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Inhaltsübersicht |
Ahnenforschung Frensel Herkunftsorte Niedersachsen |
Braunschweig und Goslar |
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1877 wurde meine Großmutter Emilie Lübbecke in Braunschweig geboren und in der dortigen Martinikirche getauft. Die Familie zog später nach Goslar; von dort stammt meine Urgroßmutter Wilhelmine geb. Weykopf. Später kehrte Emilie für eine Weile nach Braunschweig zurück, um dort in begüterten Haushalten als Köchin zu arbeiten. |
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Genealogische Notizen
- Ernst Heinrich Friedrich Weykopf, * 1835, 1849 konfirmiert in Goslar, Gendarm. - Friedrich Wilhelm Hermann Weykopf, * 1837, + 1851 in Goslar. - Louis Lübbecke, wohnhaft in Hannover, Springe/Deister, Wülfingen (Syphon- und Flaschenbierversand), verheiratet mit Sofie. - Alwin Lübbecke, * vor 1876, später wohnhaft in Giebichenstein bei Halle, Adolfstraße 7, in Braunschweig und in Luckau (Schneidermeister in den königlichen Strafanstalten Luckau), verheiratet mit Helene Hesse. - Albert Lübbecke, verheiratet mit Martha. |
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Die Eltern meiner Urgroßmutter Wilhelmine Weykopf, der Feldwebel Johann Behrend Weykopf und seine Frau Sophie Maria Dorothea Charlotte Blume, müssen zwischen 1837 und 1846 - vermutlich aus Hannover - nach Goslar gekommen sein. Während Familie Weykop aus Haimar stammte, ist die Herkunft der Familie Blume unklar. Möglicherweise war sie schon früher in Goslar ansässig; allerdings scheint Charlotte dort nicht geboren zu sein. 1774 hat ein Tagelöhner Heinrich Bluhme das Bürgerrecht erworben, und im Dezember 1782 ein Grobschmied Johann Philipp Blume, Sohn von Georg Christoph Blume. 1855 weist das Goslarer Adressbuch folgende Personen mit Namen Blume auf, die möglicherweise als nahe Verwandte in Betracht kommen: Blume, Heinrich Handarbeiter Springerstr. 112 b Blume, Friedrich desgl. daselbst Blume, Frau Springerstr. 112 b Blume, Johann Fuhrknecht Kornstr. 1086 Blume, Carl Tischler Bäringerstr. 501 Blume, Frau gegen die Kehlmühle 1049 |
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Aus der Geschichte von Goslar
Goslar als Kaiserstadt Goslar als Kaiserlich Freie Reichs- und Hansestadt Goslars Niedergang Goslars Wiederaufstieg in der Neuzeit |
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Heinrich l. (919-936) gründet 922 Goslar (nach Annalista Saxo). Otto l. (936-973). Eröffnung des Bergbaus im Rammelberg (spätestens 968). Heinrich II. (1002-1024) lässt die ersten Pfalzgebäude ca. 1005-15 errichten. 1. Reichsversammlung 1009. Konrad II. (1024-1039) beginnt den Neubau der Kaiserpfalz (Liebfrauenkirche). Heinrich III. (1039-1056) setzt den Ausbau der Pfalz fort (Saalbau). Die Goslarer Kaiserpfalz ist die berühmteste im Reich. Bau der Chorherrenstifte St. Simon und Judas (sogenanntes Domstift) und Petersberg durch den Kaiser. Papst Viktor II. 1056 in Goslar. Heinrich IV. (1056-1106), in der Pfalz geboren, setzt einen Reichsvogt über Goslar. Blutbad im Dom 1063. Die aufständischen Sachsen verjagen 1073 den Kaiser aus der Goslarer Pfalz, in die nun die Gegenkönige Rudolf von Schwaben und Hermann von Salm einziehen. Heinrich V. (1106-1125). Wiederholt glänzende Reichsversammlungen in Goslar. Lothar (1125-1137). Goslar als Stadt (civitas) bezeichnet. Konrad III. (1138-1152). Mehrmaliger Aufenthalt in Goslar. Friedrich I. (1152-1190). Glanzvolle Reichstage in Goslar. Otto IV. (1198-1218) lässt die Stadt 1206 erobern. Friedrich II. (1212/15-1250) söhnt sich mit dem Welfenhause aus, dem er 1235 den Bergzehnten am Rammelsberg überlässt. 1219 letzter Reichstag in Goslar, Bestätigung aller Rechte und Privilegien der Stadt durch den Herrscher. Wilhelm von Holland (1248-1256). Letzter Besuch eines deutschen Königs in Goslar: 1252 und 1253. |
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1267-68 Goslar wird zum ersten Mal in der Hanse erwähnt. 1290 Der Rat erwirbt die Vogteirechte über die Stadt. Ausgleich mit den Stiften und Klöstern, Einigung der Berg- und Hüttenherren mit den Gilden. 1300-50 Die Stadt im Pfandbesitz der umliegenden Burgen und Zollstätten. 1330 Kodifizierung des Goslarer Stadtrechts. 1340 Goslar erhält vom Kaiser das Heerschildrecht und damit die Bestätigung seiner Stellung als Freie Reichsstadt. 1359 Der Rat erwirbt die herzoglich-braunschweigischen Rechte am Bergzehnten und am Berggericht pfandweise. 1450 Neue Blüte des Bergbaus. Goslars kluge Politik bringt ihm den Pfandbesitz der Forsten von Osterodes Stadtgrenze bis an den Kaiserweg am Brocken. 1520 Höchste Blüte der Stadt Goslar: 19 Gruben und 26 Hütten in Betrieb. Neue Münzen (Mariengroschen). Weit berühmt das Bier der 'Gose'. Umkränzung der Stadt mit neuem Festungswerk und Sicherung durch gewaltige Tore und Torzwinger. Bau der prächtigen Gildehäuser um das Rathaus. 1525-27 Herzog Heinrich d. Jüngere von Braunschweig-Wolfenbüttel löst allen Pfandbesitz an Berg und Wald ein und stört den Bergbetrieb und Handel der Stadt. 1527 In der Auseinandersetzung mit Herzog Heinrich d. Jüngeren zerstören die Bürger die vor den Mauern liegenden Kirchen der Stifte Georgenberg und Petersberg sowie der Johanniter-Komturei am Hl. Grabe und die Johanniskirche. 1528 Nicolaus von Amsdorf reformiert die Pfarrkirchen und führt die erste Kirchenordnung ein. 1531 Goslar tritt dem Schmalkaldischen Bund bei, um Schutz für seinen protestantischen Glauben und Rückhalt gegen den Herzog von Braunschweig zu haben. 1540 Goslar wegen Kirchenschändung (1527) in der Reichsacht. Herzog Heinrich der Jüngere von Braunschweig mit der Vollstreckung der Reichsacht beauftragt. 1542 Landgraf Philipp von Hessen errettet Goslar. 1547 Niederwerfung der Schmalkaldener durch Kaiser Karl V. in der Schlacht bei Mühlberg. Goslars Buße: 30.000 Gulden und 12 große Geschütze. |
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1552 Die Stadt unterwirft sich Herzog Heinrich dem Jüngeren von Braunschweig und verliert im Riechenberger Vertrag Berghoheit und Zehnten sowie das Vorkaufsrecht für die Hüttenerzeugnisse. Zwei Drittel der Stadtforst müssen abgetreten werden. 1570-75 Herzog Julius, Heinrichs Sohn, erzwingt die Reformation der noch katholisch gebliebenen Stifte. 1618-21 Die große Not der Kipper- und Wipper-Zeit. (?) Die Goslarer Münze berüchtigt im ganzen deutschen Lande (1 Taler gut Geld = 8 Taler Goslarer Münze). 1618-46 30jähriger Krieg: Goslar gut kaiserlich. 1629 Restitutionsedikt: Jesuiten nehmen den Dom und die Kaiserpfalz in Besitz. Plan einer Hohen Schule. 1632 Einzug der Schweden in Goslar und Bestrafung der Stadt wegen der 'Conspiration' mit den Feinden. 1634 Durch welfischen Erbvertrag kommt das Goslarer Bergwerk zu vier Siebentel an Braunschweig-Lüneburg und drei Siebentel an Braunschweig-Wolfenbüttel. 1642 Goslarer Accord: Vorfriede zum Westfälischen Frieden zwischen dem Kaiser und den Herzögen von Braunschweig-Lüneburg. 1648 Goslars Reichsstand gerettet. Völlige Zerrüttung der städtischen Verwaltung. 1682 Neuordnung der Stadtverfassung durch den Kurzrockschen Vergleich zwischen Rat, Gilden und Gemeine. 1728 Große Feuersbrunst im Stephaniviertel. Die schöne Kirche zerstört. 1780 Abermals schreckliche Feuersbrunst vom Breiten Tor bis zum Markt und Schuhhof. Reorganisation der städtischen Finanzen durch den Bürgermeister Johann Georg Siemens. 1802 Goslar preußisch. Neuorganisation des Stadtwesens durch den preußischen Organisationskommissar v. Dohm. |
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1807 Goslar dem Königsreich Westphalen zugeteilt. 1816 Goslar hannoversch. Neue Stadtordnung. 1820-22 Abbruch des baufälligen Doms. 1820/30 Niederlegung der Stadttore; nur das Breite Tor, der große Zwinger und der Achtermann bleiben erhalten. 1859 Erschließung des 'Neuen Lagers' im Rammelsberg. 1863 Die Befestigungswerke und das Stadttor bei Neuwerk werden beseitigt. 1866 Goslar ist wieder preußisch. 1867-79 Wiederherstellung der Kaiserpfalz. 1879-97 Ausmalung des Kaisersaals. 1922 Die Stadt wird kreisfrei. Tausendjahrfeier der Stadt Goslar. 1928/29 Die Klostergüter Riechenberg und Grauhof eingemeindet. 1930 Einweihung des Rathaus-Glockenspiels (Stifter: Adam). Die Glocken mussten im zweiten Weltkrieg abgegeben werden. 1934 Goslar wird als Sitz des Reichsnährstandes bestimmt und erhält einige Hauptverwaltungsstellen und Schulen des Reichsnährstandes; alljährlich finden bis 1938 die Reichsbauerntage in Goslar statt. 1939-45 Im zweiten Weltkrieg ist Goslar Lazarettstadt mit zahlreichen Krankenanstalten. Goslar bleibt von Bombenangriffen verschont. 1946 Goslar gehört fortan zum Land Niedersachsen. 1955 Übernahme der Kaiserpfalz in die Verwaltung der Stadt. 1968 1000-Jahr-Feier des Erzbergwerks Rammelberg. 1972 Die Stadt verliert ihre Kreisfreiheit. Eingemeindung von Hahndorf, Hahnenklee-Bockswiese, Jerstedt und Oker. |
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Bilder aus Goslar
1979 besuchte ich Goslar zum ersten Mal, und von da an immer wieder - nicht nur auf Spurensuche, sondern weil Goslar einfach unvergleichlich schön ist für jeden, der sich für altes Fachwerk begeistern kann. Spuren der tausendjährigen Vergangenheit sind immer noch sichtbar. |
![]() Frankenberg |
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![]() Frankenberger Plan |
![]() Frankenberger Kirche |
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![]() Bergstraße |
![]() Siemenshaus (links) |
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![]() Goslar, Bäckerstraße 76, Wohnung von Familie Heinrich Lübbecke vor 1910. |
![]() An der Abzucht 29 c, Wohnung von Wilhelmine Lübbecke geb. Weykopf ca. 1910-14. |
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![]() Goslar, An der Abzucht 14, Wohnung von Wilhelmine Lübbecke 1917/18. |
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Bilder aus Braunschweig
1990 und 2000 habe ich Braunschweig besucht. |
![]() Dom, Löwentor |
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![]() Güldenstraße 6. Hier war Emilie Lübbecke 1898 als Köchin bei Rentier Diekmann angestellt. Daneben steht das "Hotel zur Hanse". |
![]() Echternstraße |
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![]() Hinter der Michaeliskirche |
![]() Im Hintergrund die Türme der Martinikirche |
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Quelle zur Geschichte von Goslar: |