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Bilder aus Wuppertal
Barmen   1   2   3



Bilder aus Wuppertal
Unterbarmen  -  Barmen   1



Die Unterbarmer Pauluskirche überstand den Krieg, aber ihre Ausstattung als bergische Predigtkirche fiel 1966 gänzlich der Umgestaltung und Restaurierung zum Opfer.

Übrig blieb ein schlichter, schmuckloser Innenraum für Gottesdienste, den regelmäßig stattfindenden Büchermarkt und andere Veranstaltungen. Erhalten sind immerhin die ursprünglichen farbig gestalteten Fenster und das Gewölbe unter der Kirche, über dessen künftige Nutzung derzeit [2009] intensiv nachgedacht wird.

  Kirchenbauten in Wuppertal-Barmen

 
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Dem Organisten an der Walcker-Orgel zuzuhören war allerdings ein Genuss.
 
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Die Pauluskirche hat auch einen Höhenfestpunkt und das passende Schild dazu:
"Punkt Nr.: 8080009
DHHN92 (NHN): 149,55 m"

 
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Eines von vielen repräsentativen und originellen Grabmälern an der sog. "Millionen-Allee" des Unterbarmer Friedhofs.

  Friedhofs-Impressionen




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Der grazile Schwebebahnhof Völklinger Straße.



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Das Gebäude des Polizeipräsidiums an der Friedrich-Engels-Allee 228 entstand 1937-1939 im neoklassizistischen Stil.

Das für Wuppertal, Solingen und Remscheid zuständige Polizeipräsidium war 1939-1945 Sitz der Außenstelle Wuppertal der Staatspolizeistelle Düsseldorf (Gestapo). In den Vernehmungszimmern und im Zellentrakt sind damals "politische Häftlinge" schikaniert und misshandelt worden, darunter der spätere Oberbürgermeister Robert Daum.





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Die Friedrich-Engels-Allee war einmal eine prachtvolle Straße mit vorzeigbaren Wohnhäusern wohlhabender Fabrikanten. Einzelne sind noch vorhanden, aber das Straßenbild wirkt mit seinem stilübergreifendem Baumix heute eher heterogen.




Einen harmonischen Eindruck vermitteln dagegen die Engels-Häuser im "Unterbarmer Bruch", heute Engelsstraße.

Links das 1775 im Stil des bergischen Spätbarock für den Barmer Textilfabrikanten Johann Caspar Engels (1715-1787) errichtete Familien-Wohnhaus. Der Architekt, Eberhard Haarmann, war 1755-1770 unter Baumeister Nicolas de Pigage am Bau des dritten Benrather Schlosses sowie am Neubau des Jägerhofes in Düsseldorf beteiligt und plante später imposante Bürgerhäuser in Barmen und Elberfeld.

 
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1962 erwarb die Stadt Wuppertal das Haus; 1969/70 wurde es restauriert und beherbergt seit 1970 das Engels-Museum.


Rechts das von demselben Architekten geplante und 1795 erbaute neue, größere Familienwohnhaus, heute in Privatbesitz.

  Historisches Zentrum Wuppertal

 
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Vis-à-vis steht im Engelsgarten seit 1981 die 3,20 m hohe Marmorskulptur des Wiener Bildhauers Alfred Hrdlicka (1928-2009).

Das wuchtige Werk hatte seinerzeit für heftige Kontroversen hinsichtlich Kosten und Aussage gesorgt, war zunächst vielfach auf Unverständnis gestoßen und ist auch von verunzierenden Farbattacken nicht verschont geblieben.




Den vergleichsweise dezenten Gedenkstein für Friedrich Engels hat 1958 in der damals üblichen Unauffälligkeit der in Solingen geborene Bildhauer Kurt Schwippert (1903-1983) geschaffen. Er trägt die Inschrift:

"Hier stand das Geburtshaus des großen Sohnes unserer Stadt Friedrich Engels. Er ist der Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus"

 
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Die beiden vereinsamten Schieferhäuser an der benachbarten Wittensteinstraße (Nr. 282 und 284) sind die beiden letzten verbliebenen Arbeiterhäuser (Fabrikhäuser) der Firma Caspar Engels Söhne aus dem 18. Jh.
 
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Überbleibsel
 
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Im Rahmen der Ausstellung "SICHTWEISEN. Kunst auf der Talachse" wurde 2007 dieses "vital geschwungene" stählerne Objekt
"I'M ALIVE" des Bildhauers Tony CRAGG auf dem Grünstreifen der Friedrich Engels-Allee in Höhe Opernhaus platziert, und es scheint dort einen dauerhaften Platz gefunden zu haben (Stand September 2009).


  Skulpturenpark von Tony CRAGG



Das Opernhaus:
Der ursprüngliche Bau von 1905 wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, nach dem Krieg neu aufgebaut und 1956 wieder eröffnet.

Anfang der 1960er Jahre hatte ich hier mein allererstes Theater-Erlebnis mit einer wunderbaren Märchen-Aufführung. War es "Zwerg Nase"? Und Anfang der 1980er Jahre mein erstes - ziemlich lautes - Pina-Bausch-Erlebnis mit "Bandoneon".

Nach notwendig gewordener Schließung Ende 2003 und mehrjährigen Sanierungsarbeiten wurde das Wuppertaler Opernhaus 2009 wieder eröffnet.

 
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Auch das Empfangsgebäude des Bahnhofs Barmen, 1912-1914 mit neoklassizistischen Stilelementen errichtet (Säulenfront aus Muschelkalk), wurde 1943 zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut, jedoch ohne den Vorbau an der linken Seite, der wie der rechts vorhandene ausgesehen hat. Auch das Türmchen auf dem Dach fehlt.

Auf den ersten Blick fällt es kaum auf: Die Bahnhofsuhr trägt anstelle der Ziffern 15 güldene Buchstaben, die den Namen "Wuppertal Barmen" ergeben.



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Die ehemals so "fleißige" Wupper
zwischen Schafbrücke
und Alter Markt.

 
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Diese Statue in der katholischen Pfarrkirche St. Antonius am Steinweg zeigt den Heiligen Antonius von Padua (1195-1231), unter dessen Patrozinium die Kirche steht, dargestellt als Franziskaner mit dem Jesuskind auf dem Arm.

Der heilige Antonius gilt u.a. als Schutzpatron der Bäcker, Schweinehirten, Bergleute und Sozialarbeiter. Hilfreich soll er insbesondere auch beim Wiederauffinden verlorener Gegenstände sein!




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Eine andere Statue steht seit 1979 draußen neben der Kirche: "Der Frierende" des Wuppertaler Künstlers Ernst-Gerd Jentgens (1931-2002).
 
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Bei frostigen Dezembertemperaturen bewies ein Unbekannnter mit einer Kleiderspende tätiges Mitgefühl...



  Alte Ansichtskarten aus Barmen



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26.08.2007, zuletzt aktualisiert 26.12.2009