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Bilder aus dem Neandertal


Bilder aus dem Neandertal


Neandertal
Rauschende Düssel.
 
Neandertal - im Frühling 2008 nach Jahrzehnten erstmals "wiederentdeckt" und ganz angenehm überrascht.


Neandertal
Das Museum
 
Neandertal
Rabenstein


Tafel am Rabenstein: "Zur Erinnerung an die Entdeckung des Neandertal-Menschen durch Prof. Fuhlrott Elberfeld im Sommer 1856". Andenken an die Zeit, bevor der Kalksteinabbau ab dem Jahr 1854 das einstmals wild-romantische "Gesteins" nachhaltig veränderte und das Neandertal neu formte.

Fuhlrotts Fundsache erwähnt Josef Nießen in seinem 1894 veröffentlichten Aufsatz "Aus der Vorzeit der Gemeinde Mettmann" nicht, wohl aber den Rabenstein:


"Eine der sehenswertesten Merkwürdigkeiten des Neanderthales war der sogen. Rabenstein, der im November 1891 zum größten Teil einstürzte. Aus früheren Tagen erzählt das Gerücht vom Raubritter Veit, der hier im Schutze mächtiger Felsen und düsteren Waldes seine schwarzen Thaten vollführte. Auf der Spitze des Rabensteines konnte er den Wanderer erspähen, der von Erkrath kommend seinen Weg durch das Neanderthal nehmen mußte. Insgesondere hatten die fleißigen Bürger von Elberfeld, die ihre gesponnenen Garne nach Düsseldorf und bis nach Duisburg brachten, den gefährlichen Weg oft zu machen.

In früheren Zeiten, über welche nicht mehr die Geschichte, wohl aber die Naturwissenschaft Aufschluß zu geben vermag, bespülten Meereswogen die zackigen Felsenspitzen und Ebbe und Flut schwemmten Meeresmuscheln auf die Höhe, die von der Brandung wiederhallte. Baumartige Farnkräuter waren damals die Hauptvertreter der Pflanzenwelt und unter ihnen barg sich das riesige Mammut, dessen Überreste im Gestein noch immerdar gefunden werden."
[Nießen MBGV 5/1894 S. 71]



Neandertal
Homo neanderthalensis - alte Variante mit markantem Charakterkopf, Keule und kurzen Beinen.
 
Das neben diesem Herrn mit den dicken Augenwülsten aufgestellte Schild lässt keine Irrtümer aufkommen: "Dieser 'Neanderthaler' wurde um 1928 für den ehemaligen Biergarten des Restaurants Neanderhöhle von einem lokalen Künstler gefertigt und erhebt keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Er ist inzwischen zu einem Stück Lokalgeschichte geworden. Die Grundlage zur Herstellung der Figur entsprang der Phantasie des Künstlers und bediente Klischees des gebeugten, keulenschwingenden Urmenschen."

Wie der Neandertaler nach aktuellem Stand der Wissenschaft vermutlich ausgesehen und gelebt hat, zeigt auf der anderen Straßenseite das

  Neanderthal-Museum.

In dem Gebäude des früheren, kleinen Museum im Wald befindet sich heute die "Steinzeitwerkstatt".


 
Neandertal
In den 1960er Jahren stand er noch vor dem alten Museum und sah ein bisschen anders aus.
 
Neandertal
Die aktuelle Variante wirkt deutlich freundlicher und steht für die Museumsbesucher als Fotomodell bereit.



Neandertal
Archäologischer Garten
 
Der Fundort der Neandertaler-Fragmente, die Feldhofer Grotte, ist infolge des Kalkabbaus gänzlich verschwunden. Seine ungefähre Lage präsentiert sich heute in einem audiosystemunterstützten archäologischen Garten.


Der Kunstweg "MenschenSpuren" widmet sich dem Spannungsfeld Mensch-Natur: "Die Skulpturen fordern zur Selbstreflexion über die Natur des Menschen heraus und erfordern eine neue Betrachtungsweise der Natur."

  MenschenSpuren.



Neandertal
"MenschenSpuren" im Neandertal.
 
"MEMORIA MUNDI"
Gedächtnis der Welt, mit Hirn und Silberpfeil, von Anne und Patrick Poirier. Eines von zehn naturnahen bis metaphorischen Kunstwerken auf dem Weg zwischen Neandertalmuseum und Tarpangehege.



Neandertal
"MenschenSpuren" im Neandertal.
 
Dieser von Volker Friedrich Marten aus einer ausgebrannten Eiche geschaffene "WEGWEISER" am Zusammenfluss von Düssel und Mettmanner Bach steht da wie ein riesiger leerer Mantel.



Neandertal
Noch etwas wackelig, aber schon auf den Beinen...
 



Neandertal
Tarpan-Rückzüchtungen im Wildgehege.
 


Neandertal
Flauschiger Nachwuchs bei den Auerochsen im April.
 




Neandertal
Archäologischer Garten.
Neandertal
Menschen-gemachte Schneckenhaus-Spiralen...
 
Neandertal
... auf dem Wanderweg.


Neandertal
Dieses filigrane Kunstwerk am Wegesrand ist nicht menschen-gemacht.
 




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26.11.2008, zuletzt aktualisiert 23.01.2010