten Stil wiederaufgebaut.






Immanuelskirche





 
Ev.-luth., "Kulturkirche"
Wuppertal-Oberbarmen,
Sternstraße 73 / von Eynern-Straße.

1867 Baubeginn.
27.05.1869 Einweihung.

Fünfjochiger Saalbau im neogotischen Stil.
Vorgesehen als zweite Predigtstätte für die reformierten Gemeinde Barmen-Gemarke.

Den II. Weltkrieg überstand die Immanuelskirche fast unbeschadet.

01.01.1984 Im Zuge der Gemeindereform wurde die Immanuelskirche überflüssig. Zur Verhinderung des drohenden Abrisses Umwidmung zum Kulturzentrum und Gründung des Trägervereins Immanuelskirche e.V.

1983/84 Umbau.
Architekt: Horst Dieter LANG, Wuppertal.

30.05.1984 Übergabe zur neuen Bestimmung in Anwesenheit des damaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Johannes Rau.

1996 Feststellung massiver Bauschäden.
2003-08/2009 umfangreiche Sanierung und Umgestaltung.





Alte Wupperfelder Kirche



Detail einer Ansicht von Wupperfeld, 1789.



2007

 
Ev.-luth. Kirche.
Wuppertal-Oberbarmen, Bredde 69 / Zähringer Straße.

24.03.1779 Grundsteinlegung.
10.07.1785 Einweihung.

Tonnengewölbte Saalkirche im Stil der reformierten bergischen Predigtkirchen. Vermauert mit Kalkbruchstein; gliedernde Elemente aus Sandstein. Der vorgesetzte quadratische Turm trägt eine barocke Turmhaube mit Laterne und Schwan (den Martin Luther zum Symbol gewählt hatte).

  Luther und der Schwan

1851 Erneuerung.
1913-1914 Umgestaltung.

Architekt der Umgestaltung im Stil der Erbauungszeit:
Arno Eugen FRITSCHE.

30.05.1943 Zerstörung beim Bombenangriff auf Barmen.

1946 Beginn des Wiederaufbaus und der Wiederherstellung des Turms.

03.09.1950 Erster Gottesdienst in der notdürftig hergerichteten Kirche.

21.06.1953 Einweihung der fertig restaurierten, einfacher ausgestatteten Kirche.

Seit 2008 Predigtstätte des Bezirks Wupperfeld der Evangelischen Kirchengemeinde Gemarke-Wupperfeld.







St. Johann Baptist



 
Kath. Pfarrkirche.
Wuppertal-Oberbarmen, Normannenstraße 74.

1888 Grundsteinlegung.
1890 Fertigstellung und Weihe der dreischiffigen Hallenkirche.

Architekt: Gerhard August FISCHER.
Baumeister: Carl GOOST.

13.03.1945 Zerstörung der Kirche beim Luftangriff.

1950 Nach dem Krieg Wiederherstellung der zuvor mit Spitzdächern bedeckten Türme mit zeltdachartigen Turmhelmen.

1990-1992 umfangreiche Restaurierung.





Hottensteiner Kirche




 
Ev. Kirche, ursprünglich lutherisch.
Wuppertal-Nächstebreck, Wittener Straße 146.

1879 erbaut [Denkmalverzeichnis].
17.12.1879 Einweihung (?)

Architekt: Heinrich BRAMESFELD (* 1830), Elberfeld.

Zweigeschossige, dreischiffige Pseudobasilika (Mischform zwischen Basilika und Hallenkirche; mittleres Schiff höher als die Seitenschiffe), vollständig verschieferte Holzkonstruktion.

Ursprünglich mit Pfarrwohnung und Unterrichtsraum, jetzt mit Gemeinderäumen und Küsterwohnung im Erdgeschoss und Kirchenraum im Obergeschoss.

Kleiner Glockenturm für zwei Glocken.

1953 Anbau einer steinerenen Sakristei an die südliche Gebäudeecke.

1965/1966 Restaurierung, dabei Einsatz der Buntglasfenster und Bemalung der hölzernen Innenausstattung in den Farben hellblau, grau, rostrot und gold.
"Die gute Qualität der Architektur und des Dekors macht das Gebäude zu einem seltenen Beispiel des Bergischen Kirchenbaus." [Denkmalverzeichnis]



  Notizen aus der Geschichte von Wuppertal


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30.11.2007, zuletzt aktualisiert 20.06.2010