|
|
www . ZeitSpurenSuche . de |
|
Inhaltsübersicht |
Kotten und Mühlen
Hilden |
Itter-Spaziergang 7 |
|
Die Itter auf Hildener Gebiet
Auch in Hilden hat es Schleifkotten an der Itter gegeben, wenn auch die Zahl der Schleifer hier gering war. Von ihnen sind keine Spuren übrig geblieben. Auch einige oberschlächtige Mühlen hat die Itter in Hilden angetrieben; eine davon steht noch.
|
| |
![]() Hochwasserrückhaltebecken Itter / Trotzhilden des BRW |
|
Kalstert
Sie fließt durch das Gelände des Hochwasser-Rückhaltebeckens Itter / Trotzhilden, betrieben vom Bergisch-Rheinischen Wasserverband. Bei Hochwassergefahr kann der Weg gesperrt werden. Überflutungen kamen in Hilden häufiger vor und liegen noch gar nicht so weit zurück.
|
![]() Schnurgerade Itter und ebensolcher Spazierweg, hier etwa in Höhe Rembrandtweg |
|
Königskotten
Auf der anderen Seite der Straße bzw. Brücke geht es auf gepflegtem Weg neben dem sehr ordentlich fließenden Bach weiter westwärts. Auf einer topografischen Karte von 1898 ist zu sehen, dass die Itter hier früher in vielen kleinen und größeren Windungen verlief.
|
![]() Die Itter rauscht östlich der Lievenstraße in geordneten Bahnen. |
|
Der weitere Weg bis zur Lievenstraße wirkt recht idyllisch. |
|
Der südliche Arm fließt ebenfalls unter der A 3 her; an der Oststraße ist der Bach verschwunden. Dennoch führt unser Weg zunächst in diese Richtung: Durch den Bauernhof Kalbersterzer Hof und an seinen Pferdekoppeln vorbei endet er hinter der Autobahnbrücke an der Walder Straße. Dort befindet sich auch der Hintereingang zum Parkplatz eines großen Heimwerkermarktes. |
![]() |
|
Buchmühle
Wo die Walder Straße mit der Oststraße ein Dreieck bildet, soll die alte Buchmühle gestanden haben, die 1623 in einen Schleifkotten umgewandelt wurde. Von diesem scheint nichts weiter überliefert zu sein. Der nördlich davon liegende Mühlenweg und die Straße "Mühle" beziehen sich nicht auf diese Buchmühle, sondern auf das Mühlengut.
|
| |
![]() Gottschalksmühle. |
|
Mühlengut Lehnsmühle, oberste Mühle, Gottschalksmühle
Zwischen Elberfelder Straße und Walder Straße, dort, wo heute noch die Gottschalksmühle steht, befand sich das Mühlengut, ein Lehnsgut des "Hohen Hofes".
|
|
Der Mühlengraben war vom alten Lauf der Itter abgeleitet worden; der Bach selbst floss in einem weiten Bogen südwärts und bewässerte noch im frühen 19. Jh. (vor dem Bau der Walder Straße) die Gräben der in der Nähe befindlichen Wallanlage Holterhöfchen. |
![]() Uralte Mauerreste in der Parkanlage Holterhöfchen |
|
Holterhöfchen
Das Holterhöfchen, heute eine Grünanlage, war damals ein mit Buschwerk und Gestrüpp bewachsenener, wüster Platz. Biegt man von der Walder Straße links in die Gartenstraße ein, so geht man direkt darauf zu. Die Itter, die früher die Gräben der alten Ringwallanlage aus dem 9. Jh. gefüllt hat, nimmt heute einen anderen Weg: Sie fließt im gemauerten Bett von der Gottschalksmühle unter der Elberfelder Straße hindurch, ein Stück entlang der Berliner Straße dann durch die Ortsmitte am Haus auf der Bech vorbei.
|
![]() Das Haus auf der Bech, Schwanenstraße 17, 2002 |
|
Auf der Bech
1762/63 errichtete Tillmann Kirberg, damals Besitzer des Hauses 'auf der Bech', auf dem dortigen Grundstück hinter dem Haus eine Öl- und Schälmühle. Vielleicht fällt mit der Anlage dieser Wassermühle zeitlich die Verlegung des Bachbettes der Itter zusammen. Die Mühle war bis ca. 1915 in Betrieb.
|
|
Im Mittelalter floss der Bach im Dorf weiter durch die heutige Klotzstraße und die angrenzende Hofstraße. Dort erreichte er wieder sein heutiges Bett. Von der Hofstraße aus wandte sich die Itter nach Westen. |
|
Horster Mühle
Nachdem die Itter die Hildener Stadtmitte in südliche Richtung verlassen hat, fließt sie weiter in Richtung Westen auf Benrath zu. Kurz hinter den Kleingartenanlagen steht auch heute noch im Stadtplan "Horster Mühle", obwohl diese längst nicht mehr existiert.
Sie gehörte zu Haus Horst und wurde zum Unterschied von der Oberen oder Obersten Mühle (der alten Zwangsmühle des Kölner Lehnshofes) auch Untere oder Unterste Mühle genannt.
|
| |
![]() Einsamer Turm im Park des Seniorenstifts an der Horster Allee |
|
Haus Horst
Bei der Horster Mühle änderte die Itter früher erneut ihre Richtung und floss in großem Bogen am Horster Burggraben und der Wasserburg Haus Horst vorbei. Heute fließt sie geradewegs nach Westen, muss auch keinen Burggraben mehr speisen. An der Stelle des ehemaligen Rittergutes befindet sich seit 1977 ein Seniorenwohnstift. An die wechselvolle Vergangenheit erinnert nur noch ein übrig gebliebener Turm in der Parkanlage. |
|
Nicht immer und überall ist die Itter ein idyllischer Anblick gewesen. In den 1970er Jahren war sie in Hilden stellenweise kanalisiert, eingemauert, schnurgerade, mit kahlrasierten Ufern, so an der Horster Allee. Fotos aus dieser Zeit zeugen davon. Wie man in den 1960er/1970er Jahren mit alter Bausubstanz umgegangen ist, so ging man auch mit der Natur um. Wie gut, dass auf beides inzwischen etwas mehr Rücksicht genommen wird.
|
| |
![]() Schnurgerade fließt die Itter, Horster Allee. |
|
![]() Auch hier: Die Itter in der Nähe der Horster Allee. |
![]() Schloss Benrath. |
|
Die Itter in Benrath und Urdenbach
Ursprünglich floss die Itter von Hilden über Düsseldorf-Holthausen und Itter nach Himmelgeist und mündete dort in den Rhein. Im 18. Jh. wurde sie im Rahmen des Benrather Schloss-Neubaus nach Benrath umgeleitet, um Schloss- und Spiegelweiher mit Wasser zu versorgen.
|