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Das denkmalgeschützte, verschieferte Fachwerkhaus "In der Meyse" steht - ein wenig versteckt hinter alten Eiben - an der Kölner Straße 59. Das Gebäude diente im Zeitraum 1742-1778 als erste Haaner Heckschule und ist schon aus diesem Grund für die Haaner Geschichte bemerkenswert.
Schulen und Lehrer im alten Haan
Das heute vorhandene Wohnhaus wurde wahrscheinlich im 18. Jh. erbaut; es gibt in Haan etliche äußerlich sehr ähnliche Häuser aus derselben Zeit. Dieses steht jedoch womöglich auf Fundamenten aus dem 15. Jh., denn aus dieser Zeit stammt die erste bekannte urkundliche Nennung (recherchiert von Harro Vollmar).
Am 20. Mai 1466 ist in einem Weistum unter anderem "Heyrich Mey" erwähnt.
Am 21. Januar 1585 berichten die Haaner Gerichtsschöffen Theis Hinumb und Wilhelm Theenhauß (Hinüm und Thienhaus), daß Jacob uf dem Burbachsbergh und dessen Ehefrau Adriaen auf ihr Erbe "ufm Steinfelth" und "Meissen" verzichten.
Am 16. November 1596 haben in einer ähnlichen Urkunde die Schöffen Wilhelm ahm Valder und Adolf aufm Tenger festgehalten, dass auf das Erbe an dem Gut "zu der Mesen" zugunsten der Eheleute Adolf und Metzgen zu der Meisen verzichtet wird.
1599 steht in einer Liste der Haaner Kurmudsgüter "Caspar in der Mersen" (= Meysen) mit der Verpflichtung zur Pferde-Kurmude. Dies lässt einen relativ großen Hof vermuten.
1611 und 1624 muss lt. Steuerliste Adolf in der Meisen zwei Taler an Steuern berappen. Zum Vergleich: Gemessen an der Steuerleistung müssten die Höfe Stöcken, Tenger und Schasiepen etwa gleich groß gewesen sein.
Am 6. Juli 1622 erscheint der Name Adolphen in der Meisen wieder in einem Protokoll zum Erbverzicht.
1715 fehlt der jahrhundertealte Haaner Hof "In der Meyse" in der Ploennies-Karte. Ob der sonst so penible Topograph ihn übersehen hat?
1724 steht in der Haaner Steuerliste wieder ein Adolf in der Meysen mit Grundbesitz von insgesamt mehr als fünfzehn kölnische Morgen (entspricht heute 47 649 qm), davon alleine vier Morgen Wald.
1731 ist "Adolff Stockder in der Meysen" in der Huldigungsliste für den bergischen Herzog aufgeführt.
1775 steht der Hof "in der Meisen" in der Liste zur Hühnerrente für das Ritterhaus Horst in Hilden) mit der Abgabe von einem Huhn zum Sankt Andreas-Tag (30. November).
1789 muss auch Wiebeking das Haus übersehen haben, denn in seiner Topographie ist es ebenfalls nicht zu finden.
1856 ist "Meis" in der Postverteilungsliste des prominenten Postboten Jakob Litsch d. Älteren "zwischen Viethues und Eulenhäuschen" aufgeführt. Diese Zusatzangabe war nötig zur Vermeidung von Verwechslungen mit dem Oberhaaner "Meis", "Mais" oder "Meishus" zwischen Wibbeltrath und Bolthausen, das seit 1929 zu Wuppertal-Vohwinkel gehört.
1809 sind in der Haaner Einwohnerliste für "Meisen" sieben Personen angegeben,
1830 waren es zehn Einwohner.
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